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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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ſachen/ Das vier zehend buͤch. dreireyß waar ſagen/als die Architectur vnd bauwkunſt. dann es iſt ein re-nung etwas erwelẽ vnd voꝛhin an ſagen. Als namlich wañ man einmauren in gewiſſer oꝛdnung ſteyff bauwen ſoll /als wañ ſie au ffrecht ſthet/ann wann ſie nit auffrecht iſt/ mag der bauwmeiſter ſagen/ ſie werde fal-en. Alſo ghet es auch mitt den laͤſten vnnd groͤße der ſeülen/ darʒů mitter matery vnnd dicke an ſchwyboͤgen doch iſt in diſen fünffen ſo ein gewüſe rechnung/ daß man ſie biß hiehar faſt allwegen für heilig gehalten. Ob a-der wol diſem alſo/ vnnd kein zweyffel daruon entſtanden/ wellen wir dochvon diſer waarſagung nicht handlen.Darumb ſoll die frag von denen ſein/ ſo auſſerthalben nateürlichen vꝛſachen erfunden/ als wann ʒzwen mit einanderen kempffen ſolten. weil auchoffenbar daß etliche am gericht ʒů meh: malen irꝛen⸗ iſt auch bekanndt daßindere woͤlliche das widerſpil haͤlten/ recht wurdẽ rathen oder waarſagen.s bꝛauchet aber die natur allwegen widerwertige ding. Wann nun etlichdoꝛhanden/ ſo von jnen ſe elbs jrꝛend/ werden auch etlich ſein ſo war ſagend.eßhalben iſt gewüß daß etlich voꝛhanden/ woͤlliche auß nateürlichem an-

Alben recht von zůkünfftigen dingen vꝛtheilend/geleich wie auch etliche ʒů

allen zeyten geſund/ etliche die gar wenig/ oder gar nicht durch der naterenich verletzet werdend/ vnnd auch alſo in anderen dingen.Doch ſeind diſe nitt allwegen dermaſſen geſtaltet/ auch nit in allen zweyf

felbafftigen dingen/ ſonder in etlichen ſagend ſie eigentlich die waarheit/ in

Fetbalg

deren aber gar nicht recht/ dañ ſie thůnd diſes nit auß kunſt/ ſonder vontur. doch wirt gůt ſein daß man von diſem auch an ſeinem oꝛth rede. Weil

zn nun bekañt/ dz die waarſagung in dꝛeyen dingen ſthet/ iſt nach überig

Ju erfoꝛſchenn ob auch ein heimliche weyß ſeye ʒů waarſagenn/ woͤlliche derunſtlichen etwas gleichfoͤꝛmig. Dann die goͤttliche anzeigungen vnnd dieJybillen bedeüten etwas mehꝛ/ dann die von natur vnnd on gefahꝛ waar-ſagen. dann diſe zeigend allein an was beſchehen oder nitt beſchehen ſoll.s zeigend aber die Sibyllen an/ warumb ſie wiſſend was beſchehen ſoll/nd durch was beſondere krafft ſie ſolches erlernet.Solliches anzeigung iſt/ das Juſtinus der Philoſophus in der heidenfubanung ſpꝛicht. darumb woͤllend wir diſe/ ſo waarſager genenner/ recht575 goͤttlich halten. dann wir werdend diſes nitt on vꝛſach thůn/ ſonder ſie˖ vgend w aar auß anblaſenn vnnd beſitzung Gottes/ dieweil ſie große vnnd1 ylding voꝛhin anſagend/ vnnd wiſſend aber nit was ſie redend. Deß Pla-8 nis woꝛt in Memnone legt er alſo auß. er hatt eigentlich vnd klarlich auffio Sybillen weyſſagung geſechen. dann diſe handlet nitt wie die Poeten-15 hatt gewalt ihꝛe verß coꝛrigieren vnd außzeſtreichen ſo ſie geſcheiben/die dann den ſelbigen ʒůgehoͤꝛt. wann ſte aber etwan angeblaſen/ ſo ſagt ſieae ding die weyſſagung gehoͤꝛten. wann diſes auffgehoͤꝛt/ hoͤꝛet auch diechtnuß auff deren dingen ſo geredt warend..vn Niſes iſt auch die vꝛſach/ daß inn Sybillenn verßen kein rechte menſur

ſieg e rechnung gehalten woꝛden. dann wie ich Cumis geweſen/ hab ich di

oſelbs erfaren auß denen ſo es geredt hand/ woͤlche auch das oꝛth angezeiwo ſte geweyſſaget/ darzů den ſarch auß ertz bereittet/ da ih: gebein be-alt ren. Vnder vyl anderen haben ſie auch diſes angezeigt daß ſie von jrenlich oꝛderenn gehoͤꝛet/ daß diſe ſo die weyſſagung auffgeſe chꝛibenn/ gemein-vngeleert leüch/ vnnd alſo an vyl oꝛthen in verßen geirꝛet. vnd 0 end

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