Cold.
declboüß Von mancherlei wunderbaren
vnd feürige krafft an jm hatt. dann was zůſammen lauffen machet/ hatt
diſe natur. was auch diſer arth/ treibt mit einer ʒeche zůſammen/ als gar-
ten ſaffran/ milchrenne/ feygenmilch/ vnnd wolffs milch. deßbalben iſt esſcharpff vnd zech ſo auff die zungen beißt. weil diſes aber gar ſubteyl/ hattes ein ſtarcken geruch/ welcher doch nit beſchwerlich iſt. wañ nun auß alterder ſubteyler theyl vergangen/ wirt das irꝛdiſch noch dicker/ vnd deßhalbẽwenig krafft mehr darbtee mmm. 5Man verfelſchet das Gold auff zwen weg. eintweders mitt moͤſch/ oderallein durch das vergülden/ welches betruglicher iſt. man erkeñet diſes andem gewicht/ thon/ farb/ vnnd feüw; dan es wirt nit durch das feüwꝛ verʒeeꝛt/ vnnd iſt vyl ſchoͤner vnd ſchwerer dann das moͤſch. Vnnd ob wol dasmoͤſch ein ſchoͤnen glantz/ iſt es doch nitt beſtendig als das gold. wann manauch das moͤſch oder kupffer vergüldet/ vnd dann auff ſtreicht/ verleürt es
ſein farb/ es macht auch das moͤſch ſchwartz wann man es auffſtreicht/ vnd
Silber.
iſt vyl raucher dann das gold, es laßt ſich auch nit biegen wie das gold/ vndentferbt ſich nit/ ob man es wol lang tregt. es enderen ſich auch die guldenvnd cronen von anderen falſchen müntzen am gethoͤn. dann das gold hattnit ſo ein haͤlen thon/ als das ertz/moͤſch/ oder ſilber. 8
Deß ſilbers farb iſt weyß vnnd rein. vnder den zenen kirꝛet es nit/ bꝛichtnit bald/ es iſt auch außwendig oder zů oberſt nit feißt/ vnd hatt ein haͤllenclang/ wann es dünn vñ nit geſpalten iſt. das weyß bley iſt gaͤlechtig/ vndkirꝛet vnd den zenẽ/ bꝛicht bald/ iſt am gewicht ſchwerer/ an der farb ſchwa
cher vnd dünckler/ an der ſubſtantz weicher/ vnd bꝛicht doch vyl ehe/ weil es
nit alſo ʒaͤch iſt. Was auß dem weyßen ertz gemachet/ iſt herter/ vnd an derfarb rotlechtig. oben auff iſt es etwz feyßtes/ gleich wie die alten ſilbere pfennig/ dann ſie ſeind milter/ weder die auß ſilber bereitet. der clang iſt nitt ſohaͤl als am ſilber/ vnnd vyl minder was auß bley gemachet/ es ſeye weiß o-der ſchwartz. es bꝛechend auch die ding ehe/ ſo auß weyſſem ertz ſeind.
Wann du auch das ſilber gebꝛochen/ magſtu die kernlin kaum ſehen/ a-
ber in dem gefelſchten ertz gantz wol/ wie in dem ſtahel. Es widerſthet auch
das ſilber dem feüw/ vnd nicht auß den voꝛgemelten/ ſonder es verſchwei-net alles. doch widerſthet es nitt ſo ſehꝛ/ daß gar nicht daruon kom̃e/ wie ananderen oꝛthen auch von dem gold geſagt. wann auch ſich das ſilber entfer
dem gelt ſoll man allwegen die figuren vnd bůchſtaben beſichtigen/ welchegemeinlich von den rechten vnderſcheiden/ etwan nur ein wenig. es nim̃et
Pagar.
bet/ beſchtcht es doch nit ſo offenbarlich/ als mit dem ertz oder bley. Inn
auch die dicke matery den ſtempffel nit alſo eigentlich an/ wie das ſilber. es
zeigend auch die ſpelt/ ſo etwan mit einem ſcharpffen ſtahel gemachet/ innden falſchen müntzen ein ander farb an/ deßhalbẽ ſoll man fleiſſig darauff
acht haben/ welches ich dann auch von der vergüldten müntz will gemeldet haben. 5 3
Es habend auch gemeinlich die falſche müntz/ ſie ſeyend vergüldet oder
verſilbert/ ein gemiſchete farb/ vnd zeygend am gewicht/ ſubſtantz/ vnnd c
faſt allen anderen dingen den betrug an. 5 NIch weyß wol daß ich von dem Pazar an einem anderen oꝛth geſchꝛibenes iſt ein eſchfarber ſtein/ doch etwas eyſenfarb darbey/ mit einem glantz-daß man es für ein edel geſtein haltet/ einer bonen lang vnnd hoch. die brei 5te iſt der dicke geleich. alſo daß er faſt ein geſtalt wie die frucht Wie8 c da
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