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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCLXIX
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5 eee,ä6P6õü'ʒnĩä4t'U ͤ Gœũůiꝑͤ.

ſachen Das fünffzehend buͤcß. delxir

zeücht/ ſie ʒeꝛfleüßt auch nit/ wie die ſchꝛeibdinten/ dann wann das papayr

feücht/ vnd ein wenig geleimbt iſt/ mag man mit gar wenig farb diſes innder bꝛeß trucken. man mag auch diſes gar vyl tag nit wider abweſchẽ. dochiſt von diſem an anderen oꝛthen angezeigt deß halben bekannt/ dz man di-ſer geſtalt das angeſicht enderen mag. es ſeind auch ander ding ſo die runtzlen hinnemmend/ ettliche machen diſe. man mag auch dan haar am haubtvnd bart verenderen/ als voꝛhin gemeldet. 8

Man erkennet die menſchenn faſt auff fünff weg voneinanderen. an bet nenſeßdem angeſicht/ der farb/ der groͤße vnd glidmaaß/ der ſtimm/ vnnd an den endenng.

leideren. man mag die kleydung gar leichtlich enderenn/ dann die farb-

vnnd hernach auch die ſtimm. das angeſicht aber verꝛhatet den menſchen/

vnnd mag gar ſchwerlich verkeert werden. doch mag alles auß MagiſcherDoch nateürlichen) kunſt/ verendert werden. diſes iſt auch von welchemdie alten vnder einer erdichten decken angezeigt/ es moͤge ſich der mẽſch vnſichtbar machenn. dann alſo iſt auch diſer welchen man nitt erkennen mag.doch ſeind erliche welche man allein an ihꝛem gang erkennen thůt/ wannſie ſchon verbutzet ſeind/ etliche aber allein an der gewonheit/ ſo ſie habenandere anʒůſehen..

Von des gemüt weiſſ agung/ Das

lex vij Capittel,

gemuͤts weyſſagung beſchehen auff dꝛey weg. etliche in demE J ſchlaaff/ als diſen geſchehen welche in Aeſculapij tempel geheyliget wurden/ vnd des voꝛhin durch den ſchlaaff erinnert. Alſo iſtKeyſer Caꝛacalla geſund von der vnſinnigkeit woꝛdẽ/ nach dem

W

beſchehen durch vollbꝛingliche werck/ als die Colophoniſche weyſſagung/wañ man waſſer auß dem bꝛonnen getruncken/ auß welchẽ ſie vnſinnig wurden. demnach dz Bꝛãchidicum/ wan ſte bey dem bꝛuñen ſaßen/ den dampfflieſſen an ſich ghen/ vnd dañ 1 e diſes das Delphicum/ wanſie zůuoꝛderſt bey der hüle ſaſſend. vnd das Tr 1len giengen. Zůletſt die ſo von jren ſelbs beſchicht/ als wañ das gemuͤt on ales werck weyſſaget. Es iſt aber vyl leichter in dem ſchlaaff/ vnd wann eine:verzuckt iſt/ weißzeſagen/ dañ wann man verſtendig vnd wol bey jm ſelbsiſt. dañ wañ der teüfel/ oder ein krafft des him̃els⸗ oder ein bildnuß vꝛſachder weyſſagung/ bewegt es das gemůt vyl ringer. wañ die ſiñ nit zůgegen/

weder wañ es mit anderẽ geſchefften beladen iſt/ nit anderſt dañ die/ ſo inn

er nacht ein klein toͤß hoͤꝛend/ im tag aber gar nit. Auß welchem volget-daß die ſo eines ſcharpffen verſtãd/nuͤchter meßig ſeind/ darzů ſich deseins /fleiſchs/bůlſchafft/ vnd weltlichen geſchefften enthalten(weil diſeding alle das gemůt mit treffenlicher würckung bewege) vyl beſſer moͤgen

weyſſagen. Alſo auch die ſo dem opffer bereitet ſeind/ nit vmb deſſenn

willen/ dann es gehoͤꝛt nit diſem handel/ ſonder daß ſie andechtig ſeind/dann alſo moͤgend wir auch alles baß hoͤꝛen/ wann wir die ohꝛen vnnd dasgemůt hinʒů heben/ weder wann man gar nit darauff acht hatt.

Darumb verwunderen wir vnns⸗ daß man etwan geirꝛet hatt/ wiewol

nit

vnd er ſein bꝛůder Getam zůtodt geſchlagen hatt. Etliche aber

ophontum/ wañ ſie in die