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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCXLVIII
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deer lviij Von macher ley Gunderbaren

ſpꝛaach nit dẽ end/ abeꝛ ſonſt an alle oꝛt. Andere ſpꝛaachẽ abeꝛ habẽ etlichebůchſtaben ſo ſich anfang vnd in der mitte ſchicken oder nit/ wiewol nittallſam̃en. dann in Gꝛiechiſcher ſpꝛaach ſchickend ſie ſich alle in die mitte vndanfang. Es ſeind auch die vocalen/ die ſtummen/ liquiden/ oder lmur darʒů conſonanten vnnd diphthongi gemeine bedeüttungen der bůchſtaben-voꝛab bey den Griechen vnnd Lateineren. darzů daß man einen ſchꝛeibet-vnnd den anderen lißet/ als bey den Lateineren das T für das C/ vnd beyden Griechen das r für das k. etliche ſeind auch beweglich/ die anderenn

Bey den Oꝛientaliſchen iſt gar gemein daß die bůchſtaben vnnd woͤꝛterdurch die puncten verenderet werdend. an deren ſtate habend die Gꝛiechencharecteren als yt für yey/ vnnd die Lateiner etliche tittel. es haben auch dieGriechen artickel als d/ a/ die Lateiner/ hic/huius/ oder der/ deſſen. die A-raben ſetzen faſt für alle woꝛt⸗ das alles haben auch die Griechen artickel ſoſie harnoch ſetzend // als x ad. 8 5

Es ſchicker e. die Griechiſche ſpꝛaach in den articklen/ ſo man für-ſetzet/ meh der Italteniſchen mütterlichen ſpꝛaach/ dann ʒũ der Latei-

niſchen. in denẽ aber ſo harnoch geſetzet/ deren keiner. Es ſtoſſen auch gemeinlich die vocalen zůſam̃en/ wann einer auff den anderen volget. aberimVNateiniſcher ſpꝛach nit/ dañ nur in verßen. In Griechiſcher aber vnd Ita

lieniſcher nateürlicher gemeinlich/ doch nit allwegen/ doch in Italieniſcheꝛgemeinlicher. S iſt ein gememer bůchſtab/ auff welchen ſich vyl nam̃en beyden Lateiniſchẽ vnd Griechen enden/ wie faſt alle rechte eigene naſñen. darnoch das m/ vnd bey den Griechen dz y vnd. die woͤꝛter aber bey den Larei

neren enden ſich auff ein o od r. bey dẽ Griechen der mehꝛtheil auff ein os

u ein diphthongũ. die Arabiſchen naſñen enden ſich faſt auff ein um od u. esenden ſich auch die woͤꝛter der zůkünfftigen zeyt faſt auff diſen bůchſtaben.

Die Arabiſche iſt der e ſpꝛaach in dẽ gleich/ dz ſie auch dꝛeyerleß3

numeros vnd zaalẽ hat. die Italieniſche aber vnd Lareiniſch/ allein zwen.Es ſeind auch die tempoꝛa vnd zeytẽ gemein. doch hat die Gꝛiechiſche meh:es ſeind auch modi oder geſtalten mañs vnd weibs vnderſcheid/ enderun-gen in perſonen vnd caſen. Es ſeind auch in verbis oder woͤꝛteren die vnderſcheid in actionẽ vnd paſſionen/ oder in handlungen/ vnd leiden. Es ſeind

auch in nammen adiectiua ſo anderen geſetzet/ oder ſubſtantina/ ſo fürſich ſelbs beſthond. 5 7Der Indianer ſpꝛaach hat kein vocalen/ ſonder ſie bꝛauchet an ſtatt d vo

calen die puncten. Die Armeniſche ſpꝛaach iſt der Griechiſchẽ gleichfoͤꝛmig-wie die Hebꝛeiſchen der Indiſchen/ vnd noch vyl mehꝛ. dañ die Armeniſche

iſt etwz von des Griechiſchen geenderet. Es haben auch die Oꝛientaliſchen

vyl dopplete bůchſtaben/ dañ ſie ſpꝛechen etliches gar hert auß. Es iſt auchein beſondere ſpꝛaach ð Tʒzeruianeren/ ſo voꝛ zeyten auß India koſñen⸗ vn

die nateürliche Griechiſch ſpꝛaach/ welche der maſſen der altẽ i 8er?-

gleichfoꝛmig/ wie vnſer Italieniſche der Lateiliſchen. Doch hat dieutaniſche ſpꝛaach xxx bůchſtaben/ die Gꝛiechiſche xxiiij/ vnd die Lateini-ſche xix. dañ dz Riſt bey vns kein bůchſtab/ H iſt allein ein aſpiratiõ /S ge-hoͤꝛt den Barbaren/ y iſt Griechiſch. die übꝛigen dꝛey bůchſtabẽ ſein zůſammen geſetzet nit einfach. Die Dalmatiſche ſpꝛaach hat xxxij bůchſtabe-

vnd iſt cheil der Griechiſchẽ/ zům theil der Hebꝛeiſchẽ e 5.

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