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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCLII
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Aach.

deli Von mancherlei wunderbaren

weil das geſaltzen vnd ſuͤß waſſer vnder einander vermiſchet. Der platz anjm ſelbs iſt gar nider/ vnd gegen Occident gelegen. ð him̃el iſt auch kaltneblechtig/ die erdẽ voll kaat. dañ es moͤchtẽ ſich ſonſt nit ſo vyl menſchẽ darvon erhalten. Damit auch an allen Elementẽ etwas abgange/ iſt die erdenauch vnuollkom̃en/ dieweil das meer an ſelbigen oꝛthen dermaſſen über dieerdẽ ghet/ daß ſie langeſt gar grund gangen/ wañ man nit ein feſte ſchütte vnd landtfeſte wider die waͤllen gemachet hette.

Von diſen oꝛthen bin ich ghen Aach gezogen/ welches ein gar alte ſtatt-vnnd durch deß großen Keyſers Caroli ſitz vnnd begrebnuß/ darzů von dwarmen baͤderen wegen/ gantz verꝛůmpt am ſelbigen oꝛth hab ich deß Reyſers Caroli haauptſchüdelen geſehen⸗ woͤlche doch etwas kleiner/ dann daßſte moͤcht dem gemeld verglichen werden. Nach diſer hab ich Coͤln geſehen/welche vo alter groͤße wegẽ faſt verꝛuͤmbt. es iſt aber nicht nãhafftigs daſelbſten/ dann der heilige dꝛey Rünig leichnam. Mentz ligt auch am Rein-mag ſich aber Coͤln niendar vergleichẽ. Darnoch bin ich ghen Wurms kom

mẽ/ woͤlche faſt verꝛůmbt/ weil vyl Reichßtag da ſelbſtẽ gehaltẽ/ ſte iſt auch

Baſel.

groß/ von wegen der garten ſo darinnen ſeind. alſo iſt auch Speyr. Dochiſt Wurms etwas baß gezieret. Auff diſes bin ich ghen Straßburg gereiſet.diſes iſt ein nammhaffte ſtatt/ mit zweyen rinckmauren/ vnnd tieffen gre-ben faſt weerhaßft. Der Rein lauffet nit weit neben der ſtatt für/ vnnd rheilet ſich an vyl oꝛthen von einander. i 8

Demnach bin ich in die lobliche/ ſchoͤne/ vnnd nammhaffte ſtatt Baſelkoſien/ vnd daſelbſten gantz früntlich entpfangen woꝛden. In Italia übe:triffet Floꝛentz alle andre ſtett an jrer ſchoͤne. Ferꝛar iſt komlichet. es iſt auch

5 gelſina durch jr hoche ſchůl/ gelegenheit/ vnnd reichtumb faſt verꝛuͤmbt-

Alte palaſt.

vnd alters halben edler dañ die andeꝛe. Doch iſt kümerlich müglich daßbey einer alles finden moͤge. So vyl beſonderer perſonen hauß vnd palaſtbelanget/ hab ich kein ſchoͤneꝛs vnnd koſtlichers geſehen dann Jacoben Caſtellioneen/ welches ein büchſenſchutz weit von Chur in Etſchland gelegen.

vnder anderen ſichſt du daſelbſten ein gantz koſtliches taͤfel/ vnnd wunder 5

bar gemaͤld mitt ſchoͤnen farben vnderſcheiden/ alſo daß vyl ding/ ſo mittwoꝛten nitt moͤgend angeʒeiget werden/ durch ihꝛe nateürliche farben be-ſchꝛiben ſeind.

Vnder den alten heüſeren iſt Keyſer Neronis palaſt vnnd Rünig Poꝛ-ſenne vnnd Simandij grebnuß faſt verꝛzuͤmpt geweſen. Ich will aber diſesgrab auß Diodoꝛo Siculo erzellen/ vnd ſeine eigene woꝛt beſchꝛeiben/ weiler das geſehen hat. woͤlche alſo lauten/ In dem eigang was ein ſchoͤner ſchwibogẽ vnd thoꝛ/ auß mancherley ſteinẽ geʒieret/ welches lenge bey ʒweyen incharten/ vnd die hoͤche bey den fünff vnd viertzig ellen geweſen. Wañ mandarein kofñten/ was ein ſchoͤner ſteinerer viereckechter palaſt/ woͤllicher anyetlicher ſeiten vier jucharten groß geweſen. Im ſelbigen waren an ſtattſeülen außgehauwene thier/ von einẽ ſtein ſechß ehen ellen hoch/ noch deralten weiß bereittet. Das gantz ober tach wz mit ſteinen bedecket/ ſo zwey erſchꝛitt bꝛeit/ vnd mit mancherley him̃elblauwẽ ſternẽ geʒieret. Nach diſem

volgt ein anderer eingang/ ſo dẽ erſtẽ geleich/ doch mit meh⸗ bildnuſſen ge-

zteret. voꝛdereſt waren dꝛey ſeülen von einẽ ſtein gehauwen/ ſo der Gemnon gemachet hat. Vnð diſen war eine/ welche ſitʒzende an einẽ fůß mehꝛ da

ſieben ell groß geweſen/ die überigẽ waren den Egyptiſchẽ ſeülẽ g W 5