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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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CXCVI
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crevi Von mancherley wunderbaren

künfftig waͤtter wüſſend/ dann ob wol nach ein ſchoͤner himmel⸗ enthaltenſie ſich in jhꝛen koͤꝛben. Wann der wind waͤxet/ erwütſchend ſie ſteinlin in jhꝛc fůß vnd tragend ſie mitt jhnen/ domitt ſie nitt hingewaͤyet werden. Watder Künig můd woꝛden/ woͤlliches dann bald beſchicht/ weil ſie gewonet daheimen beleiben/ darzů kleine faͤgden/ vnd ein großen leib habend(danſie ſeind lenger dann die binlin) ſo tragend ſie jhn. wann et etwan von demhauffen verirꝛet/ ſůchend ſie jhn fleyſſig cklich. Wann ſie anfahend an dẽ honig mangel ʒů haben/ wie dann nach der letſten außnemmung deß koꝛbs beſchicht/ ſo ſchickend ſie die hummel in das elend. wann ſie aber halßſtar:igwiderſthond/ toͤden ſie die/ vnd beraubend jhꝛe kemmerlin. Wann eine: einhummel ſo keine faͤgden hatt hinein ſtoſſet/ ſo nagen ſie(weiß nitt auß was

vꝛſach) den anderen hum̃len allen jhꝛe faͤgden ab. Die hummel faren in der

hoͤhe ʒů ringweyß harumb wann ſie auß dem koꝛb kommend/woͤlliches diebinlin nitt thůnd. Wann ſie an einanderen hangend/ vnd eine an der anderen an einem aſt kleber darzů anfahend wie die beer an einẽ treübel hangen/ ſo rüſtend ſie lich hinweg fliegen. deßhalben treibend ſie die hůtte-mitt dem thon eines klingenden ertz/ vnd beſpꝛützen ſie mit ſuſſem weinhonig/ damitt ſie die darzů lockend. a

Wann es ſich auch begibt daß man den Rünig fahet/ ſo volgend ſie demnach/ vnd kommend alſo wider jhm in den Immen koꝛb. Das honig ſoin dem Sruͤling geſamblet/ iſt ſuͤſſer vnd weyſſer dañ das herpſt honig docßiſt das Herpſt honig etwas ſteyffer/ von wegẽ deß tauwes zeyttigung⸗ danses iſt im Sommer gemachet woꝛden. Wann es regnet/ hat man weniger ho

nig/ dann ſie arbeitten nicht/ vnnd fallet auch kein tauw/ ſonder es ſe eind

mehꝛ iungen. Wann es aber ein dürꝛe zeytt/ iſt vil honig vnd wenig iungenvoꝛhanden. darumb habend das honig vnd die Olius ein art/ daß ſie durch

die dürꝛe gemehꝛet/ vnd durch regen geminderet werdend. Deßhalben

gůtt daß der Immen knecht ſolliches mercke/ damitt er ſich ʒů beiden zeyt-ten recht halten moͤg. dann es ſchicket ſich nitt daß man in einer dürꝛen zeyldie iungen zůſamen leſe. es iſt auch heſſer daß man regen zeytten die inn

ge laſſe/ vnd kein honig nemme, Deßgleichen ſoll man auch diſes nitt vn

derlaſſen/ an woͤllichem yetz verfaͤlet wirt/ namlich das etlich allein dasnig ſamblen/ vnd ye in dẽ dꝛitten iar die binlin außſtoſſen/ vnd die koͤꝛb ranmend /alſo daß ſie wider muͤßend/ wann ſie ein iunge zucht in die koͤꝛb gelaſ⸗ ien/ das dꝛitt iar erwartten/ dieweil alle oꝛdnung verloꝛen. So man do(wie Ariſtoteles ſagt/ vnd der Columella kom̃lichen beſchꝛeibt) alle iar ge-won war die korb zweymal beſchneyden/ namlich anfang deß Sen,mers nam man von fünff theilen vier hinweg an dem honig vnnd wac 6vnd end deß herpſt/ auß dꝛeyen theilen zwen/ dieweil die binlin willter zeytt jhnen kein ander ſpeiß bereitten mogen. Alſo namend ſie jhnẽ ftvon vier theilen/ dꝛey hinweg an allem honig vnd wachs/ vnnd mochte,905 o die 7 biß in das zehend iar beleiben/ weil jhnen ſolches nicht ſcha-en mocht. 5Deß halben iſt bekañdt daß die ſterckeren Immen etwan biß in das 1,iar beleiben moͤgen. wann aber der gantz ſchwarm vnd hauffen in zehen ieren verzeert/ ſo ſterbend auch die ſterckeren auß armůt/ woͤlche nun alt 5 5ſehwach woꝛden. Sy moͤgend aber billich ſo lang leben/ weil ſie von demnig har kommend vnd erhalten werden/ woͤlliches ein ſubterle/ rere. bertl geko