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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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weyſſagung

nutz barkeit.

de Pon mancherlei wunderbaren

Der ander weg iſt daß du mit gebett anhalteſt/ damit du diſes nach wo

lichem du fragſt/ in dem traum vernem̃en moͤgeſt. Von diſem iſt weytleüf-ig in den bůcheren von den treümen durch mich gehandlet woꝛden.

Der dꝛitt weg/ daß du eines kinds oder tꝛagenden frauwen gemůt datreibeſt. dañ eines kinds entpfindtliche ſinn(wie gemeldet) ſeind überwuden/ weil ſie gar ſchwach/ durch das gebet vnnd deines gemůts bewegungalſo daß ſie deß kinds gemůt rein beleiben laſſen/ in woͤllichen dann erſe chei-nen deß hoͤchſten verſtands geheimnuſſenn es ſicht auch deß kinds gemin einem eimer mit waſſer was zůkünfftig/ gegenwirtig/ oder vergange

Der viert weg iſt/ wann wir diſes ſelbs in auffgehenckten ſteinen ſeche

woͤlliche ein krafft habend das gemůt zů bewegen vnnd die entpfindrl-

ſinn doll zů machen. dañ wañ das gemůt rein woꝛden/ nimmet es bald vo

dem hoͤchſten gemuͤt zůkünfftiger dingen bildtnuſſen/ als ein ſpiegel.

ům fünfften beſchicht es/ wan man in ein klufft oder hüle ghet/ als vo-hin von Trophonien geſagt iſt. g 4

Es mochte aber yemand ſagen/ warzů iſt die waarſagung nutz: dañ waſte falſch/ iſt nicht vngereimbter. wann ſie aber waar/ vnd von zükünfftig,übel/ bꝛinget ſie kein nutz/ ſonder allein foꝛcht vnnd traurigkeit/ dieweilkünfftige ding nit moͤgend abgewendet werden. wann aber das zůkün 110gůt/ wirt es auch beſchehen/ wann wir ſchon nicht daruon wüſſend/ alſo 5wir kein nutz daruon habend. Auff ſolliches antwoꝛten ich nit/ wie zů delAſtrologiſchen weyſſagung/ weil diſes allein můtmaſſungen/ vnnd ſich⸗.deren moͤgen ſo ſte nateürlich ſeind. dann diſe enderet ſich nit /ſonder i.weders gar waar/ oder gar falſch/ wann das himmeliſch liecht nit zů gehe,geweſen. weil die him̃eliſche weyßheit nit irꝛen mag/ nach die goͤttliche 5ſechung betrogen werden. Sonder es iſt deren dingen wüſſenheit/ von 1ren wegen nutzlich ſo daran hangend. Als wann einer weißt daß er ſter 5 1ſoll/ mag er ſein teſtament oꝛdnen⸗ vnnd ſeine ſchulden einziechen · wa bauch auff gůten glauben beʒalet/ weil man jm ſe olliches nit leügnen da ff Kanzeigẽ/ dz es bezalet ſeye. Wañ jn ſoll ein ehꝛ anfallẽ wirt er deſter froͤlic 8 5hiezwiſchen leben/ vnnd ſich in widerwertigenn důfaͤlen minder bekümee,ren/ vnd ſich zů groͤßerer wirdigkeit bereiten. Wañ er weißt daß der n 15ein diebſtal begangen/ wirt er den von jm ſchicken. dann ob wol die weregung eigentlich von zůkünfftigen dingen/ gehoͤꝛt ſie doch auch zů gegentigen vnnd vergangenen/ wann ſie nach heimlich ſeind.

Alſo wie ich inn dem traum bin ermanet worden/ daß ich diſe bac2h hab

allen ſeltzamen ſachen beſchꝛeiben ſolt/ wußt ich wol daß ich ſie wurmachen/ vnnd hab alſo den handel troſtlich zů handen genommen e ichauch die gefahꝛẽ ſo ſich hiezwiſchen möchten zů tragen/ nit geachtet lwol an diſem werck zů mehꝛmalen verhinderet woꝛden. was geſ⸗ chehen 16das můß auch ſein. dann ob ich wol vyl bůcher geſchꝛiben/ wie dann in ſſenbuͤchlin von meinen eigenen bůcheren bekannt/ bin ich doch allein zů 0bůcheren/ vnd von den buͤcheren der Subtiliteten ermanet woꝛden anWann nun yemands ſagen/ es ſeyend auch die ding notwendig ſo dat chehangend/ vnd muͤſſen alſo beſchehen/ deßhalben ſeye die waarſag ung icnutz. antwoꝛtenn wir/ daß diſe ſo an der weyſſagung hangend/ nit 5 Luſelbs notwendig/ ſonder weil man das erſt erkeñet. als namlich daf dedoch

cullus glückſelig ſein wurde/ weil er große reichtumb bekommen fois ves

bin