lxxxij Von mancherlei wunderbarennit wol. es iſt dunckel genůg/ vnd wirt ein wenig hert. Der laͤtt iſt auß einerʒimlichen vnd dicken waͤſſerigen feüchtigkeit/ darumb wirt er nit faſt hert.er hatt auch etwas feüchter feüchtigkeit/ darumb iſt er zügig. er iſt auch darumb weicher vnd wirt nit dürꝛ wie der ziegel · dañ was etwas irdiſch an imhat wañ mã es ſeüdet/ das verzeeret ehe die feißte feüchtigkeit/ dan die waͤſ-e es verbrennet. Wañ mã aber dz feißt vnd die waͤſſerige feüchtigeit on die irdiſche ſubſtantz ſeüdet/ ſo verzeeret ſich die waͤſſerige feüchte e-he/ dañ die feißte. Die wullen aber vnd der ſchwafñ/ ſeind auß einer feißtenvnreinẽ vñ dünnẽ feüchtigkeit. darũb mag mã diſe von einanderẽ ziehẽ/ ſieſeind auch dunckel vnd hert/ wie wol man es von wegen jrer ſubtile nit alſohaltet. Das ſaltz aber iſt auß einer waͤſſerigen ſubſtantz/ zimlich rein vnnddick/ als dz nit gekochet iſt es iſt aber nit eigentlichen auß kelte zůſammengewachſen/ welches man auff einer taflẽ einẽ yeden leichtlichẽ kan anzeigẽ.Deßhalben iſt in gemein der waͤſſerigẽ feüchte eigen/ das es ſich nit ſtrecken
laſſet wañ es zů ſaſen gewachſen iſt/ wie hargegẽ mit dem feißtẽ anderſt zůghet. Das vnrein iſt dunckel/ dz rein aber durch ſichtig. dz dick wirt nit faſthert/ das düñ aber gar faſt/ darůb muͤſſen wir aller derẽ dingẽ vꝛſach gebẽ.Wa aber jemant ʒweiflete/ daß die vnreine feüchte dunckel/ vnd die reinedurchſichtig ſeye/ oð aber deſſen ein vꝛſach begert/ ð hat gar kein verſtãd.Dann weil die erden als ein trůſen ligt/ iſt ſie finſter. Daß aber die dünnefeüchte auß kelte treffenlichẽ zůſam̃en gefriere/ iſt jetz angezeigt/ nit alleinvon wegẽ d ſubteile/ durch woͤlche die faſt genoͤtiget/ ſonder auch von wegẽder langen würckũg. Dañ die kelte der elementẽ/ iſt auch in den felſen. Deßhalben weil d mehꝛentheil edelgeſtein heiter dañ die ande ſtein ſeind/ wachſen ſie mit den felſen zůſam̃en. Es iſt auch ein beſonde vꝛſach der herte/ daßſie kein ſchweiß od lufftloͤchlin haben/ vñ deßhalben nach zůſam̃en ghond.Wie ſubreiler aber ein yede ſubſtantz iſt/ ye naͤher geth ſie zůſam̃en. vñ dasſo vyl mehꝛ daß dz gefriſt nit miteinanderẽ/ ſonð all gemach beſchicht/ võwegen der kleinẽ kaͤlte. es iſt aber offenbar dz die feißte feüchtigkeit ſich võeinanderẽ theilẽ laßt. dañ es gefreůrt nim̃er gar ʒůſam̃en/ von wegen deslufftigen theils(ich bin nit ſo vnſm̃ig dz ich den lufft verſtãde)ſo allenthalben auß geſpꝛeitet iſt. Dieweil nun ð ſelbig lufftig theil etwz dicker wirt/ vñaber nit zůſam̃en gefreürt/ wie Ariſtoteles von dem oͤl bezeügt/ iſt bekãt/das kein feißte alſo mag zůſammen gefrierẽ/ dz ſie ſich nit ziehẽ laße. diſes8 bꝛeñet auch leich tlich/ dañ weil es gekochet/ iſt es vo der werme geenderetlo ner. Weil nun ſollichs eroffnet/ iſt võ noͤtẽ zůwiſſen/warůb dz weich glaß ſichtheilen laßt/ vñ wañ es hert woꝛdẽ nit mehr alſo auch dz gehürn/ doch nitſo faſt wie dz glaß/ weil diſes weich wirt. wañ aber dz ſo võeinanð gezogẽ-kalt woꝛdẽ/ bleibt es etlicher gſtalt/ dz glaß aber gar nit: Deßhalbẽ enſtathbeides auß einer reinen feüchte. doch dz glaß auß einer reinẽ vñ dünnerennãlich auß der waͤſſerigen/ dann die feißte feüchtigkeit iſt auß geleicher vꝛ-ſach etwas dicker dañ die waͤſſerige feyßt/ weil ſie gekochet iſt. Vnd ob wolinn der kochung ein lufftiger theyl entſtath/ wirt doch das vermiſchet et-was dicker. Deßhalben wann das glaß von wegẽ ſeiner ſubteilen fubſtatzauß kelte zůſammen gefroꝛen/ laßt es ſich keines wegs mehr theilẽ. Die hoͤrner die gefrieren nüm̃er volkoſ̃enlich zůſam̃en/ von wegẽ des feißtẽ theilsder feüchtigkeit. Darumb laßt ſich das ʒerlaßen glaß voneinanderen zie-hen/ vonn wegen der zimmlichen ſubſtantz inn waͤſſeriger feüchte. 5