Bitter.
lxxxvij Pon mancherlei wunderbaren
wertige ding/ ſind bey einẽ. Alſo ſind ð beſchꝛibenẽ kaͤlte ſchõ drey geſchmack.
dañ weil diſe in ein grobe ſubſtantz würcket/ wirt ſie vngeſchmack/ in ein ſubteile /ſaur /in ein mittelmaͤſſige haͤrb. dañ es moͤgẽd nitt mehꝛ ſein. Es kom
met auch kein geſchmack(wie voꝛ gemeldet) võ ð einigẽ kaͤlte/ wie auch kein
geruch võ ð feůchte. Es wirt aber dẽ ſauren etwʒ ſchoͤꝛpffe oð raͤſſe von wegẽder feüle vermiſchet/ die weil von der feüle die ſaure entſthet/ vñ alſo wirtdes eſſigs geſchmack. Woͤlcher deßhalbẽ nitt faſt kaͤltet. In ð ampfferẽ abervñ Limonẽ/ weil die võ natur alſo werden/ findet man einẽ lauteren ſaurẽgeſchmack. der gleichẽ weil in dẽ wein ein wermer theil iſt/ machet ð ſüeß ge-ſchmack/ſo vnd dem herben vermiſchet/ ein reüche. Darum̃ kalten die rau-che ding nitt faſt. Es hatt auch ð Galenus diſe nitt dürffen als ein ſtuck desgeſchmacks zellẽ/ vñ bezeügt mã finde die allein bey dẽ wein. dieweil es dochwunderbar were/ dz man ein theil des geſchmacks allein ſolte in einẽ dingfindẽ. Die ſeüre zeücht die zungẽ zůſam̃en von wegen ð kelte/ aber die zarte-
re theil/ dañ mitt jrer ſubteile kom̃en ſie tieff in die zungẽ.darũb thůt d ſaur
geſchmack faſt wehe in dẽ magẽ dañ mitt ſeiner ſubteile durchtringet er vnderkeltet die aͤderige ſubſtatz/ ſo kein blůt hatt/ gar faſt. Es mag aber die werme in einer dicken ſubſtantz nitt wircken. in einer ſubteilen vñ maͤſſigen/ machet ſie einen ſüeſſen geſchmack. Diſe feiſte feüchtigkeytt mag nitt bey einermeſſigen werme ſein/ weil ſie von einer ʒim̃lichen entſtandẽ. darũb iſt ſie ſubteil/ wie ð ſüeß wein/ vñ behalt deßhalben die ſüeſſe küm̃erlich. vñd wañ dieverſchweinẽ/ ſo wirt die ſüeſſe in ein rauhe verkeert. Dañ ð mehꝛteil wein habẽd ſchon von inẽ ſelbs etwʒ bitterkeytt/ aber doch geminderet/ ſo wir ein a-
ſtrictiõ oð zůſam̃en ʒiechũg neñend. deßhalbẽ ſind ſie einer mittlẽ ſubſtantzzwiſchẽ ð ſeüre vñ ʒůſam̃enziechung. Dañ wañ der dick iſt/ in woͤlchẽ die kaͤl-
te nicht wirckẽ mag/ werdẽ wir in ʒů hinderſt ſetzen. Den dicke heꝛbẽ aber/ inwoͤlche die kaͤlte nitt würcket/ zů auſſereſt/ vñ dẽ ſubteilẽ in dz ander auſſerſt
theil/ vñ dẽ ſaurẽ in die mitte. es ſol auch nach ein and ʒeil beſtim̃et werdẽ/ ð
mittel maͤſſigẽ ſubſtãtz /in woͤlche die kelte wircket. vñ wirt ein aſtringieren-der od zůſam̃en ziehender geſchmack ſin. Darũb wirt ð füeß/ ſo ʒwiſchen di-ſen iſt/ wañ die werme überhãd nim̃et/ verſaltzẽ/ wz ſubteil iſt/(wie geſagt)
ſaur. Wañ aber die kaͤlte überhand nim̃et/ werden die beid. ſaur. Verſaltzen
aber/ allein võ d werme/ ſo einer ʒim̃lichẽ ſubſtantz iſt/ vñ nit gar feücht. darũb wirt weder die milch noch der wein alſo/ wañ mã die ſchon ein jaꝛ kochet.Alſo wirt dz mittelmaͤſſig mitt einer ʒim̃lichẽ werme verſaltzẽ/ dz außgetro-cknet bitter/ dz feücht aber feiſt. woͤlches bitter allein võ wegẽ des geſchma-cks /iſt dz aller boͤſt/ vñ dẽ ſůeſſen zů wid. Das feiſt iſt auch vnlieblich/ als ðfeiſte/ vnd am mehꝛſtẽ des vnſchlet/ vñ marcks. NDarũb wz einer ʒiſ̃lichẽ werme/ hatt dreyerley geſchmack/ nam̃lich einfeiſte/ verſaltzene/ vñ bittere. Der kaͤlte(wie geſagt) vier/ der ʒim̃lichen werme eine/ der vnʒim̃lichen ʒwo. alſo ſeind mit einanderẽ neün/ vñ moͤgẽd nitmehꝛ ſein/ ſo du es recht bedẽckeſt. Ich neñe ein ʒim̃liche werme die groß iſt-die mã aber doch küm̃lich erleidẽ mag. maͤſſiglich aber/ ſo klein iſt/ vñ faſt ge
temperiert. vnmaͤſſig aber die man nitt erleyden mag. deßhalben wirt auß
dem verſaltzenen/ wañ es außkochet/ ein bitterkeytt/ ſo die feüchte daruonkom̃et. Auß dem feiſten aber vñ auß dem ſueſſen ſo eineꝛ zim̃lichen ſubſtãtz-das verſaltzen. auß dem ſůſſen von wegen der gemeinen ſubſtantz. auß dem