Buch 
Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
Entstehung
Seite
DXIX
JPEG-Download
 

aalen vnbewenke landeſchafft ſo llet en nach lvj grad. Zeuch nach etwasmeh dañ den halben theil daruon/ für die meer/ ſee/ vnd flüß/ ſo beleibend

den pfützen vnd berg/ ʒů woͤlchen man nit kom̃en mag/ ſo bleiben vierwentzig grad /woͤlches der deittheil von zwey vnd ſiebentzig gradẽ iſt/ woͤl-de wir für den gantzen vmbkreyß geſetzt haben. Wañ nun ein landtſchafft

zurgeſtellet als namlich Franckreich/ ſo můſſen wir deren landtmarchẽ auffunt circkel bſchꝛeiben/ nach der Graden bꝛeitte vnd lenge/ vnd die ſelbigenſaſamen ziechen/ als in dem anderen exempel/ mit hilff der taflen/ vnd di-zo allenthalben in dem vmbkreyß. demnach hauw ich in der mitte ein gro-en eirckel auß/ vnd dz überbliben/ ſo in dẽ vmbkreiß auff das kleineſt außtheilet/ chůn daͤrzů/ damit ein großer circkel gemachet werde woͤllichesmidiameter du nach der graden bꝛeitte meſſen ſolt. Alſo iſt Sranckreich vaden vnd vier vnd zwentzig minuten/ mit diſen haſt du auch in der tafelga mbgewanten ſchooß ſechßzehen minuten/ deßhalben ſůch wie groß dgantz ſinus oder ſchooß gedoplet ſeye/ das iſt zoo minuten/ vnnd iſt einebu 456, alſo groß iſt der gantz vmbkreiß in Franckreich. Deßhalben iſt es dundert vnd fünfftzigeſt theil der gantzen bewonten welt.

Von der occultacion oder verberg kunſt,Das lyj Capittel,

8 Je verberg kunſt ſthet in dingẽ/ gedanckẽ deß gemuͤts⸗ geſcheff-ten/ vnd bedeüttungen. Man verbirgt etwan ein handel durchPing ſo einanderen geleich ſeind. dañ die gleichnuß iſt ein vꝛſachN 2 der vnwüſſenheit/ wie ein vnderſcheid der erkañtnuß. Doch ha-md ben wir von diſem in bucheren der Subtiliteten gehandlet. aberwan mernuſſen deß gemůt/ oder anderẽ gedancken verbirgt man ein ding-n das angeſicht geendert. wie der ſagtf Das angſicht ʒeiget ein hoffnung an:/a Denn ſchmertzen truckt man ins hertz hindan. 5walder die gſchefft verbirgt man ʒů erſt/ wann ſich ander leüth deß annemmi! vnd wañ man nit der geleichen thůt/ vnd wañ wir allein heim lich da-ſondombghend. Weil aber diſe vngewůß/ iſt nit von noͤtẽ daruon keden-ſer ger woͤllend den heimlichen bedeüttungen kommen. Wir zeigend vnmůt auff zwen weg an/ mit der ſtimm vnd der geſchꝛifft.le Edaten före chere werft ond wann map dife te nenn weg ſauchvngfeug ewon dabey. Demnach mit murmlen oder leyßreden/ woͤlches gariſt Lerlich/ voll argwon/ vnnd offtermalen vꝛſach eines eGr um dꝛittenn durch ein vnbekanndte ſpꝛach⸗ als mitt den dateiniſchenbindebiſch/ vnnd mit den Welſchen Teütſch. doch iſt auch ein argwon dar-andes vnd nit faſt fein. Zům vierten mit wincken⸗ als wann ʒwey mit eindurchen ſchimpffen aber ſolches iſt ſchanclich vnd ſpoͤtlich. Jem fünfftenDie pot ſo etwas anders anzeigẽ/ woͤlcher weg den lotteꝛsbůben geheim.affe raliener nennen diſe ſpꝛach Calman/ vnnd die Teütſchen Rotwelſch.oiſe můß man lang acht haben. wann aber yemand 1 7 vecht bꝛaucht-l* iimag

5

Ni.

ſtim̃ oder red verbirgt man auff ſiebẽ weyß. erſt mit abweſenheit. da zrerber