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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CXLVI
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exloj Von mancherley wunderbaren Sachen/ſechßſerley weiß geſchehen. Entweders daß es nieht einfaltiger weiß für ſich ſelbs /ſon-dern durch ein Vergleichung geſagt: Alß wann wir ſpꝛechen/ Es wachſe guter Wein imTentſchlandt an dem hein/ welliches man nicht einfaltiger geſtalt/ ſondern⸗ ſo manes anderen Teutſchen Wein vergleichet/ verſtehen ſolle: Oder weil ſolliches von demTap herkompt/ ſo in demſelben Landt auff ettliche gewiſſe art Blumen⸗ wellicher garviel ſeind/ fallet/ die den Taw etwas lieblicher vnnd beſſer machen daher denn das Ho-nig kommet: Oder daß das Landt ihm ſelbs vngleich/ vnd etwan groſſer hitz empfindet:dann daſelbſt ſeind auch der Menſchen Coͤꝛper etwan groß/ etwan klein/ oder von we⸗ 4gen jhꝛer gewohnlichen Winden/ die den Lufft reinigen: Oder darumb⸗ daß daſſelbigeLandt gegen Mittag ligt/ vnd gegen Mitternacht Berg ſtehen: Oder aber/ daß eben hiedas widerſpiel geſchicht/ denn in etlichen Landen Peru begegnet/ die doch gar hitzig-welliche boͤß Honig machen/ vnnd Waſſerechtig/ weil die Bienlein den Fliegen gleichſehen. Alſo ſeind in Samogethia krefftigere Bienlein/ welches auch gleublicher/ dieweildie Bienlein in ſo kalten Landen/ wann ſie nicht ſtarck weren/ leben moͤchten: noch dasHonig fleiſſiger ſeuberen vnd bereiten. Daß aber in Teutſchlanden ſchlecht Honig ge-funden/ iſt mehꝛ des Futers vnnd des Taws/ denn der Bienlein ſchuld. Es iſt auch ge-wiß/ weil auß gemeldten vrſachen das Manna nicht voꝛhandẽ⸗ daß villeicht viel dingszuſammen kommet/ das gut Honig in demſelbigen Landt werde.Hut dong Das beſte Honig wurde voꝛ zeiten auß Hymetien vnnd Thaſten gebracht: je abenwoͤllen wir auß ettliehen gewiſſ en Kennzeichen/ wie das gute zu erkennen ſey/ erlernen:Das aller beſte Honig iſt am ſůſſeſten vnd ſe cherpffeſten/ darzu einer geelen Farb: an der iSubſtantz gar kleberechtig/ vnnd zaͤhe wie Leim: iſt auch weder zu dick noch zu duͤnn-durchſichtig vnd lauter/ wann es anderſt ein rechtes Attiſch vnnd Hymetiſch ſeyn ſoll-welliches in zweyen Jaren gar ſcharpff⸗ vnd deshalben fürtreffenlich/ auch eines liebli-chen Geruchs wirdt: welliches aber wie ein alter Wein ſchmecket/ iſt das Thymiſch.Das gefelſchte vnd boͤß Honig/ ſo nicht genug bereitet/ iſt nicht zaͤh/ſondern theilet ſie/von einander/ widerumb iſt es bitter/ Wachſechtig/ vngleich/ vnd wůſt. Diß alles ſeind 8Mengel vnd Gebreſten: vnd je boͤſer/ je minder ſie der Natur gemeß ſeindt. Das Honigſo auß den Thymenblumen gemachet wird/ iſt das beſte: dann es behaltet deren dingenNatur/ auß wellicher dauwigen feuchtigkeit diß herkommet. Das weich Honig ſeuberetſich ſelbs/ vnd leuteret ſich dann es ſtoſſet das vnlauter vberſich/ wie ichs ſelbs erfahꝛenbabe. Des halben magſt du nicht jrꝛen/ wann du dieſes in einem Geſchirꝛ behalteſt: dashert aber bleibt vnrein/ vnd veraltet alſo. 5 NManns. Man ſoll das Apuliſeh Manna oder Himmeltaw für gut halten/ welches weiß vndſüůß ift das auch zuſammen lauffet. Wann man auch einen Finger dareyn trucket/ foles den Sriff behalten. Welches Saffrangeel iſt⸗ ſich zerꝛeiben laßt/ vnd nicht gar ſůß-iſt das erster alſo auch welliches vnlauter iſt. In gemein iſt in einer jeden art dieſes dasbeſte welches der Naturgleichfö mig iſt/ wann es auch in ſeinem Mittelalter /viel feiß-ter feuchtigkeit/ ond wann es noch friſch/ viel Weſſeriger feuchtigkeit hat. Es verdirbtaber zu letſt das Manna/ wie auch das Honig/ welliehes doch alle ding erhalten mag-vnnd wird gar ſcharpff/ wann es veraltet. Alſo geſchicht auch dem Oel/ wiewol etwasele. minder. Doch mag man dem Oel widerumb zu hilff kommen/ wann man weiße Wachs dareyn legt/ auch ein theil des Hels zerlaſſet/ vnd geroͤ⸗ 5N e ſtet Saltz darunder vermiſchet/ vnd dem⸗ 8nach in ein vergipſet Ge⸗ 5

ſchirꝛ thut. 85