Buch 
Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
Entstehung
Seite
DLXXXV
JPEG-Download
 

.

ü ſachen/ Das dꝛeizehend huͤch. dlrxxbhan mag ein geſotten honig/ ſo angenem ſenffte ſtůlgeng bꝛingt/ in onen be-einem ſauberen geſchirꝛ gantz lauter alſo zůbereiten. man růret jn für vnd wfür mit einem holtz. wann er zaͤch vnd diet woꝛden/ ſo zeücht man den in ei-nem eyſen oder holtz/ ſo mit oͤl geſalbet/ ring vm̃ wie den dꝛeyten zuckervauch alſo geſotten vnnd geruͤret woꝛden. dann nimmet man diſen herabvnd ʒzettet jn auff ein ſtein ſo voꝛhin mit mal beſf pꝛeget etlich theůnd ʒůlerſtpfeffer /oder eniß /oder zimet dar. ich hielt den weiſſen imber am beſten.och ſoll man ſein wenig bꝛauchen. Es gehoͤꝛt auch hiezů was man behal-tet /ſo ein gůten geruch/ oder am geſchmack/ oder anzůſchauwen angenemeind. nimb ein exempel an den früchten/ welche wir an anderen oꝛthen ge-ernet einbeiſſen in honig/ oder in zucker. Deßhalbẽ behaltet man die pfer-g oder Pomerantzen/ oder kriechen vnd anders der geleichen/ voꝛab in hitigen landen/ weil die gantz wol erzeirtiget/ oder ehe moͤ gen dürꝛ dann faulerden. vnd darumb auch im ſom̃er/ wan man ſie an einem trocknen vnndeiſſen ſommertag an die Sonnen zerſchnitten legt. dañ beſtreicht man ſtegemach mit einem Juleb/ das iſt geſotten geleüteretẽ zucker mit waſ-er/ biß der geſthet/ vñd an der Sonnen trocknet. dann beſtreicht man diſewider/ biß das ein herte rinden darumb wirt/ vnd die waͤſſerige feüchte ſichdar verzeert/ darzů auch des zuckers ſubſtantz allenthalben darumb ghet.diſes erhaltet/ vnd am geſchmack gar lieblich machet. man nennet diſe can-da oder weiß. ſie ſeind auch hert/ vnd der mertheil/ wann man recht mittvmb geth/haͤl vnd durchſichtig. 2 5 1Der Neyſer Galienus iſt in aller ſeiner regierũg ein exempel deß wolluſt olan volEveſen ja den ſelbigen biß der verachtung miß bꝛaucht. dann alſo ſagt utdeueltus von jm. In dem ſommer hatt ein gemach vs roſen bereitet/ außpff len ſchloͤſſer gemachet/ die trauben dꝛey jar behalten/ in dem kaltẽ windb gdelonen dargeſetzet/ angezeigt wie man den moſt ein gantz jar behalbar dar zu grun feygen/ vnd friſche apffel auch auff andere riſch geben. Erart allwegen die diſch mit guldenen diſchtuͤcherenn bedecket/ hart geſchirꝛ100 edlem geſtein gemachet. Alſo hatt man auch etwas in dem ſchantlichenfl erfluß das loblich geweſen. dañ ich lob ſein hohen verſtãd/ aber der überu vnnd ſein vꝛtheil gefallet mir nit. es iſt gar fein geweſen/ ſe olliche ding0 gen behalten vnd darſtellen/ abeꝛ vnloplich diſe bꝛauchen/ vorab einemlichen Fůrſten/ ſo ſeinen vatter in Perſten in gefangenſchafft gehabt.ſtarr an machet an geruch vnd farb einen lieblichen Jule/ wann man anHatt der waſſeꝛen/ blůmen die in der Sonnen gedoͤꝛret mit zucker geleü-lit arein thůt. Man machet auch auß beyderley kirſen wein/ die ein liep-chen geſchmack habend/ aber nit langwerend ſeind. 5ein ain hatt die gemaalte faͤl oder ledeꝛ ſo an die wend geſpannen auch für 79 biergold eln ſt ges iſt auch nicht luſtiger. Gdan mag ſte mitt einer beſtendigen Eilden.den arb alſo bereiten. nim̃ leinol/ ſandaꝛach oder bergroͤte ſo in ertzgrů-vnd undẽ/ bech/ vnd ſafftan alſo daß des oͤls dꝛeymal als vyl wie des bechſtü ſandarachs ſeye/ aber deß ſaff:an der zwey vund ſtebenzigſt theil diſesdd urcheinander/ vnd thůn als vyl aloes wie des bechs iſt/ darund⸗ lagmen du es nit aubrenneſt. Wann du an ſtatt des ſaffran des gilgen ſaa-mit o in allem blůſt iſt⸗ darzů thuͤſt/ iſt 5 noch beſſer. dann kleibt mangen em weiſſen von eyeren/ die ſilber oder bley blatt an/ vnd ſchürtet voꝛmelte zůſammenmiſchung darüber/ vnd chůt es an die 0 iä 8 on den