weyſſagung
nutz barkeit.
de Pon mancherlei wunderbaren
Der ander weg iſt daß du mit gebett anhalteſt/ damit du diſes nach wo
lichem du fragſt/ in dem traum vernem̃en moͤgeſt. Von diſem iſt weytleüf-ig in den bůcheren von den treümen durch mich gehandlet woꝛden.
Der dꝛitt weg/ daß du eines kinds oder tꝛagenden frauwen gemůt datreibeſt. dañ eines kinds entpfindtliche ſinn(wie gemeldet) ſeind überwuden/ weil ſie gar ſchwach/ durch das gebet vnnd deines gemůts bewegungalſo daß ſie deß kinds gemůt rein beleiben laſſen/ in woͤllichen dann erſe chei-nen deß hoͤchſten verſtands geheimnuſſenn es ſicht auch deß kinds gemin einem eimer mit waſſer was zůkünfftig/ gegenwirtig/ oder vergange
Der viert weg iſt/ wann wir diſes ſelbs in auffgehenckten ſteinen ſeche
woͤlliche ein krafft habend das gemůt zů bewegen vnnd die entpfindrl-
ſinn doll zů machen. dañ wañ das gemůt rein woꝛden/ nimmet es bald vo
dem hoͤchſten gemuͤt zůkünfftiger dingen bildtnuſſen/ als ein ſpiegel.
ům fünfften beſchicht es/ wan man in ein klufft oder hüle ghet/ als vo-hin von Trophonien geſagt iſt. g 4
Es mochte aber yemand ſagen/ warzů iſt die waarſagung nutz: dañ waſte falſch/ iſt nicht vngereimbter. wann ſie aber waar/ vnd von zükünfftig,übel/ bꝛinget ſie kein nutz/ ſonder allein foꝛcht vnnd traurigkeit/ dieweilkünfftige ding nit moͤgend abgewendet werden. wann aber das zůkün 110gůt/ wirt es auch beſchehen/ wann wir ſchon nicht daruon wüſſend/ alſo 5wir kein nutz daruon habend. Auff ſolliches antwoꝛten ich nit/ wie zů delAſtrologiſchen weyſſagung/ weil diſes allein můtmaſſungen/ vnnd ſich⸗.deren moͤgen ſo ſte nateürlich ſeind. dann diſe enderet ſich nit /ſonder i.weders gar waar/ oder gar falſch/ wann das himmeliſch liecht nit zů gehe,geweſen. weil die him̃eliſche weyßheit nit irꝛen mag/ nach die goͤttliche 5ſechung betrogen werden. Sonder es iſt deren dingen wüſſenheit/ von 1ren wegen nutzlich ſo daran hangend. Als wann einer weißt daß er ſter 5 1ſoll/ mag er ſein teſtament oꝛdnen⸗ vnnd ſeine ſchulden einziechen · wa bauch auff gůten glauben beʒalet/ weil man jm ſe olliches nit leügnen da ff Kanzeigẽ/ dz es bezalet ſeye. Wañ jn ſoll ein ehꝛ anfallẽ wirt er deſter froͤlic 8 5hiezwiſchen leben/ vnnd ſich in widerwertigenn důfaͤlen minder bekümee,ren/ vnd ſich zů groͤßerer wirdigkeit bereiten. Wañ er weißt daß der n 15ein diebſtal begangen/ wirt er den von jm ſchicken. dann ob wol die weregung eigentlich von zůkünfftigen dingen/ gehoͤꝛt ſie doch auch zů gegentigen vnnd vergangenen/ wann ſie nach heimlich ſeind.
Alſo wie ich inn dem traum bin ermanet worden/ daß ich diſe bac2h hab
allen ſeltzamen ſachen beſchꝛeiben ſolt/ wußt ich wol daß ich ſie wurmachen/ vnnd hab alſo den handel troſtlich zů handen genommen e ichauch die gefahꝛẽ ſo ſich hiezwiſchen möchten zů tragen/ nit geachtet lwol an diſem werck zů mehꝛmalen verhinderet woꝛden. was geſ⸗ chehen 16das můß auch ſein. dann ob ich wol vyl bůcher geſchꝛiben/ wie dann in ſſenbuͤchlin von meinen eigenen bůcheren bekannt/ bin ich doch allein zů 0bůcheren/ vnd von den buͤcheren der Subtiliteten ermanet woꝛden anWann nun yemands ſagen/ es ſeyend auch die ding notwendig ſo dat chehangend/ vnd muͤſſen alſo beſchehen/ deßhalben ſeye die waarſag ung icnutz. antwoꝛtenn wir/ daß diſe ſo an der weyſſagung hangend/ nit 5 Luſelbs notwendig/ ſonder weil man das erſt erkeñet. als namlich daf dedoch
cullus glückſelig ſein wurde/ weil er große reichtumb bekommen fois ves
bin