2 8 5 7212ſachen/ Das zehend buͤch. cccelixereweyß/ wann man die dürꝛen wurtzlen oder bletter mit dem ſaamẽ laßtuff tag einbeitzen/ darnach ſeüdet. man můß aber hie das waſſer faſt al-es einſteden/ zůletſt außtrucken/ vnd widerumb als dick wie der honig iſt/fe en. Wie ich etwan in vl pfund tauſetgulden kraut waſſer vier pfundtkngeſottenn/ hab ich dꝛey vntzen des beſten waſſers geſamlet⸗ doch nitt oefftig ʒů purgierẽ/ als etlich anzeigen/ dann ein quintlin mocht nit ſtůlgang bꝛingẽ/ doch iſt diſes der aller feineſt weg. Es habẽ aber etliche ein be-ſondere weyß. dann auß dem holder blůſt/ ſo in mitten des Meyens biß zů1 ꝛzaͤchmonats vnder die erden vergraben/ vnd demnach an die Son-en gelegt/ zeücht man alle tag oͤlherauß. diſes thůt man inn ein gleſen gelhre rotfarb/ hatt ein ſcharpffen vnnd ſtarcken geſchmack/ doch iſt esgar ſchoͤn. Das hartz leütert man alſo/ wie das galbanum vnnd andersan bindet es inn ein rein tůch/ vnnd laßt es inn heiſſem waſſer ſieden/ ſob. iſſet das reiner herauß. Wann man das honig(wie ich erfaren) in ein
ei
ſug t geſchirꝛ thůt/ ſo wirt es an dem dꝛitten theil leüterer/ ſchoͤner⸗ vnndle does 190 55 mit einem loͤffel allgemach obenherab nemmen. dann0 n das jrꝛdiſch lang gehanget/ ſetzet es ſich zůletſt an bodenn. darumbtaltbicht daſſelbig auch in dem wein/ vnd anderen flieſſenden feüchtigkei-mile woͤlche nitt bald verderbend/ oder voꝛ der ſcheidung/ wie dann diech thůt. 5
Von der Alcheme, Das li Capittel.
(Rey ding můß man inn der Alchemey wiſſen. was man wün-Nen 325 hoffen vnnd wie man diſes ſo man hoffet/ be-05 om̃en moͤge. das erſt iſt zum theil leicht/ vnd ʒum theil ſchwer/A das dꝛit iſt am aller ſe chwereſten/ das ander iſt in diſer beiden miſol fte geſtellet. dann es ſeind ſo vyl ding die man billich wünſchenle daß man ſte nit erzellen mag/ doch ſeind ſie vns vnbekant. Hargegenb. t ein yeder wünſchen/ daß er koͤndte gold oder ſilber machen/ oder auß ante en metallen zůwegenbꝛingen/ oder edel geſtein machen/ oder die ſchlechin koͤſtliche verenderen. was aber auß diſem beſchehen moͤge/ iſt faſtb wer zůwüßen. wann wir aber diſes ſchon wüßen/ iſt nochſe chwerer zů er-Waun wie dises bollezzäghen. Parumpſollend af die ert ſeten daßnatparheit iſt nammlich daß vyl ding verborgen ſeyend/ nitt allein in derth 1885 ſonder auch künſtẽ/ voꝛab diſer kunſt heimligkeit/ welcher groͤſſerD f diemenſe chen gar bald reich machẽ moͤchte/ ſo bald vñ es eroffnet were.dit man aber diſe ding in ein rechte abt heilung bringe/ dienend etlicheſteit I woluſt/ die andele zů dem gebꝛauch. Jů wolluſt gehoꝛen die edel ge-tien beßere metall/ zů dem gebꝛauch aber die farbe der geſchirꝛẽ mate-geſt vnnd anders der geleichen/ die man kaum erzellen mag. So nun diſesdal mag man dꝛey ding bey einer yeden gakktutg erdencken. vnnd deß-göſren auch hoffen. namlich daß ſie eintweders werden welches dann dasdall. oder geleuteret/ oder garauß gemachet. dz 55 vnder diſen iſt der G enigen halben ein gꝛoßer zweyffel/ vnd noch vnbekant. doch mag es in we-riſtfa
merlich beſchehen/ als wir angezeigt habend. das ander vnd dasfaſt ein ding. Wie das ander/ alſo iſt auch faſt das dꝛit erfunden ʒů8 Qq jj der beſten