Von mancherley wunderbaren
wegen ein ſchwert ein ſchilling auffzog/ doch kümerlich. er ſagt er habe wolerwan gehabt/ die ein dickpfennig( ſo eines halben lott ſchwer auffgezogen.Eg iſt ein wunderbare ſach/ voꝛauß weil wir angezeiget das allein die lebendigen dingen krafft haben/ villicht aber iſt ſolches von dem wetzſtein oder
balier müle. dann es iſt gewüß das diſes die beſten ſchwerter ſeind/ die alſoan ſich ʒiehen. Ich vermeinet es beſchehe diſes allein inn Schotten/ aber erʒeiget mir an man bꝛechte die beſten von Meyland/ wie wol ich ſolliches hienie vermercken moͤgen/ ich kan mich auch nitt erinneren das ich deren ye geſehen. Deßhalben mehꝛ zů achten es beſchehe etwan von einem ſtein/ mittwoͤllichem das ſchwert beſtrichen. dann die ſtein habend etliche würckung-wie auch die laͤbendige ding⸗ vnnd diſes villicht auß einem ſtarcken vnnd
krefftigen Magnet Dam wie man ſagt/ ʒeücht er nitt allein das eyſenn/
ſonder auch das ſilber an ſich/ vnnd andere der gleichen ding.
un riure Damttt aber die waffen vnd harneſch glitzerecht belebend/ ſoll man ſie
fig. mitt eſſig der mitt Alun vermiſchet iſt/ anſtreichen/ oder mitt bleyweiß/ o-
der hirtzen marck. dann diſe ſtuck ſeind beſſer dann das oͤl/ deßgleichen iſt
ein oͤl beſſer dann das ander/ namlich das feißter iſt. Dieweil aber das ertz
(wie voꝛgemeldet) mitt der geſtalt beſchediget wirt/ verderbet es auch den
marmoꝛſtein oder ſeül oder traͤm nitt.· dann was von dem verꝛoſteten vndverderbten angeruͤret wirt/ das verdirbt auch.
Siben fue in¶ Inn den Getallen werdend fürnemlich ſiben ding bedacht/ namlich die
1 le erfündung reinigung/ erhaltung/ erkanntnuß/ vnnd demnach die ding/
nalen. cd eigentlichen der kunſt zů gehoͤrig/ als vermiſchung/ ſchmeltzen vnd gieſ-
ſen/ von woͤlchen ſtucken wir in gemein reden woͤllend. Doch woͤllen wir die
verenderung an einem beſondern oꝛth(ſo yenen eine voꝛhanden) außſtrei-
chen. Sie werden durch ſcharpffe ding gefreſſen/ als von dem eſſig/ vñ wer
dend roſtig. Man erhaltet ſie(wie geſagt) mitt dem oͤl/ aber nach baß mitt
der oͤltrůſen. Das eyſen vnnd der ſtahel werdend durch geſafft weich/ wie
auch voꝛgemeldet/ aber man můß die zům offteren malen darinnen außloͤ
ſchen/ als inn dem lapathen oder cicuten ſafft/ deßgeleichen inn dem oͤl in
woͤllichem zů dem ſibenden malen bley gego ſſen. Vnnd wann man das glů
end eyſen beſpꝛenget mitt nieß wurtz/ agſtein oder Euphoꝛbio/ vnnd dem-
nach zů mehꝛmalen von jhm ſelbs laſſet kalt werden. 5 0
Es wirt hert mitt dem Melanthien oder ſchwartzen coꝛiander ſ⸗ afft/ vt
mitt Meüßoͤꝛlin ſafft/ſo Piloſella genennet/ woͤlches ſeinen namen von vt
len jaren har entpfangen ſo ſich offt ſeübern. Diſes kraut hatt rotte bletter
die hert vnnd allwegen grun ſeind/faſt wie die ſalbey/ vnnd ſchmecken wie
der lorbaum/ vnd hatt ein halb weißen vnnd grunen ſtengel/ mitt tüpff li-
nen geſpꝛenget/ ſo gern auff den bergen wachſſet. 8Ob wol diſes eyſen ringer dann der ſtahel geachtet/ iſt es doch vil beſ-ſer das eyß mitt auff ʒů bꝛechen. dañ es bꝛicht nitt von jhm ſelbs-nach wann etwas anders daran ſtoſſet. woͤlches beide demſtahel beſchicht. Wañ man auch den ſtahel mitt ey-ſen bereybt/ nimmet es jhm ſein reüche.
Hiero-