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Offenbarung der Natur vnnd Natürlicher Dingen, auch mancherley subtiler würckungen / Durch den hochgelerten Hieronymum Cardanum, Doctorn der artzney zuo Meyland erstlich zuo Latin außgangen. Alles durch Heinrich Pantaleon der artzney Doctoren, zuo guotem Teütscher nation, gantz fleissig vnd auff das treüwlichest verteütschet
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DCCLVIII
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Cold.

declboüß Von mancherlei wunderbaren

vnd feürige krafft an jm hatt. dann was zůſammen lauffen machet/ hatt

diſe natur. was auch diſer arth/ treibt mit einer ʒeche zůſammen/ als gar-

ten ſaffran/ milchrenne/ feygenmilch/ vnnd wolffs milch. deßbalben iſt esſcharpff vnd zech ſo auff die zungen beißt. weil diſes aber gar ſubteyl/ hattes ein ſtarcken geruch/ welcher doch nit beſchwerlich iſt. wañ nun auß alterder ſubteyler theyl vergangen/ wirt das irꝛdiſch noch dicker/ vnd deßhalbẽwenig krafft mehr darbtee mmm. 5Man verfelſchet das Gold auff zwen weg. eintweders mitt moͤſch/ oderallein durch das vergülden/ welches betruglicher iſt. man erkeñet diſes andem gewicht/ thon/ farb/ vnnd feüw; dan es wirt nit durch das feüwꝛ verʒeeꝛt/ vnnd iſt vyl ſchoͤner vnd ſchwerer dann das moͤſch. Vnnd ob wol dasmoͤſch ein ſchoͤnen glantz/ iſt es doch nitt beſtendig als das gold. wann manauch das moͤſch oder kupffer vergüldet/ vnd dann auff ſtreicht/ verleürt es

ſein farb/ es macht auch das moͤſch ſchwartz wann man es auffſtreicht/ vnd

Silber.

iſt vyl raucher dann das gold, es laßt ſich auch nit biegen wie das gold/ vndentferbt ſich nit/ ob man es wol lang tregt. es enderen ſich auch die guldenvnd cronen von anderen falſchen müntzen am gethoͤn. dann das gold hattnit ſo ein haͤlen thon/ als das ertz/moͤſch/ oder ſilber. 8

Deß ſilbers farb iſt weyß vnnd rein. vnder den zenen kirꝛet es nit/ bꝛichtnit bald/ es iſt auch außwendig oder oberſt nit feißt/ vnd hatt ein haͤllenclang/ wann es dünn nit geſpalten iſt. das weyß bley iſt gaͤlechtig/ vndkirꝛet vnd den zenẽ/ bꝛicht bald/ iſt am gewicht ſchwerer/ an der farb ſchwa

cher vnd dünckler/ an der ſubſtantz weicher/ vnd bꝛicht doch vyl ehe/ weil es

nit alſo ʒaͤch iſt. Was auß dem weyßen ertz gemachet/ iſt herter/ vnd an derfarb rotlechtig. oben auff iſt es etwz feyßtes/ gleich wie die alten ſilbere pfennig/ dann ſie ſeind milter/ weder die auß ſilber bereitet. der clang iſt nitt ſohaͤl als am ſilber/ vnnd vyl minder was auß bley gemachet/ es ſeye weiß o-der ſchwartz. es bꝛechend auch die ding ehe/ ſo auß weyſſem ertz ſeind.

Wann du auch das ſilber gebꝛochen/ magſtu die kernlin kaum ſehen/ a-

ber in dem gefelſchten ertz gantz wol/ wie in dem ſtahel. Es widerſthet auch

das ſilber dem feüw/ vnd nicht auß den voꝛgemelten/ ſonder es verſchwei-net alles. doch widerſthet es nitt ſo ſehꝛ/ daß gar nicht daruon kom̃e/ wie ananderen oꝛthen auch von dem gold geſagt. wann auch ſich das ſilber entfer

dem gelt ſoll man allwegen die figuren vnd bůchſtaben beſichtigen/ welchegemeinlich von den rechten vnderſcheiden/ etwan nur ein wenig. es nim̃et

Pagar.

bet/ beſchtcht es doch nit ſo offenbarlich/ als mit dem ertz oder bley. Inn

auch die dicke matery den ſtempffel nit alſo eigentlich an/ wie das ſilber. es

zeigend auch die ſpelt/ ſo etwan mit einem ſcharpffen ſtahel gemachet/ innden falſchen müntzen ein ander farb an/ deßhalbẽ ſoll man fleiſſig darauff

acht haben/ welches ich dann auch von der vergüldten müntz will gemeldet haben. 5 3

Es habend auch gemeinlich die falſche müntz/ ſie ſeyend vergüldet oder

verſilbert/ ein gemiſchete farb/ vnd zeygend am gewicht/ ſubſtantz/ vnnd c

faſt allen anderen dingen den betrug an. 5 NIch weyß wol daß ich von dem Pazar an einem anderen oꝛth geſchꝛibenes iſt ein eſchfarber ſtein/ doch etwas eyſenfarb darbey/ mit einem glantz-daß man es für ein edel geſtein haltet/ einer bonen lang vnnd hoch. die brei 5te iſt der dicke geleich. alſo daß er faſt ein geſtalt wie die frucht Wie8 c da

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