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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CXXI
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wie ein Traͤhen oder Zeher daher fleuſſet/ iſt etwan in dem gantzen Holtz/ alß in demLerch baum/ in anderen allein in dem Marck:alß in dem Holtz/welliches wir Heilig /o-der Indiſch/ oder Guaiacum nennen. Dann wir haben erfahꝛen/ wañ man ein Brett-lein zu dem Fewer gelegt/ daß es allein am ſelbigen oꝛt ſchwartze Traͤheren gebe:derſelbigcheil iſt allein ſchwartz/ von wegen des Safftes /darumb hat er allein alle krafft in jhm.In welchen aber ein groſſe ſehwertze/ in denen iſt auch ein gantz ſchwartzer Safft/ ſo mitErden vermiſchet/ vnnd verbrennet iſt. Wo aber ein groſſer theil ſehwartz iſt/ da hat esauch viel Saffts/ darum er auch ſehwerer. Iſt derhalben darbey abzunemmen/ daß vaſtallein am ſelbigen oꝛt die groͤſte rafft ſtecke? dann daſſelbig oꝛt iſt allein feißt: das anderaber wuͤrde ehe verbrennen/ ehe denn es den Safft von ſich gebe. Was ſich nun an dergröſſe vnnd Farb der mitleren geſtalt nach haltet/ darzu ſchwer iſt/ das iſt krefftiger/ fur-nemlich ſo es ſeharpff/ bitter/ vnd einen guten Geruch hat. Alſo haben wir hie etwas al-lein in gemein geredt/ an einem anderen oꝛt aber von einem jeden inſonderhett.

Es iſt kein zweiffel daß etliche Baͤum vnfruchtbar/ vnd etliche ſched lich ſeyen. Es Pogger-ſeind auch ettliche in welchen allein der Schatten ſehadet/ von welchen aber ſchon ge⸗ webß.

ſagt. An dem aber iſt billich zu zweifflen/ ob auch etliche auß denen/ ſo einer anderen ge-ſtalt ſeind/ moͤgen vngluͤcklich ſeyn. Dann die Alten haben den Holder gehaſſet/vñ vaſtvnder die toͤdtlichen gezehlet/ dieweil ſte gewohnet die Hünd daran zu hencken: Derglei-

chen auch den Feigenbaum/ vnd Maulbeerbaum /ſo ſchwartze Fruͤcht bringen/ dieweilſie glaubet/ dieſe werden dem Plutoni vnd Helliſchen Abgoͤtteren/ zugewidmet vnd ge-

heiliget. Sie liebten aber die weiſſen/ alß die Reben/ alle Pyrnbaͤum vnnd Apffelbaͤum.Sie ſcheuheten auch den Cypꝛeß vnd Epich weil man die Heuſer da Leichen innen wa-ren/ vnd die toden Coͤrper darmit bezierete. Welliches nicht allein einem Ehꝛiſten vndPhiloſophen ſondn auch einem jeden weiſen Mañ vbelanſtehek. Man ſoll aber billichzweifflen/ ob die Baͤum auff ein andere weiß etwas vermoͤgen/ ob villeicht jhre Schatteanderen Gewechſen ſchaden bringe/ dieweil derſelbige vaſt dick kalt iſt/ vnd die Wur-tzel von weitnuß die nahꝛung an ſich zeucht/ alß der Nußbaum: alles was da mag vn-nüt ſeyn am Holtz/ Frucht/ oder Bletter dann dieſe ding ſeind dem Menſchen nutz.

ie den Bletteren /alß der Maulbeerbaum: mit der Frucht/ alß die Reben: mit demHoltz/ alß der Suber vnd Eichbaum. Sonſt mag nichts anders erdacht werden/ es ge-

ſehehe denn ohne alles gefahr/ wie man von zweyen Hen ſeren zu Meylandt/ welche zu

Hen zeiten vngläckliche Herzen gehabt/ verſtehet: wie man dann guch von HermionsKn age. Dem ſeye wie jhm imer woͤlle⸗ o gehoͤꝛet dieſer Handel mehꝛ zu dem Fa-to vnd Willen Gottes⸗ denn an dieſes oꝛt. Darumb ſoll man dieſen für ein vnnuͤtzen

Waun do hen elcher weder Hols Frucht noch Bletter hat/ die man nicht etwan zu

ter Würm /Ameiſſen vnd Floh zieheweehſen ſchaden bringen. Das iſt die

nutzen vnd brauchen kan: oder die toͤdtlich ſeind/ alß ein vnnuͤtzer Apffelbaum: vnnd vn-

der den Kreuteren welehe Milch haben: oder welche mit ſhꝛem ſchatten dem Menſchenſchaden/ alß der Eybenbaum: oder der den ufft verderbt/ alß der Burbaum/ welcher

mit ſeinemboſen Suez den Lufftenderet darum toderdeſfelbigen Sluſtdie Bienlen/wie diegewiſſe Erkabenuß anzeiget: oder wellicher ſchatten die Schlangen beluſtiger-wie vom weiſſen Senff vnd der Salbey an einem ander bit geſagt: oder welehe Kreu-n/alß das Roꝛkraut: oder welche den beſſeren Ge-ten werden. Es ſeind auch etliche ſo gar nicht beluſtigen/ darzu geele/ bleiche/ vnd wenigBlereer haben andere welliche durch ihre ſcherpffeverletzenalß die Brombeerſtauden-

vnd Neſſeln: doch brauchet man dieſe fur Zeun. Alſo ſeind dargegẽ etliche/ welche durch

ſbeeſchonebeluſtigenalß der Ahorn: andere durch hen Geruch die Roſen: anderefeind nützlicher wie gemeldet) am Holtz Frucht/ oder Bletteren: andere machen ein ge-ſunden Lufft als die Dannen: andere ſeind lieblich/ alß die Reben/ auß wellichen mandie Geheld vnd Schwpbsgen machet: anderehaben vülfaleige nußbarkeit⸗ alß der

Myrthus: