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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCXII
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dexij Von mancherlei wunderbaren

Die kelte iſt dem lufft alſo ſchedlich/ daß gemeinlich erſchꝛockenliche vn

fruchtbare zeit hernach volgen. deßhalben beſchehen diſe vnd andere derg-leichen grauſamen ding/ wann die circkel außerthalben der Soñen liecht-bꝛeit in dem ſchwartzen regen vnd wolcken geſehen werden. Es beſchichtauch von diſen oder anderen vꝛſachen der boͤſen daͤmpffenn/ daß faſt großevnd ſtarcke baͤum in den welden zůhauffen fallen/ die waſſer mehꝛ dann jegewonheit anghond/ die furchen zerꝛeiſſen/ vnnd treffenlich vyl leüt vnd

viech vmbꝛingend. wann auch der tieff ſchnee fallet/ mag man nitt meh

wandlen/ wann auch ein mechtige kelte darʒů kommet/ moͤgend die botten 0

weder hinderſich noch fürſich ghen/ vnd muͤſſend alſo erbermgklich erlig-

Es begibt ſich auch bey der Sonnen auffgang oder nidergang/ darzů bey

0 dem Mon daß man zwo oder dꝛey Sonnen oder gon ſicht/ vnd ob wol di-

ſes allenthalben/ begibt es ſich doch in diſen landẽ gar offt/ welche doch hel v

f

ter vnd langwirend ſeind. 15 N 9Alſo iſt diſer aller vꝛſach/ damit ich ſolliches mit wenig woꝛten wider affe dren/ wañ man es nach der natur vergleichet/ die dicke auffſteigẽde demp kvnd enderung des liechts. Dañ die ſchnee(damit ich auch etwas vonn dem 80handel anzeig/ weil die voꝛgende erʒellung/ vnnd diſes ſo ſich offt in Mit le

nache lſchen landen tregt/ vns zůuerſthen gibt/ daß es/ ein kleinen vn fderſcheid von vnſer trifachen Sonnen hiſtoꝛien hatt/ alſo daß ſte faſt ver 0miſcher iſt) machend das liecht mancherley geſtalt vnd groß/ vnd erfüllẽ vden lafft mit faſt dicken daͤmpffen. Alſo begibt es ſich daß auß diſen zweyen ilſtucken vylfaltige/ mancherley/ vnnd wunderbare geſichten inn dem luſſß h.erſcheinen. Alſo hargegen wann man diſe ding voꝛhanden/ zeigend ſie an iſdaß der lufft mit daͤmpffenn erfüllet/ auch inn mitten der hitzigen landen li

Wann aber der lufft dick woꝛden/ vnd mit mancherley dempffen erfülletVvolgend gemeinlich große regẽ/ kelte/ oder kranckheit hernach. damit ſein gee aller dingen vꝛſach offenbar. Es zeiget Olaus auch an/ daß offt inn eine beHlnee. nacht ſchnee fallet/ der ſich in zehen oder fünffzehen weg endert/ alſo d v.etwan eines creütz/ ſternen/blůmen/roſen/ lilien/ ſeoꝛpion/ oder flieg. i be

geſtalt bekommet/ deßhalben pflegend die mußigenger oder kinder die g liſene ſtubenfenſter auff ſolliche weyß fein 3 Es groß akwunder/ daß der ſo in der erſten nachtſtund fallet(damit ich ein evempelgebe) gantz einem creütz geleich iſt/ vnd inn der anderen ſtund einem ſter-nen/ in der dꝛieten einer lilien/ vnd alſo für vnd für von allen anderen. Eſeind deren bedeüttungen angezeigt/ wann yemand die nateürlichen vꝛſa-chen/ oder ſollich on gefahꝛ begeben/ will annemmen/ vnd für wunderze, 5

chen halten/ doch iſt nit gnůgſam bekannt/ wañenhar ſie kommen. ich a aaber/ ſie kommen alle von dem dicken dampff har. darumb erſcheinen 1 1nit allwegen. dañ wie ſich das wachs foꝛmierẽ laßet/ das waſſer nit⸗ ale 15ghet es auch mit dem dickẽ oder ſubteylen dampff. Sie werden von 95.winden foꝛmiert/ alſo daß in diſen/ wie auch in blůmen vnnd ſommer 5glen/ vyl ding auß einem kommen. darzů beſondere ding auß gemeinen 0ſachen/ wie in dem letſten bůch von Subtiliteten angezeigt iſt. 8Es fallend auch daſelbſt treffenlich groß hagel/ ſo nit kleiner dan eine 75 5g menſchẽ haupt. welches dann widerumb von dicken zaͤchen dempffe 75 5 brN har kommet. Wie auch daſelbſten die hagel ſeltzamer/ vnnd von ſe he 0vꝛſachen dann inn Italien entſthond/ wie auch im winter ſelzan en o 5