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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCXXVIII
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derrvij Von mancherlei wunderbarengleych hat/ vnnd faſt gegen allen anderen über ſthet heißet pollex oder derdaumen/ weil er vyl krefft hatt. auff diſen volget der zeigfinger von dem zei

gen har. dann der mittel finger/ welchen ettliche eherloß nennen. dann der

goldfinger. vnnd leſt der kleineſt od ohr finger. das theil ſo zwiſchen dem

daumen vnnd zeigfinger ſthet heißet Thenar. diſes ſo dargegen überſthet

vnder dem kleinen finger/ mit welchem wir ſchlagen heißet Hypothenar

daß nid erſt bey dem daumen wie ein bühel auffghet/ heißet Stethos. der

oberſt inwendig theil an fingerẽ heißet Vertex od gübel. die vndere gleych

an fingeren heißen Pꝛocondyli. die mittelſten Condyli/ die oberſten Meta

5 1 wel condyli. Wie auch Ruffus der Epheſier gelernet/ gehoͤꝛt der daumen dz

885 1 8 ſtethos dem Marti. da ſelbſten werden gewalt /freuel/ ſtercke/ feür/ vnd

henden. widerwertigkeit angezeigt. deßgleichen die vnzimmlichen wolüſten bey weberen/ ſo verbotten vnnd ſchantlich ſeind. der zeigfinger zeiget die geiſtli

keit/ ehꝛ/ vnnd Ober keit an/ vnnd gehoͤꝛet dem Jupiter. Der mittel fin-

ger vnd der bühel ſo vnden har enſthet/ oder das thall dann alſo will ich es

allethalben genennet haben) gehoͤꝛet dem Saturns. da ſelbſten werden

gefengknuß/ traurigkeit/trubſal/ viertegig kaltwe/gifft/ au ffſatz/ foꝛchtheülen tiefe gedancken/ heimliche künſt/ willen bauwen arbeit vnn

armůt bedeütet. Der gold finger gehoͤꝛt der Sonnen/ vnd bedeüter gio-

ße ehꝛe/ groß anſehen/ Rünigen fründſchaffe/ vnd gewalt. Der kleineſt ge

hoͤꝛet Venert/ da ſeind die kinder/ weyber/ wo lüſt/ vnnd glück ſeligkel

der Triangel mitten in der hand iſt deß Mercuri. daſelbſten ſeind künſt, 5

hoher verſtand/ mangel an der zungen/ diebſtal/ vnd andere vyl ſtuck/ di-

deßen natur gehoͤꝛen. der Hypothenar gehoͤꝛt dem Mon/ da ſeind dit

flüß/ feüchtigkeir/ erſtickung/ vnnd ertrenckung in waſſeren/ ſchiff beuchvnnd anders der gleichen. 5

Die linien ſo vnder dem ſtheto ligt/ iſt dem leben/ hertzen/ vnd der Sol

nen zůgehoꝛtg. die ſich dem Thenar in die had außſtrecket/ iſt deß hirnvnd deß on. Die von dem Carpo biß dem Hypothenar ghet/ iſt die 10ber linien/ vnnd deß Jupiter. Sonſt iſt nit von noͤten die nammen 35 mel,den/ welche nit der kunſt gehoͤꝛend. Die leſte linien iſt nit in yederman-als die zwo voꝛgende/ vnd die harnoch volget ſichtbar⸗ ſonder in ettlichenverboꝛgen. Die von dem Hyporhenar/ dem thenar hinauff ſteigen willegehoͤꝛet Veneri/ auch den geburt glideren vnnd den nieren. Es habenauch jren vyl ein linien die ſich von dem Carpo mitten durch die ball ode-gauff erſtrecket/ die heißet Saturnia. welche auch diſe haben ſeind gar 905beitſamm/ vnnd voll jamer. ettliche nennen diſe deß leben linien ſchwe 75es enſthet wider eine zwiſchen dem kleinen vnnd goldfinger/ vnnd ſtreckeich biß dem oꝛth daß zwiſchen dem zeigfinger vnnd mittelfinger her,diſe n ennen ſie der Venus gürtel. dann wer diſe hatt/ der iſt dem mütwillenvnd boͤßen gelüſten treffen lich ergeben. etlich nenne diſe der Venus lindſchweſter/ ſo von ettlichen die tiſch linien geheyßen, die linten aber ſo ſich 0dem Carpo dem kleinen erſtrecket/ iſt der leber linien ſe chweſter⸗ ne,

ein anzeigung eines großen glück/ vnd heißet die milch ſtraaß oder S. ſocob ſtraaß. findet offt auff der leber liniẽ in dem Stetho ein andere,gantz kriegeſch/ welche wir: deß lebens linien ſchweſter auff dem birg nen

nen. Man findet noch ein andere linien/ ſo an der hirn linien in mieten da,gauff oder gleich vnder den fingeren ſthet/ welche die g donſuchr ge l

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