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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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CXCIX
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ſachen⸗ Das ſiebend bůch. exerrben emeyſſenn wie die hirtzenkafer/ wöͤllicher biß(als wol z gedencken) ein

di⸗ ſchmertzen vnd blaͤtterlin bꝛingt. Wann vnſere ameiſſen alt werdend/ über

er kommend ſie faͤgden/ doch fliegend ſie nitt faſt/ woͤlliches doch bißhar nach

we⸗ von niemandt acht genommen. 5 5 i h N

1 Tach den ameyſſen ſeind die ſpiñen /liſtig wie man dañ an jhꝛẽ gewübt pine

1355 Pr, jagen verſthet es thůnd allein die weiblin beide ding/ dañ die meñlin bebelffen ſich ð weyber arbeyt/ woͤlche jhꝛ ſeydẽ nit auß dẽ bauch/ wie die ſeydẽam vürm/ ſonð von vſſenhar nemmen/ damit ſie jhꝛ gewübt machen. Sy ſeindind inn dem iagen alſo fleiſſig/ vnd iſt jhꝛ gewübt alſo ſtarck/ daß ſie die kleinender eidoͤchßlin fahend/ dann ſte laſſend ſich herab/ vnnd verwunden die on vn-9, derlaß. Etliche ſe eind bey den früchten/ etliche machend jhꝛ gewübt inn deniſt matten/ etlich ſeind in den hülenen der erden verboꝛgen/ vnd ſtellend denVieeinen thierlinen nach/ woͤlliche ſie in einer eyl angreyffend/ etlich fahendaa die ſchnaͤcken vnd waſſer mucken. 5 iku⸗ Die ſo gewübt machend/ vnnd ſich etwas jhnen er zeigt/ lauffend ʒů erſtren in die mitte/ vnnd beſichtigend diſes/ demnach fallend ſie voꝛ dannen dench kaub an. Die ſpinnen habend ein gemeinen bꝛauch/ daß die iunge die můt-9 der toͤden/ etwan auch den vatter/ woͤlliches die Scoꝛptonenn auch thůnd.% ſeolliches thůt der ſpeyß großer mangel. dann es ſeind kalte vnnd verbünſtt1d ge thier/ ſo jhnen foͤꝛchtend. ſte thůnd auch an dem ſelbigen recht/ dann dieer ſelbigen habend jhꝛen elteren auch alſs gethon. Es iſt auch ſe olliches den an-va, deren thieren faſt nutzlich/ damitt das diſe ſchedliche ſpinnen nitt gemehꝛetf fe pdperdend. es iſt auch natürlich/ weil ſie mitt einem ſollichen gemůt von den10 teren erboꝛn. Sy lebend nitt lang/ wie auch die Scoꝛpionen/ villicht außß geleicher vꝛſach. darumb lebend die ameyſſen lenger/ woͤlliche man glaubtein fliben oder acht iar alt werden. 84 en ameiſſenn iſt ein thierlin feind/ woͤlliches den kleinenn krautwür-5 ehen geleich iſt/ alſo legen ich deß Alberti woꝛt auß/ der ſolliches ſelbs ge-5 ſehen hatt. Es machet jhm inn dem grobenn ſand ein grůbenn/ wie ein177 albe kugel/ inn woͤllicher obereſt ein kleines loͤchlin iſt/ auß woͤllichemß 2 vnuerſchenlich die ameyſſenn anfallet/ vnnd friſſet die. diſes nennet der15 Albertus Foꝛmicaleon. e 81 5 Alſo ſetzet die ſpinn eigentlichenn den fliegen. Die fliegen oder mu-5 gen/ wann ſie groß ſeind/ geberend ſie weiſſe eyer/ vnnd ſetzend ſie an ein5 0 wartzes oꝛth/ wann ſie aber klein ſeind/ bꝛingend ſie ſchwartze eyer/ vnd1 n nsend ſie an ein weiſſes oꝛth/ vnnd verwarend die wol. doch wirt vonn de-0 di bees geſchlecht nitt gemehꝛet/ ſonder auß den würmlinenn/ ſo faſt wie775 ſcheraupenn oder krauttwürm ſeind. Man ſagt daß inn den Occid en tali-15 1 koen Indien in dem land Darienen/ fliegende wentelen ſeyend. Es iſt auch5 dem wunder daß etwas der gleichenn entſtande Dann es kommend15 nuch bey vnns vnder denn kreütteren zwey kleine thierlin harfür/ ſo dennaf wentcrelen faſt geleich ſeind. das ein an dem geruch oder geſchmack/ vnnd25 085 ander geſtalt/ das ander aber an der geſtalt/ vnd nitt an dem geruch.0 de 315 keines der wenntelenn arth/ ſo man acht recht vonn der ſach re-i ü 98 8. 5 f0 mae ditt vnnd ich aber widerumb vnnſerem fürnemmen kommen45 ge/ iſt gar kein thier/ ſo harfür kommet/ das vns nitt nutzlich ſeye. Die

R iii ſpinnen