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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DLXXXIX
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ſachen⸗ 5 Das dreizehend buͤch. dlrxxir

gend wir wider auff vier weg bekom̃en. auß eigenſchafft der matery/als die

hurpur kernen gebend ein vnuollkemmere dann die rote erd vnnd hyacin-chen. darnach mit vermiſchung. dann die mittel farben( wie geſagt) werdenvon den auſſereſten zůſamen geſetzet, alſo auch was vonn metall kommet/als der alaun hat ein beſtendigkeit/ gleichheit/ vnnd glantz/ dann er fuͤretdie farben hinein. demnach mit kochung. dann es iſt nit ʒů glauben was di-es in allen dingen bꝛingt auch durch verzug vnnd zeyt/ es ſeye in der wer-mung oder temperierten ferbung/ oder wann man es dꝛücknet/vnnd es anden lufft ſetzet/ dann man můß ein maaß halten. 5

Es ſeind aber fünff fürnemmer farb die grůne vnnd blauwe ſeind diebüpſcheſte⸗ die eine hatt der kreütterẽ/ die ander deß himmels lieblichkeietdarnach an krafft/ vnnd die an dem end ſthet/ als weyß/ ſchneeweyß/ vndglantzet/ woͤlliche alle farben übertriffet. wann diſe auch nit ſo bald maaſenüberkeme/ were nicht ſchoͤner od froͤlichers zů dẽ kleiderẽ. Auff diſe ſchwartzan erbarkeit vnnd dapfferkeit. doch begert diſe farb lange kleider. ſie zeiget

uch leyd an/ vnnd iſt ein voꝛbild vnſerer toͤdtlichkeit. ſie machet auch mitt

vergleichung die leib erwas weyſſer die bꝛandſchwartz iſt am aller komlicheen ʒů diſem handel. die fünfft iſt pur pur vnnd feüwꝛfarb/ woͤlliche in mitten der zweyen auſſereſten farben iſt. vnnd weil ſie von beiden geleich weyt-einet ſie gar faſt/ vnnd machet froͤlich. es bezieret auch die eh der purpuꝛarb. auch von der gleichfoͤꝛmigkeit mitt dem blůt⸗ zündet ſie die gemurterin/ vnnd hilfft den bleichen leüthen. dann ſie iſt ſo krefftig/ daß ſie auch o-en auff die nechſten coͤꝛper tringt. i„l Deßhalben iſt ein metalliſche vnd gegrabene matery in der gruͤnẽ farb-die zů dem gemeld gehoͤꝛet/ aber ʒů dem ſchꝛeibenn/ die beſte vnnd ſchoͤ-

e ſpongruͤne/ woͤlche mit der gruͤnen galloͤpffel gediſtilliertem waſſer/ vñein wenig eſſig/ zů kügelin gemachet/ vnnd dann gederꝛet wirt. wann man

ie bꝛauchen will/ zerlaſſet man ſie in gleichem waſſer/ vnnd thůt Arabiſchumme darzů. es iſt auch faſt ein gleiche rechnung in anderen dingen/ dem

ß vnnd gebꝛauch nach.

Aſs iſt auch in metallen ein exempel genůgſam ein ſilber farb zů mache, dl fl

vimb deſſen dünn geſchlagen blech/ vnd zer laß es in queckſilber auff diſesdeüß ein waſſer von glaß vnd alaun/ ſolliches rür mit einem eyſenen zeigelurch einander. dann laß diſes in ein ſeüdend oͤl/ vnd zünd es ob einer glůtlardiſes loͤſchet man wider mit harn/ in woͤllichem weinſtein vnnd ſaltz ʒeralſen ſeind. dann leütteret man es. darnach duncket man es wider in gemelede feüchtigkeit/ thůt auch das ander alles oꝛdenlich wider.

Wann man wullen/ ſeyden/ gebein/ hoꝛn/ vnnd holtz ferbet/ ſo begeüßtman es voꝛhin mit alat. diſes thůt man mit werme/ oder in langer zeyt/ od

10 ſubteylenn waſſer. darumb vollbꝛinget das ſcheidwaſſer diſes geleich/ dar-

ach det eie/ voꝛab wann er geſotten iſt. dann der alat iſt ein mittelF) ĩged onnẽ od bachoffen doͤꝛret/ behalte ſie ihꝛ farb/ geruch/ vñ krafft vyl lenleihe d af ſo es an de ſchatte beſchicht ſo ver: man ſte nit zů lang darmen be585 laſſer/ ſond von ſtundan/ wañ ſie gedoͤꝛrer haraüßgezogen werdẽ. dañwol angwirends verzug/ ehe dañ die weſſerig feüchte verzeert/ wirt die/ inchel der alle krafft vnd hüpſche ſthet/ faul. alſo verderbẽ ſie vñ werdẽ ſchwe

r diſes ſoll man auch von den bletteren/ früchten/ vnd 2 5 1 50