elertij Von mancherley wunderbaren Sachen/ge/ ſo ein Haubt wie ein Ameiſſen hat/ doch etwas nider getrucket/ ein tunden Leib vndan dem foꝛderen theil zwen eirckel⸗ vnnd zwoͤlff ringlin/ an jedem theil dahinden vnndvoꝛnen/ zu beyden ſeiten drey/ vnnd bey dem Kopff hat er Fuß /alſo daß er zum theilkreucht/ zum theil geht/ vnnd etwas mittels ſeye zwiſchen dem Wurm vnnd der Ameiſ-ſen. Hab doch acht was groſſen fleyß die Natur/ auch in dem kleinen ding/ angewendet.Dieſe leben an denen oꝛten da ſie gewaehſen/ oder an gleichen oꝛten⸗ ſo man ſie verende-ret/ aber der mehꝛtheil an ſuͤſſen Fruͤchten... 55Auen. Es ſagt Joachim Foꝛtius/ er habe etliche geſchen/ welche beſtetiget/ daß ſie auß ei-em Schlag. ner Haſelnuß/ ſo ein Wurm gehabt/ ein Sch langen aufferzogen/ welehe an der groͤſſevnd der geſtalt den anderen gleich: dann ſie chaten die Nuß biß zu dem Wurm auff/vnnd verlegten den Wurm nicht/ demnach legten ſie die Nuß in ein Milch/ vnd ſatztendas geſchirꝛ an die Sonnen/ doch alſo daß die Sonn den Wurm nicht anruͤret Da-rumb bedeckten ſie das geſchirꝛ an dem oꝛt da die Sonn her ſcheyn/ vnnd ernehꝛten jhnalſo viel tag: demnach thaten ſie andere Milch darzu vnnd ſtelten jhn widerumh an dieSonnen: es muſte aber Schaaf milch ſeyn. Man ſagt auch wann man den Wurm-wellichen man in den Rauten blettern findet/ alſo aufferziehe/ bleibe er zwentzig tagö lebendig. ö. 25 8 3Series: Es ſeind der blutloſen Thieren dreyerley arten wiewol wir hie von denen/ ſo in dem% Meer ſeind/ nicht reden. Ein theil fegen /ein theil kriechen/ ein heil gehen. Die da flie-gen/ haben vier vnderſcheid: dann ettliche haben ein gedechtnuß/ welliche jhnen einwohnung außerwehlen/ alß die Bien oder Im̃en: etliche aber nicht/ ſondern ſchweif-fen hin vnnd her/ vnnd ſeind hert alß die Schꝛoͤter oder Kefer/ welche von den Hoͤrne-ren/ Hirſchen geneñet werdenettliche ſeind lang/ ſo auß den Goldwuͤrmen werdẽ/ wel-che vier flügel haben/ dieweil ſie mit zweyen ſchwerlich moͤchten erhalten werden/ alßdie Sommer voͤgel vnnd die Hewſchꝛecken: ettliche ſeind kurtz/ ſo allein zwen fettich ha-ben alß die Fliegen. Die aber ſo kriechen/ ſeind alle vnder einer art: nemlich der Wuͤr-men/ wiewol deren auch mancherley geſchlecht ſeind. Welche aber gehen/ ſeind ettliehtalß die Krautwuͤrm/ die man nicht kan fuͤßloß ſpꝛechen: ertliche alß die Spinnen vnndStoꝛpiont /ſo offenbarlich füß/ ja gar lang füß haben: Demnach ſeind ober dieſes etliche thierlin/ ſo zu beſonderen dingen eigentlich gehoͤꝛen/ welliche an geſtalt vnnd kreff-ten vnderſcheiden ſeind/ vnd aber doch zu dieſer erſten art gezogen werden. 15S Dieweil aber in der gantzen blutloſen art/ die Bienlin vnnd Ameiſſen am aller weiſ-ſeſten/ vnd die Bienlin vnd Seydenwuͤrm am aller nutzlichſten/volget daß die Bienlinan weißheit vnnd nutzbarkeit am aller fuͤrtreffenlichſten ſeyen/ nicht allein vnder denblutloſen/ ſondern allen anderen Thieren/ den Menſehen allein außgenommen⸗ Sol-liches hat der hoͤchſten Weißheit alſo gefallen/ damit wir verſtuͤnden/ daß die Weiß heilnicht an groͤſſe des Leibs/ ſondern am Gemuͤt vnnd der Seel gelegen were: demnachdaß die Seel keiner groͤſſe bedarf: dann je kleiner die iſt(wann man dieſes ſo kein groͤſſhat/ mag klein heiſſen je herꝛlicher ſie wird/ dieweil ſie auch ein theil an der gantz WeltSeel iſt. Zu ſollichẽ ampt aber iſt auch ein Leib geſtellet/ vñ die geburt ſelbs: dan ſie weden auß d fuͤrnemeſten Subſtãtz des Honigs/ welche ſubtil/ trockẽ vnd warm iſt/ gebonEs hat auch das Honig ſelbs von den kleinen Thierlein muͤſſen herfuͤr kom̃en/ vnd auſo auß dem ſubtileſten Taw gemachet werden. Auß der art ſo ein gedechtnuß habenſeind neunerley geſchlechten: ein Bienlin oder Imme: der Dux vnnd Voꝛgenger dFucus oder Hummel ſo keine angel haben: die Weſpen: die Hurniſſen: Holtzwuͤrder kleiner Siren: der groͤſſer Siren/ vnnd der aller groͤſſeſt/ welcher auch Seyden-wurm genennet wirdt/ doch nicht dieſer ſo die Seyden ſpinnet. Die drey letſten ſeind al flein/ die erſten aber bey einander/ vnder welchen die erſten drey einer natur ſeind. Dalauß den Kuͤnigen wachſen die Bienlin vnnd Kuͤnig/ vnnd auß den Immen die unntzen Bienlin oder Hummel. Die aller Edleſten vnder dieſen ſeind die Bienlin⸗ 175 15
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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CLXXIIII
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