Buch 
Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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XCIX
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ſachen⸗ Das dritt buch. reixſcheinend/ außgenom̃en das weiß/ oder das liecht widerſcheinet/ vnnd alſoglitzeret es. In den weichen dingen/ zeiget die liechte vnd gele farb ein wer-me an. 5 N 177Die weſſerige feüchtigkeit/ ſo von jren ſelbs entſtanden/ vnd nitt durch 15 1ein diſtillierung gemachet/ bedeütet ein kelte. die gruͤne farb/ bedeütet innden weichen dingen ein treffenliche feüchte. inn den hertenn aber/ die allergroͤſte werme oder kelte. du muſt aber nitt meinen das die trockne oder her-be ding/ wann ſie mitt den weichen vermiſchet ſeind/ weich ſeyend. Die rot-te farb iſt nitt ſo faſt hitzig als die grüene. darumb bedeüter ſie inn feuchtendingen ein treffenliche kelte/ als inn den pfebenen⸗ meleonen/kütenen/pomebangen/ vnnd mandrꝛagoꝛoͤpffel/ vnnd anders dergleichen früchten/von woͤllichen wir harnach reden woͤllend. i sInn den trocknen metallen/ iſt diſe farb faſt g ifft. In den überigen wur-den/ gemueſen/ kernen/ vnnd anderen/ nach eines yeden arth/ ye weiſſer-ye kelter/ ye roͤtter vnnd gaͤler/ ye wermer. wie dann ye blaͤüwer/ ye verbꝛenEos iſt auch kein fabel das die ſtier der mehꝛentheil grimmiger werdend -ab einem rotten oder ſcharlach kleid/ dann ſie meinend es ſeye blůt/ durchwoͤlliches ſie werdend angereitzet. Man ſagt es werdend auch die Helffandtvon einer liechten farb erʒürnet. Die blauwe vnnd grune farb/ die ſterckenam aller mehꝛſten gas geſicht/ dieweil beid farben faſt gemein deren menckich gewhonet/ als die ein inn dem lufft/ die ander an allen kreütteren⸗ ſieſeind auch beid liecht/ vnnd habend ein volkom̃ene pꝛopoꝛtz zwiſchenn demchwartzen vnnd weißen/ als angezeiget. Es erfriſchet aber die b lauwe dasgeſicht mehꝛ dann das leben/ hargegen die grůne meh: das leben/ dann dasgeſicht. Auß den nachgültigeſtẽ farben iſt grauw( woͤlches mãcherley farb)Vund das weißgrauw oder kuttengrauw/ aͤſchfarb/ wañ die aber ſiechthund et was dunckler/ ſeind ſie dem geſicht angenemer/ als das grauw lieb-cher dann kutten grauw. doch werden ſie durch anderer gmeinſchafft etwʒgebeſſert. Es iſt aber ein regel/ das die liechtenn durch liechte/ die duncklendurch dunckle erhalten werdend. Alſo wirt das weißgrauw mit dem ſchwarn recht vermiſchet/ alſo auch die diſen am nechſtẽ ſeind/mitteinandern-vereſte moͤgend vnderſcheiden werden. Deßhalbenn mag das weiß Weram ſchwartzenn/ oder deren eintweders mitt dem rotten/ nitt wol vermi-ſchet werden weil ſie weitt von einandern ſthand. Das rott mag auch ſchieꝛeinem gethan werden/ dann dem purpur oder viol farb vnnd him-gagelblauw. dann es mag am nechſten/ vnnd leichtlichen von denen vnder-chetden werden Diſe zwo farben aber mag man nitt wol durchetnandernmiſchen/ dann ſte ſeind nitt weitt von einanderen. Die weiß farb inag mittkeiner anderen wol vermiſchet werden/ aber die ſchwartze allen duncklen/als der eiſenfarb. dann wann diſe denen koſ̃e/ ſo ſcheinen d ſie ſchier. denichen farben aber als dem grůnen purpurfarb/ vnd gaͤlen mag ſchwartznitt wo vermiſchet werden/ dann ſie iſt weit von jnen/ vnnd nimmet diſende 85 qualitetẽ aber die durch den tact oder ſiñ deß griffs vermercket wer

Graum.

91 ſeind warm/ kalt/ trocken/ naß/ ſchwer/ leicht hert/ weich/ rauchwem n do das nite nur einerley rechnung in dem ſinn/ ſonder mancherley-

em angriff/ vnnd geſchmack

wie inn 1N 5 f 8 ij Es iſt