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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCXXXII
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Fnſichtbare

decx xe Von mancherlei wunderbaren

Es můß aber in einer yeden hohen verſamblung ein Oberſter oder fürſt

ſein. diſes beſchicht eintweders von jm ſelbs auß guͤttigkeit/ als inn ewigen

dingen. oder auß natur/ als in binlinen. oder auß krafft/ als in menſchen

dann welche etwan in einem anderen übertreffen/ die vnderſthond auch an

dere zůbeherſchen/ vnd erlangend diſes zůletſt. es iſt aber vnder den geyſteren auch ein herrliche verſam̃lung/ darumb haben ſie auch oberſte, diſes be-kennend auch mencklich/ welche die geyſter zůlaßend.

Weil aber bey einem yeden ſchmertzen/ vnnd bey traurigkeit ein zerſtoͤ-

teller 75 rung iſt/ vnd der tod ein end der zerſtoͤꝛung/wo auch etwas der einen arth

halben ſeind die geiſter vnſichtbare/toͤdtliche thier/ ſo ein vollkommenen

gemein/ da findet man auch das end/ auß welchẽ volget/ daß auch alle leibliche geyſter toͤdtlich ſeyend. dann es mogend vyleicht wol etliche ſein/ ſo keine leib habend. doch gehoͤꝛend diſe nit vnſerem fürnem̃en/ in welchem allein von denen dingen gehandlet/ ſo man mit den ſiñen verſthen mag. Deßleib habend. Ich weiß aber nit eigentlich ob etliche vnder der erden oder nitwhonend. Bieweil aber nit ein weiß zůuerſthen/ moͤgen wir vns mit jnen

nit wol vergleichen/ dann allein ſo beſchwerlich vnnd gewaltig iſt. wie auch

zwiſchen den menſchen vnd hunden/ oder menſchen vnd pferden kein rechte vergleichung oder vereinbarung ſein mag. Dieweil auch vnder diſen einoꝛdnung(wie voꝛgeſagt) můſſend etliche auß jnen gar vyl wüſſen/ die andere aber vnerfahꝛen ſein. Wie auch die hund in etlichen ſtucken die menſchenübertreffen/ als einen haſen zeſůchen/ vnnd inn ʒüchtigen geber den/ etli-che rauche vnuerſtendigẽ voͤlcker/ mag doch kein hund wiſſen/ was rechter menſchlicher beywhonung dienſtlich/ als ein menſch/ ob der wol gantzvnuerſtendig. alſo iſt auch ein yeder geyſt inn ſeiner arth weyſer dann deraller weyßeſte menſch/ vnnd weißt doch die ding nit ſo den menſchen zůge-hoͤꝛend. Wie auch die hund etwas erkennen/ ſo der menſch gar nitt ver-

ſthet/ als ſeinen herꝛen ſchmecken/ oder ein laͤuffende hündin ſo mit jungen

geth/ oder einen haſen/ oder eines anderen bellenden hunds ſtimñ/ alſo ver-8 auch die menſchen etwas/ welches allen geyſteren inn ihꝛer arch vn-ekannt. wie vyleicht die Geometria/ Arithmetica andere künſt ſeind-voꝛab ſo der Demonſtration vnnd etwas gewüſſer zůbeweiſen gehoͤꝛet.Dann die beweiſung gehoͤꝛt der vernunft. es bꝛauchend aber die geyſterkein vernunfft/ vnnd haben ſie auch nit. Weil auch die erkantnuß zůküntiger dingen am groͤſten/ vnnd allein Gott vollkommelich zůgehoͤꝛig/ vndaber auch beyden auſſerſten dingenn gemein/ iſt glaͤuplich daß die geyſterauch etwas der künfftigen dingen wüſſend/ vnd vyl mehꝛ dann die men-ſchen/ doch zůuergleichung der himmeliſchenn gewalten/ gar wenig. Eswüſſend auch ertliche vyl mehꝛ dann die andere/ wie auch vnder den men-ſchen. Deßhalben haben die weyſſagungen durch ihꝛ zweyfelhafftige re-den betrogen/ vnnd alſo nicht woꝛden. es was vyleicht auch die Pithiavnd Apollo zůalt geweſen. dann ich hab geſagt daß diſe/ gleich wie die menſchen/ alt werden/ vnnd dem tod naͤheren/ doch etwas ſpater. Es habẽ aberdie pꝛieſter ſolliches wollen erſetzen/ vnnd alſo durch ihꝛen betrug den han-del noch erger gemachet. 5: VVEs iſt auch ein geſchꝛey außgangen/ als wann diſe moͤgend mit gelt be-ſtochen vnnd bewegt werden/ darzů mitt gunſt/ vnnd großer herꝛen anſe-hen/ oder der Rünigen gewalt. darumb hatt man diſe verlaſſen⸗ Pech

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