Buch 
Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCXXXI
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0 5 2 2. 5 8ſachen⸗ Das fünffzehend buch. derxxirechten ſeitten gegen dem Thenar/ au ff der lincken gegen Hypothenar.dauoꝛnen inn der gauff/ dahinden auff der letzenn hand. daſelbſten ha-bend die linien kleine krafft/ dañ in deß daumen Metacondyle. da ſelbſtenbedeütet dz zeichen Y daß einer an dem ſtrick er würgen oder jm waſſer er⸗ 5crincken ſoll. Es ſeind auch in den neglen weyße⸗ ſchwartze/ vnnd einer an lerenderen farb zeichen. wann deren vyl/zeigend ſie mancherley vnd vnütze hoffnung oder foꝛcht an. ʒů vnderſt an dem nagel künfftige ding/ in der mit-te gegen wertige/ oberſt/die ietz verghond. die weyße bedeůten ein gůteoffnung/ die ſchwartze foꝛcht/ ſchaden vnd auff ſatz. die roten ſeind ſeltza-mer/ dañ ſie zeigend vnbilligkeit an. Deren aller auß gang iſt noch deß menſchen alter/ gewalt/ vnnd deren würckung zůbedencken. Wañ es einem ſternen geleich/ darzů groß vnnd ſichtbar/iſt etwas großes daß man ʒůberet-tet/ vnnd zůerwarten iſt. es ʒeigen auch die tieffe puncten etwas an. in demdaumen ehe/ vnnd wegfart. in dem zeigfinger/ gewün. inn dem mittel finger ein fleyß in der arbeit. inn dem gold finger einen fund. in dem kleine/inen hohen verſtand vnnd liebe ſradteren. ag ſeind auch liebe vnd wo-lüſt voꝛhanden. wann kein hoffnung voꝛhanden /e oll man deß außgang er-warten. es iſt auch in den linien etwas beſonders/ welches die dreyfache di-menſton vnd abrechnüg genenner. Waß die linten faſt in drey gleich theilabgetheilet/ zeiget ſie ein ſtercke an die tuge ten geneigt. Die ſchweſterenürdeꝛen der fürnempſten linien krafft/ voꝛab die Saturnia je lebens lini-zu. darumb habend ettliche die glückliche Saturnia geneñet. Diſes zeichen55 mitt welchem auch Saturnus bedeütet/ iſt allethalben vnglücklich/ al-oder griechiſch bůchſtab die roſt/ facklẽ/ vnd alle ſeltzame zeichen/ auchie ʒirckel/ voꝛab welche zertheilet ſeind. es bedeüten auch die gebꝛochene/verhinderte/ ſo nit gar auß gefuͤrt/ zeichen nit vyl)*Es enſthond auch etwã neüwe liniẽ vnd zeichen/ die auch neüwe zůfal be Lien beddeütẽ. doch zeigẽd ſte gemeinlich wañ ſie erſt anghõd/ od du ſie ſonſt erkenen.magſt/wañ ſie auffarẽ/ vnd ſich gegẽ der rechten ſeyten richtẽ/ etwas gutesn. wañ dz widerſpil/ beſchicht etwas boͤſes. wañ die liniẽ dem haar geleich-deigend ſie faſt etwas boͤſes an. Wañ die fürnempſten liniẽ mit der drifachẽkußtheilũg an jrem oꝛth/ gerad/ nit verhindert/ tieff/ mit den eſten ſich ü-ber ſich vnd gegẽ der rechtẽ hand ziehende/ geferbt/ bey jrenſe chweſterẽ/n einer gůten ſtatt ſeind/ bedeütẽ ſie ein erckẽ deß geburt glid/ vnd ſeinerbeſonderen empteren. wann ſie kromm⸗/ lein/ vnnd bleich/ ein bloͤdigkeit.Es entſthond den kinderen mehꝛ linien von wegen jrer ſubteylen haut/den alten aber von wegen jrer trückne deßhalben moͤcht yemand ſagen/ wienoͤchten die linien beſondere geſchefft bedeüten/ weil doch nim̃er mehꝛ/ dañin diſem alter voꝛhanden/ da man nicht außrichten mag: darumd ſag ich dzein kinden zůkünfftige ding anzeigen/ deßhalben ſeind ſie klein. in den alden aber vergangene/ darumb ſeind ſie ſe chier vergangen vnnd nit faſt tieffde dte abghenden bůchſtaben. deßhalben zeigend die linen ſo nit tieff/ vnaſt vergangen/ beſchehene ding an. die ſubteylen aber zukünfftige. die bꝛochene aber/ welche doch an einanderen ſthond/ große thaten vnd züůfckl. welVeaber von einanderen ghond/ bedeütend hindernuß. die nitt an ein an-ir ſthond/ ſonder auff hoͤꝛẽd/ bedeüttẽ der tuget. ſo in der liniẽ verzeichnet/bweche vnd abgang an. Die kruſ̃e zeigẽ an daß ein boͤß temperament deßurdeg lid voꝛhãdẽ/ kein rechte verwalcůg/ ſo doch nit ſchwach iſt. Wan