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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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CLXVI
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elxvi Von mancherlep wunderbaren

Oranatoͤpffel.

kKirſe on ſtein.

5 bedecket/ vnd demnach die bletter oben ſamen bindet wie ein Cabiß kopf. dañ von wegen deß ſands trockne/ werden ſie dür: was aber dür

vnnd nitt faulet/ das wirt weiß. Es habend auch alle diſe ding jhꝛ gewüſſe

vꝛſach/ doch můß ein verſtad darbey ſein/ woͤlcher alle ding har für bꝛinge.als wañ ein gewechs würm hatt/ ſoll man es mit einem erenẽ nagel ſeübernvnd purgierẽ. dz ertz laſſet ein beſtendige bitterkeit in dẽ gewechs/ alſo auchein gall/ wañ ſie auff die wurtzel ſpꝛeitet. dañ die würm werdẽ durchdz ſůß erhalten/ vnd iſt aber die Gall gantz bitter. Alſo ghet es auch/ dierucht ʒů fürderen/ doch nitt als krefftig.

Damitt ich aber wider auff die granatoͤpffel ko wañ die ʒů ſaur wachſend/ſoll man die wurtzel zu ring vmb auffloͤſen⸗ vnd ein fuͤchten nagel da:ein ſchlahen. Man loͤſet ſie alſo auff/ wañ man den grund allenthalbẽ mitteinẽ karſt daruon thůt/ vnd die wurtzel ʒů obereſt beſchneidet. Man ſagtauch wann man die Alga vnd meerkraut ð wurtzel legt/ werdend ſie ſůßWañ der blůſt herab fallet/ vermeinet man es werde geendert/ ſo ein bleye

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ner ring vmb die aͤſt oder den ſtock gelegt werde. Damitt ſie aber etwas ſch

ner harfür kommend/ beſpꝛeng die wurtzel mehꝛmalen mitt laugen oderaſchen/ daß ſte aber wol behalten werdend/ ſoll man ſte in ein ſiedende ſaltz-waſſer ſtoſſen/ oder inn ein meer waſſer. wann ſie daß ſelbig angenommen-ſoll man ſie dꝛey tag an der Sonnenn troͤcknen/ demnach an ein kalte ſtattauff hencken. Wann du die bꝛauchenn wilt/ ſolt du ſie inn ein ſůß waſſer andem voꝛgenden tag legen. Man ſagt/ wann der gyps für den vierdten theilleim darzů gethon werde/ ſoll ein baum in dꝛeyen taren weiße kernen trage ·

Es ligt aber auch vil daran/ wohar man die ſaamen/ oder die aͤſt/ oder die

augen ſo man zerſpꝛeiten will/ nemme. der kürbſen ſaamen ſeind oberefaſt lang/ vnderſt aber nit alſo/ an den ſeytẽ ſeind ſie kürtzer aber dicker-vnnd inn der mitte ſeind ſie rotund. Plinius zeiget an er hab eine geſehen ſoneün ſchůh lang geweſen.

Die kürbſen vnd die Cucumeren wachſen in die lenge auff ʒweyerley geſtalt/ eintweders wann man bey ʒwey fingeren darunder waſſer ſtellet /owann man ſte in ein geſchirꝛ einſchleüſſet. darumb ſetzen etlich die wachſen-den Cucumeren in ein roͤꝛen/ woͤlches knoͤpff durchboꝛet/ damit ſie gar lawerden. ſie ſeind werhaffter wañ ſie an einẽ herten ſtock auffwachſen/ alseiner bꝛombeerſtauden/ oder bircken. dañ wañ man diſe ob der erden abhauwet/ vnd das marck auß hület/ demnach inn den miſt ſtoſſet/ ſo bꝛinget derCucumer ſaamen ſolliches hert gewechs woͤlches auch in dẽ winter bleibemag. Es rüemen ſich etlich ſie woͤllen diſtel an deren harfür bꝛingen/ wanman den ſaamen oberſt zerbꝛeche. Ich vermeinet etwan es were erde

nach dem vnnd ich aber Pareyß vñnd inn Schotten geſehen hab/ da 7

faſt alle diſtel an deren do ſelbſten fürkommend/ hab ich nitt mehꝛ gezwey

flet/ daß ſolliches beſchehen moͤge. doch ſeind ſie vil vngeſchmackter dannndie ſpitzechtigen/ vnnd das billich/ dann der troͤckner cheil ſo faſt geſaltzeniſt daruon genommen/ auß woͤllichem dann die doͤꝛn wachſend. Man ſ⸗ ageauch daß die feüchte/ woͤlliche die diſtel an ſich genommenn/ vil dem g.

ſchmackt dienen. Wir haben auch ein gemeine regel gegeben dz die kirße onſtein moͤgẽ wachſen. ſolches gher eigentlich alſo zů/wañ dz zart beümlit-bey zweyen ſchůen abhauwet/ dẽnach den gantzen ſtam̃en zertheilt biß auffdie wurtzel/ vnd das marck alles herauß neme/ vnnd von ſtunden an 1 1

eint