Buch 
Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
Entstehung
Seite
DXCIII
JPEG-Download
 

ſachen Das vierzchnd büch. drei

den. es zeiget auch Sant hieronymus an/ daß er an etlichen oꝛthen nit mitder ſiebentzig dolmetſcbung ſtimmet. wann man diſe von dem heiligen geistkageben wee nit allein dorechtig anderſt dan diſe halte ſonder auch Gorieden lastauch es habend die Dollmerſchen in ſiebentzig tagen diſes geſchefft außgericht/ vnnd von ſtundan reichlich begabet wider heim geſchi-et woꝛden. Es ſeind auch etliche die vermeinẽ/ daß jren vyl minder in ei-nem yeden ſtammen Iſrael ſeyen/ woͤlches dann auch der waarheit gemeß.des ſtaach vendita nach aim eeiſtel Eleazart vorhanden. Torr wöllen,er von diſem vun derzeichen laſſen, dann ob es ſchon waar gehoret es dochves vnſerem fünnemmen/ dteweil vnſer frag iſt/ ob auch ein nateürlichevꝛſach in dem weyſſagen ſeye. dann ſo vyl den Goͤrtlichen gewalt belanget-zweyffterntemand Als mich meine widerſecher an lle bar ededen daß ich vyl in de traum geſechen/ wöͤlliches ein leinen vnderſcheid vonen nee e ehabt. darzů etliches auß beſonderẽeingeben/ damit ich von gegenwirtiger gefahꝛ 1Demnach auch erliches durch das looß Dann als Furtzlich mir einer verſpaochen/ſ⸗ d meinem namen nit faſt günſtig⸗ ichen beim 1 0 5

n dem verſchlagenen harn(ich hat aber ein treffenlich gůttes) welte er ver

ſchaffen daß ich berůfft wurde/ ſo veerꝛ vnnd ich jm das heimlich ſtuck woͤl-

deoffen baren. da treib mich die ehꝛgeittigkeit vnnd begir deß gewüns/ wie e wer wan

e%ann der menſchen bꝛauch/ ich ſolte es thůn/ aber mein eigene natur wz da:ider/ deß halben ich nit wüſſet wie ich mich halten ſolte/ vnnd entpfal denandel Gott. Alſo that ich die Bibel auff/ vnd kam mir ongefahꝛ diſeꝛ textnuß dem Jeremia für. Alſo ſpꝛicht der herr/ du ſolt jm ſagen/ Nimb warwas ich gẽbauwen hab zer bꝛich ich/ vnnd was ich gepflantzet hab/ reyß ichauß mitt ſampt diſer gantzen erden. vnnd du ſůchſt große ding: du ſolt esaber nit thůn/ dañ es ſpꝛicht d herꝛ/ ich will ein große plag über alles fleyſchren/ vnd will dir dein leben an allen oꝛtẽ ſchencken/ wohin du keerẽ wirſt.Der dingen kamend mir vyl eigentlich. Deßhalben was ich erſchꝛocken/vnnd ob ich wol dte feder in die hand genommen vnnd angefangen ſchꝛei-ben/ hab ich es doch ſthen laſſen. aber der kranck iſt am dꝛittẽ tag geſtoꝛben.ann ich nun jm gangen/ wurde mein heimlich ſtuck allen meinen fein-n ſein offenbar woꝛden/ vnd ich verſpottet geweſen ſein. Wañ aber etwasn Gott kommet/ warumb iſt es ʒeyten nit waar! wann es von einẽ an-eren /warumb iſt es der mehꝛtheil waar: 55 3Es beſchehend auch alle vnſere werck/ als wann einer das ander anruͤrt-nd auff einanderen volget/ ſie ſe eyend dann von Gott. dann der weyß fa-rer von einẽ dem anderen/ vnnd letſt biß in das end/ alſo ſicht er auchbekünfftige ding vnnd radtſchlaget von jnen. Wie mag man dann auſſertdulben Gott weyſſagen! Dann es ʒeiget Plutarchus in dem bůch/ Warum̃ie oͤttliche weyſſagung auffgehoͤꝛet/ an daß die krafft weyß ſagẽ vonſe erden harko mme. dañ wie von dem wein ein gewalt in wendig entſthet/alſo anderen die daͤmpff der erden auch das gemůt. damitt von zweyen din-5 diſe bewegung entſtande/ nateürlichen/ vnnd von dem dampff. Alſort das gemuͤt durch diſe zwo bewegung vmbgetriben waarʒeſagen. wann 8er gewalt/ ſo von dem dampff kommet/ etwas krefftiger/ treibet er das gefvent Verß machen vnd zeweyſſagen. wañ aber das gemůt nit geleert nacherſtendig die verß machen/ als in Apollo oder Sybillen/ ſo machen ſieDD in vngereimbte

ſegen.