Das xX II II. Capitel.2 Von Wein vnnd eEſſig.„„O Er Wein iſt der aller beſt/ an jhm ſelbs/ oder auß dem gebꝛauch/ oderan der ſelzamkeit. Zu vnſerer zeit aber iſt der Monobaſiter/ welchenman gemeingklich den Maluaſier nennet/ der aller edleſte/ voꝛ zeitenwar der Falernum wie auch die Merſiter reben am huͤbſ cheſten ſeind:J aber der Trezeniſch Wein machet vnfruchtbar vnnd der Achaiſchmißgeburtem: dañ der ein iſt entweders bitter/ oder abdeuwich/ der an-. der aber gar zu feucht. Solliches mag der Wein leichtlich zuwegẽ bꝛin-gen/ dieweil er in teglichem gebꝛauch/ vnd einer ſtarcken Natur. Wann man aber dieſemſein natuͤrliche feuchte nim met/ wird er zu E ſſig/ darumb ſpeiſet der Eſſig gar nicht.
N.
Er wird auch ſo viel ſcherpffer/ ſo viel ſtercker der Wein geweſen: derhalben wird der
DaSechſte Su, a
Wein durch das Fewder zu Eſſig wellderfeißter theilverzehret iſt.
„Die Oꝛdnung aber dieſes gegenwirtigen Buchs haltet ſieh eben/ wie das von den aui 0 dieSubtiliteten: alſo daß die ding⸗ ſo daſelbſten in kurtzem gehandlet/ hie weitleuffiger 1 129dond wie man pflegezu agen gar in die Hend geben werden. Was aber daſelbſten weit⸗ da ae
leuffig/ ohn eroffnung ber vrſachen/ das wird hie mit anzeigung der vrſachen/auff daskürtzeſt ausgelegt. Diewell denn der Eſſig kein feißtef euchtigkeit in jhm hat/ leſchet eram aller meheſten das Rewer auß. Dann vber das daß er die feuchte feißtigkeit nichtlaßt angehen“ wie auch das Waſſer von wegen ſeiner kelte/ verderbt er auch daſſelbigdurch ſein ſcherpffe: darumb ſeind etliche Geſatz für den Eſſig gemach et/ das Fewer
vnnd Bꝛunſt damit zu leſchen.
teten halte.
Es wird aber ein jeder Wein zu Eſſig⸗ vnnd die beyde werden auß allen dingen/ ſo wlad,
da mogen warm bleiben: alſo auch 1 nuͤſen Koꝛngewechſen vnnd ſcharpf⸗ fewer leſche,
1 fen wurtzlen. Die Iſfeier bey des Heiligen Geiſtes geſtad/ mache Wein auß den wurtz-1 len mit wellichem ſie treffenlich truncken werden/ vnnd viel Boßheiten vollbꝛingen.
aun man aber Honig vnder den Wein thut /machet er jhn gantz angenem. Deshal⸗ Wem wound
auff vierer-
ben wird der Wein auff viererley geſtalt bereitet; entweders auß einem Safft allein b 0alß nemlich der beſte auß den Trauben: demnach auß Granataͤpfflen. Es kompt mir
an Sin daß ich ein ſollich en verſucht/ welcher ein ſch lechten vnderſcheid von dem erſtegehabt. Oarnach auß den Erbſelen/ auß den Küttenen/ Apffel⸗Pyren/ vñ Erdbeeren/
welch ncht wol mag behallewerden Zanderk durch ein diſtillierung/ fürnem-lich der getwüeten vnd kernen/ alß der Gerſten/ Weitz en vnd Kichern oder Ziſererbſen.Darnach auß ener fenlung/ daher ſo vjelerley Bier vñ Getranck it/ alß auß Gerſten-Matzen Centhen vn andert vnzaßlbaren dinge. Zutetſt auß vermiſchung/ welche außdam Hon vn emnkengeſc ichn darumb haben wir geſagt daß der Meth mit derdelt zu Wein werde mag: zu ſollichen iſt der Ingber/ Pfeffer immetrinden Bertramen Negclin gantz kreffeig. aber zu dieſem meh: gehbet, lt an ein anderk oel geſagl.
Hicher dienen auch die Wurz len vnnd wolet echenden ſcbarpffen Kreuter/ doch et-was minder/ dieweil ſie nicht beſtendig ſeind. f 8
Ieh hab geſchꝛieben funde/ auff welehe weiß des kaͤngen Weins geſchmack mag Ver wen cen
trieben werde: nemlich ſo man de ſechshunderte heil Bꝛañdtenweins/ darund thut/ vñeine ſchwa zu oberſt auff des Faß bunte od ſpunten legt/ vñ alle tag wolaußtrucket:derſchwand me groß vnn en lſodsereſpunckwalbeſchligſe. Dan maſagt, oſol-Feirnerhalb ſechs kagẽ ſolliche bösen Ges chmack hinweg nent. Es iſt aber wol zu glau-ben dz er nicht gar hintpeg gange/ vñ meßt allwege dann vd des Bꝛañdtenweins hitzeoff leise boß dunſ hinauf ß ſanſlerſich nden ſchwam. Wan manaberdz Faßoffen lieſſe/ wurde er nicht erhitziget/ noch der dunſt zertheilet werden. Wo auch 8 Weinanderſt denn mit einem Schwamm bedecket/ wurde der dunſt nicht zuſammen ge-
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m in halten.
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