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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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CVI
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Von mancherley wunderbaren

wegen ein ſchwert ein ſchilling auffzog/ doch kümerlich. er ſagt er habe wolerwan gehabt/ die ein dickpfennig( ſo eines halben lott ſchwer auffgezogen.Eg iſt ein wunderbare ſach/ voꝛauß weil wir angezeiget das allein die lebendigen dingen krafft haben/ villicht aber iſt ſolches von dem wetzſtein oder

balier müle. dann es iſt gewüß das diſes die beſten ſchwerter ſeind/ die alſoan ſich ʒiehen. Ich vermeinet es beſchehe diſes allein inn Schotten/ aber erʒeiget mir an man bꝛechte die beſten von Meyland/ wie wol ich ſolliches hienie vermercken moͤgen/ ich kan mich auch nitt erinneren das ich deren ye geſehen. Deßhalben mehꝛ achten es beſchehe etwan von einem ſtein/ mittwoͤllichem das ſchwert beſtrichen. dann die ſtein habend etliche würckung-wie auch die laͤbendige ding⸗ vnnd diſes villicht auß einem ſtarcken vnnd

krefftigen Magnet Dam wie man ſagt/ ʒeücht er nitt allein das eyſenn/

ſonder auch das ſilber an ſich/ vnnd andere der gleichen ding.

un riure Damttt aber die waffen vnd harneſch glitzerecht belebend/ ſoll man ſie

fig. mitt eſſig der mitt Alun vermiſchet iſt/ anſtreichen/ oder mitt bleyweiß/ o-

der hirtzen marck. dann diſe ſtuck ſeind beſſer dann das oͤl/ deßgleichen iſt

ein oͤl beſſer dann das ander/ namlich das feißter iſt. Dieweil aber das ertz

(wie voꝛgemeldet) mitt der geſtalt beſchediget wirt/ verderbet es auch den

marmoꝛſtein oder ſeül oder traͤm nitt.· dann was von dem verꝛoſteten vndverderbten angeruͤret wirt/ das verdirbt auch.

Siben fue in¶ Inn den Getallen werdend fürnemlich ſiben ding bedacht/ namlich die

1 le erfündung reinigung/ erhaltung/ erkanntnuß/ vnnd demnach die ding/

nalen. cd eigentlichen der kunſt gehoͤrig/ als vermiſchung/ ſchmeltzen vnd gieſ-

ſen/ von woͤlchen ſtucken wir in gemein reden woͤllend. Doch woͤllen wir die

verenderung an einem beſondern oꝛth(ſo yenen eine voꝛhanden) außſtrei-

chen. Sie werden durch ſcharpffe ding gefreſſen/ als von dem eſſig/ wer

dend roſtig. Man erhaltet ſie(wie geſagt) mitt dem oͤl/ aber nach baß mitt

der oͤltrůſen. Das eyſen vnnd der ſtahel werdend durch geſafft weich/ wie

auch voꝛgemeldet/ aber man můß die zům offteren malen darinnen außloͤ

ſchen/ als inn dem lapathen oder cicuten ſafft/ deßgeleichen inn dem oͤl in

woͤllichem dem ſibenden malen bley gego ſſen. Vnnd wann man das glů

end eyſen beſpꝛenget mitt nieß wurtz/ agſtein oder Euphoꝛbio/ vnnd dem-

nach mehꝛmalen von jhm ſelbs laſſet kalt werden. 5 0

Es wirt hert mitt dem Melanthien oder ſchwartzen coꝛiander ſ⸗ afft/ vt

mitt Meüßoͤꝛlin ſafft/ſo Piloſella genennet/ woͤlches ſeinen namen von vt

len jaren har entpfangen ſo ſich offt ſeübern. Diſes kraut hatt rotte bletter

die hert vnnd allwegen grun ſeind/faſt wie die ſalbey/ vnnd ſchmecken wie

der lorbaum/ vnd hatt ein halb weißen vnnd grunen ſtengel/ mitt tüpff li-

nen geſpꝛenget/ ſo gern auff den bergen wachſſet. 8Ob wol diſes eyſen ringer dann der ſtahel geachtet/ iſt es doch vil beſ-ſer das eyß mitt auff ʒů bꝛechen. dañ es bꝛicht nitt von jhm ſelbs-nach wann etwas anders daran ſtoſſet. woͤlches beide demſtahel beſchicht. Wañ man auch den ſtahel mitt ey-ſen bereybt/ nimmet es jhm ſein reüche.

Hiero-