Das Siebende Buch. clxrirauch ſolliches den anderen Thieren vaſt nutzlich/ damit daß dieſe ſchedliche Spinnennicht gemehꝛet werden. Es iſt auch natuͤrlich/ weil ſie mit einem ſollichen gemůt vonden elteren erboꝛen. Sie leben nicht lang/ wie auch die S coꝛpionen/ villeicht auß glei-cher vꝛſach. Darumb leben die Ameiſſen lenger/ welliche man glaubet ſieben oder achtar alt zu werden. f 5 e 8
Den Ameiſſen iſt ein thierlin feind/ welliehes den kleinen Krautwuͤrmen gleich iſt(alſo lege ich des Alberti wort auß/ der ſolliches ſelbs geſehen hat.) Es machet jhm indem groben ſand ein gruben/ wie ein halbe kugel/ in wellicher zu oberſt ein kleines loͤchliniſt/auß wellichem es vnverſehenlich die Ameiſſen anfallet/ vnnd friſſet die. Dieſes nen-net der Albertus Formicaleon. JJ ĩðVZud uAſoo ſetzet die Spinn eigentlichen den Fliegen zu. Die Fliegen oder Mucken/ wannſie groß ſeind/ geberen ſie weiſſe Eyer/ vnnd ſetzen ſie an ein ſchwartzes oꝛt. Wann ſieaber klein ſeind/ bringen ſie ſchwartze Eyer/ vnnd ſetzen ſie an ein weiſſes oꝛt/ vnnd ver-wahꝛen die wol: doch wird von denen jhꝛ geſchlecht nicht gemehꝛet/ ſondern auß denWürmlinen/ ſo vaſt wie die Raupen oder Krautwuͤrm ſeind. Man ſagt daß in denDeeidentaliſchen Indien in dem Land Darienen fliegende Wantzen oder Wentelenſeyen. Es iſt auch kein wunder/ daß etwas der gleichen entſtande. Dann es kommenauch bey vns vnder den Kreuteren zwey kleine thierlin herfür/ ſo den Wantzen gleichlind: das ein an dem geruch/ vnnd nicht an der geſtalt: das ander aber an der geſtalt-vnnd nicht an dem geruch: doch ſo iſt keines der Wantzen art/ ſo man anderſt recht von
er ſach reden will. 8 VVVVVUVͤf
Damit ich aber widerumb zu vnſerem Fürnemmen kommen moͤge/ iſt gar keinhre ſo herfürkoſtet/ das vns nicht nutzlich ſeye. Die Spinnen mit jhꝛem gewuͤbt-de Scorpionen mit jhꝛem leib/ vnnd die Eegeln auch mit jhꝛem leben. Dann wannman die Eegeln ettliche tag in ein lauter waſſer legt/ vnnd ettliche tag hernach zu den
deren thut/ ſeind ſie an ſtatt einer Aderleſſe. Man muß zum erſten das oꝛt mit Milchbeſtreichen/ damit daß ſie anhangen: man trucket die Eegel/ damit wann ſie ſich re-chen woͤll/ ſie die Aderen durch beiſſe. Wann du ſie aber wilt hinweg thun/ ſo be-
enge ſie mit ſaltz dann von ſeiner ſcherpffe brennet es/ vnnd treibet die hinweg.long man dann den dampff von einem warmen waſſer an das oꝛt laſſet gehen/ ſo
lauffer viel Blut herauß. Alſo mag man dieſes vnd anders dergleichen villeicht achten -Wir ſollen aue
len Thieren allein kein maul haben/ ſondern ein vngeſpaltenẽ Schnabel/ mit wellicheſie den Taw an ſich ziehe. Wo keine baͤum voꝛhanden/ ſeind ſie nicht/ des halben auch
nicht in den elderen oder Wiſen. Sie ſeind gern an der Sonnen: darumb ſeind ſie ſel-ten in den Waͤlden/ ſondern iel mehꝛ bey den oͤlbaͤumen⸗ weil die Sonn allenthalben
woldarzu kommen mag. 1 10 885 e eWir haben an einem andern z geſagt/ wie man dieſe in wollůſten gebꝛaucht: diebana ſeind lieblicher zueſſen eßedenn ſie bey den weyblinen gelegen die weyblin„hernach„von wegen der Cperen wie Ariſtoteles anzeiget. Wann man ſehon0 ſoagoſcheecken dus Hanbt abkerſſer„fin get ſie doch/ bund lebet noch lang/ wie4e labs erfahren bab welcher auch bey denen Hewſchꝛecken geſchicht o Gpllendeln trerden Thann man den lüenkefer das Haubt abbricht/ eben beydemal noch lang: doch lebet das Haube langere Er pat bewegliche hoꝛner /ſo voꝛ-ber Kannen gegen darzu aͤſtecheſg wis elnes Hikſchen/ ſeh wart /glitzerechtig vnd
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der Sch hab erbliche die eines kleinen fingers lang ſeind/ man brauchet dieſen auch in
t Abneh. Es ſeind etliche in der fliegenden Hirtzenkefer art/ die wol ſchmecken/ ſo
wal naben von wegen der Geguche Viſemkefer nennen welliche nutzlieher zu brau-
5 Alſo fein hat die Natur in den blutloſen Thieren geſchertzet. Es ſeind auch e8 grplen-
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ieh der Hewſchꝛecken Hiſtoꝛien nieht verachten/ weil ſie vaſt vnder al⸗ Heſchrecke