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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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Seite
DCCXV
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patter genennet. 55

began, Oer gaga bag, dag

deth am ſtilleſten iſt. Wie er ſich lang alſo beklagt/ hoͤꝛet man eines weibs

ſtim̃/ welche ʒů vnderſt im ſchiff ſich ſelbs angeklagt/ daß ſie ſo vyl jar mit

dem teüffel ein beywhonung gehabt/ vnd was eben auch dazůmal inn dem

ſchiff von ihm beſchlaffen woꝛden. deßhalben batt diſe weil ſte mencklich inverderbnuß bꝛechte/ ſolte man ſie allein in das meer werffen. Wie diſe ſolli-ches mit weinen geſagt/ was on gefahꝛ ein pꝛieſter voꝛhandenn/ welcher diefrauw zů reüw vnd leid ermanet/ vnd erinneret/ ſie ſolte an Gott nitt ver-zweyflen. alſo hatt diſe mit weinen/ ſeüfftzen/ vnnd klagẽ ein groß abſcheühen an der ſünd. da gieng ein nebel ʒů niderſt auß dem ſchiff/ mit einem ge-

toͤß/ flammen/ rauch/ vnd geſtanck/ durch welchẽ der teüfel angezeigt. Wie

diſer hinauß komen/ iſt das vngewitter geſtillet/ vnd ſeind all mit jrem gůtwider jr hoffnung friſch vnd geſund ʒů dem geſtad kom̃en. Es vermeinetauch diſer ſcribent/ es ſeye Merlinus/ welcher noch zů diſer zeit ein groſſennammen inn Engelland/ dergeſkalt geboꝛen woꝛden. Er ſagt auch noch

ein andere hiſtoꝛten von einem blenden teüffel/ faſt auff diſe weiß. 8 äMit lang voꝛ dem diſes beſchehen/ hart ein ſchoͤner jüngling/ in der land kn anden,

ſchafft Gareotha in einem flecken/ ſo kümmerlich vier ehen tauſent ſchꝛittvon Aberdonien gelegen/ voꝛ dem Aberdonenſiſchen biſchoff offenlich be-klagt/ wie er voꝛ etlichen monaten von einem teüffel ſo gar ein ſchoͤne ge-ſtalt gehabt angefochten/ welcher ʒů der beſchloßenen thüren in der nachtzů ihm kommen/ vnd mit vyl liebkoſen ihn bewegt/ daß er bey jm ſchlaffen

ſoll. Wann es nun ſchier tag woꝛdẽ/ fare diſer on alles getoͤß daruon. er mo

ge auch auff kein weg von ſollicher ſchantlichen that entlediget werden/ ober es wol auff mancherley weg verſůcht habe. Da hatt der fromm biſchoff

dem jüngling befolhen/ er ſolle ſich gleich an ein ander oꝛth thůn/ vnd ſeingemut mehꝛ mit Chꝛiſtenlichen wercken/ vnd loblichem faſten vnnd betten

ůben/ ſo wurde der boͤß teüfel überwunden/ vnd muͤſte weichen. Diſer heil-

ſam rachſchlag iſt dem üngling wol bekom̃en/ vnd alſo ergangen nach we-

nig tagen/ wie jm der fromm biſchoff voꝛhin geſagt hatt.

Eben diſer Boethius zeigt ein andere hiſtoꝛien an/ ſo den voꝛgenden ge opt werleichfoͤꝛmig iſt/ſpꝛechende/ Es waren jren zwen beyeinander/ nam̃lich Ma ſern ·

chabeus des Künig Duncan in Schotten vetter/ vnd Banquho Stuart

Forꝛres/ ein rittermaͤßiger man/ die zugen durch einẽ wald zů dem Rünig/

da begegneten ihnen dꝛey weiber einer vngewonlichen geſtalt. deren eineſpꝛach/ Gott gruͤß dich Machabee thane Glammis. diſes was der namm ei-ner neüwen wirdigkeit/ ſo er erſt kurtzlich entpfangenn. Die ander ſpꝛach-

Gott grüß dich Caldarie Thane. Demnach die dritt/ Gott gruͤß dich Machabee/ welcher mit der zeit Rünig werdẽ ſoll. Da ſpꝛach Banquho/ Ir ſey

end wer jr woͤllen/ bedaucht mich ih ſeyend mir nit faſt günſtig/ welche di-ſem nit allein den hoͤchſten ſtach der oberkeit/ ſonder auch die Künigreichanbieten/ mir aber gar nicht. Auff ſolliches antwoꝛtet die voꝛ zůerſt ge-vedt/ ja wir verkündẽ dir vyl mehꝛ dañ diſem. diſer wirt wol regieren/ aber

ein vnglücklich end entpfachen/ vnnd niemand 55 ſeinen nachkommen-

den an dem reich verlaßen. Du aber wirſt wol nit künig werden aber. eingroß geſchlecht verlaßen/ welche mit der zeit das Künigreich beſitzen/ wieſie diſes geſagt/ ſeind ſie voꝛjnen verſchwundẽ. Man hatt zůerſt nicht auffdiſes gehalten/ vnnd den einen ein Künig/ den anderen vyler Rünigen