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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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P o

ece Von mancherlep wunderbaren

natur /habend ſie vyl waͤſſeriges geblůt/ vnd alſo das blůt auch. es werd9

auch weder gefider nach ſchůpen darauß/ darumb můß es nothalben ſonvon jhnen/ darzů bedarff man aber der nieren vnd blaſen. die nieren ſeinin den fiſchen zertheilet/ wie auch in kinden/ dann die ſchwache werme maſonſt die weſſerige feüchte weder verteũwen/ nach von einanderen ſündren. Es hatt aber kein gefidereter nach ſchuͤpechtiger/ nach die ſo mit ſcha-len bedecker/ nieren/ dañ die ſchnecken/ wiewol man an etlichen ſolches nitwol vermercken mag. dañ weil die voͤgel wenig trincken/ wenden ſie allen fſerige feüchtigkeit/ ſo verteüwet/ den federen/ darumb ſcheinen die feren an voͤglen/ die haar aber an den vierfuͤſſigen thieren nit. Die voͤgel ticken aber darumb wenig/ weil ſte kein blaſen haben. dann die eingeſchloſſenfeüchtigkeit/ wurde ſie etwas an dem flug ghinderet haben. was aber d niren maͤnglet/ hat auch kein blaſen. ob aber wol die voͤgel kein blaſen/ habenſte doch etwas ſo den nieren gleich foͤꝛmig iſt/ bekomme. Doch verſthet medurch ein blaſen nit nur ein ding. dañ alle fiſch/ voꝛab die in flieſſenden 10

ſeren lauffend/ weil ſie in einem ſchwecheren waſſer wonen/ habend ein ble

ſen/ ſo vollen lufft iſt/ vnd nach deß leibs pꝛopoꝛtz gꝛoͤßer dañ die meerfiſc

Die Loliginen haben dinten bey jhnẽ/ vnd ein maul/ ſo an dem einem oilheiner federen/ am anderen einem ſchꝛeibmeſſer gleich iſt. darũb wirt er voden Venedigeren ein Calamarien oder ſchꝛeibfiſch genennet. dañ alſo heiſen ſie in jhꝛer ſpꝛach ein ſchꝛeibzeüg. es haben die Sepien auch dinten.rohen. ¶Sonſt haben die Polypen vnd vylfuͤſſige blachfiſche in wunderbare 5ſtalt/lebẽ ſitten an jhnẽ. es ſeind diſe alſamẽ blůtloſe thier eines 15tzen leben/ vnd wirt doch ð Polypus zimlich groß/ vnd faſt ſtarck Seine,ſtalt iſt wie der Araneen vnnd meerſpinnen/ wañ ſie am groͤſten/ magſie mit den kleinẽ vergleichen. jhꝛ leib iſt den meerkürpſen nit vngeleich⸗ 15acht fůſſen/ ſo faſt alle weich/ vnnd manglet jhnen doch kein entpfind 0keit. ſein hürnen maul iſt deß Pſittachen ſchnabel nit vngleich/ in woͤleh⸗ 6ein große ſtercke/ vnnd iſt das oꝛth/ da er den wůſt von jhm thůt/ nitt we 5von dem maul. Die fůß ſeind mit einem doppleten haar⸗ ſo oꝛdenlich an 0 5anderen wie die geſchir: ſthond/ wol verwaret/ vnd werden mitt man.ley haut bedecket. darumb meinet man ſie verenderen jhꝛ farb/ wann ſie 05zůſamen zeühen oder von jhnen laſſen. die augen ſthand bey den cirren v erkrũen haar. wann man diſen ſchon in hundert ſtuck zertheilet/ behalte 6doch ſein ſchlechtes leben gar lang. das meñlin wirt nach dem beyſchlaf 555der vermiſchung alſo ſchwach/ daß er harnach auff dem ſand ligt/ vnnd ſefiſchen raub wirt ſolliches beſchicht dem weiblin nach der geburt/ wann iejbꝛe eyer/ wie der kammen beer hatt/ von jhꝛen legt/ vnnd werdend alſo d fbeid nit über zwey iar alt. wann ſte diſe alle wol beſchlecket/ tregt ſie di⸗ 0ſamen. Sy hatt an dem oͤlbaum vnd feigenbaum große beluſtigung⸗ dodeſſen von der frücht wegen. 17Es iſt nach ein dꝛitte art ſo einer dickerẽ ſubſtãtz wolgeſc chmackte ehche man gedoͤꝛret in die troͤg behaltet/ Oſmichen neñet/ ſo d nk 210heit reitzen ſoll. deßhalbẽ werdẽ diſe etwas geiler/ ſo mit dẽ geſalbet werd 0alle Polypen habend ein hert fleiſch/ domit ſte nit von den waͤllen gernelet wurdend/ wann ſie ein weiche haut hettend. ſte hangend alſo hert anſpeiß/ daß ſie ſich ehe lieſſen toͤden/ dann daruon reiſſen. N ls dieEs ſeind auch etliche fiſch faſt nur deß weiblichen geſchlechtes⸗ 5 fl