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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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cer Von mancherley wunderbaren Sachen/

Knoden vnd das Gehuͤrn. Ich achte dieſes für ein Einhoꝛn/ wann man nicht wuͤßte-daß dieſer ein geſpaltenen Fuß hette. Darumb ſoll man dieſes billicher ein Ou nennen/dann er ſagt/ dieſer habe nur ein Hoꝛn/ vnd doch ein geſpaltene Klawen.

Es erfindet ſich auch allein in den Zweygeſpaltenen Vierfuͤſſigen Thieren/ weil ſievon der Milch leben/ daß jhnen die Rennen an dem feißten Darm hanget/ welliches derdritte Bauch iſt. Es ſagt auch Ariſtoteles/ er habe an einem andern oꝛt deſſen vrſach an-gezeigt/ vnd findet man doch nicht wo er dieſes gelehꝛet habe. Die Milch lauffet zuſam-men von der dicke/ wie in den jungen Haſen/ vnd gehuͤrneten Thieren. Es iſt auch dieſenicht in dem erſten Bauch/ dann ſie were vngeſchickt zu der nahꝛung/ vnd were auch zuviel Weſſerig: auch nicht in dem letſten/ dann er iſt an ſtatt des nuͤchteren Darms/ da-mit er laͤr ſeye: auch nicht in dem anderen/ welcher das Netz heiſſet/ weil in den elterenſo viel Beuch von noͤhten werẽ/ damit die grobe Speiß/ ſo wenig nahꝛung hett/ baß vendewet wurde:(es iſt auch zuvoꝛ gemeldetwarumb dieſe Thier ſich ſollicher Speiß ge-brauchen) es moͤchte aber das Netze/ die zubehalten/ nicht ſo groſſe kraft haben: es wereauch dem Thier von herte wegen der Nahꝛung/ nichts nutz. Darumb ſtehet es dem feiß-ten Darm zu/ ſolliche zu behalten. Wo aber etwas behalten/ da geſchicht auch disRennung. ü

l 9085 Matthiolus an/ er habe zum offtermal erfahꝛen/ wann man dem Mur-melthier die Zeen abhawet/ werden ſie in einem Tag widerumb ſo groß alß ſie voꝛ gewe-ſen/ mit vngleublicher wachſung. Alſo viel vermag der Natur Krafft Eigenſchafft.Es ſind die Maulwuͤrff oder Schermeuß auch der Meuſen art/ welliche doch etwasmangels haben: dieſe eſſen Wuͤrm/Froͤſch/ vnd Laubfroͤſch/ vnd darzu lebendig. Siewerden auch widerumb von dieſen gefreſſen/ aber erſt wann ſie geſtoꝛben. Dann dieſeſind alle Fleiſchfreſſige Thier/ oder ſo alle Speiß eſſen/ weil ſie ſchwach/ ſchlecht/ vnddie oberen Zeen/ oder an ſtatt der Zen/ ein Bein haben. Dann es iſt genug bekanndt/daß alle dieſe dermaſſen geartet ſindt. a 5 NDie ſtarcken Schaaf ſchůttlen das Eiß von dem Schwantz/ man erkennet auch beydem/ die beſſeren art von den ſchlechten. Es iſt ein wunder/ daß die muͤtter jhꝛe lembleinam Geruch erkennen. Dargegen kennen dieſe jhꝛe muͤtter allein an der ſtimm. Alſo hat

die Natur jhꝛen fleiß auch in dieſem angezeiget. 8 88nigen Leg. Der Geyſſen oder Ziegen Hoꝛn Blut/ Negel/ vnnd Gall ſind zu der Artzney nutz-lich/ doch ſind der Boͤcken Hoͤꝛner krefftiger. Wann man die Negel brennet/ wehꝛen ſiedem Haar außfallen. Wann man aber die Hoͤꝛner brennet/ ſind ſie zu den Zeenen vnndZanfleiſch gar gut. e EDie Gall frißt die Augbrawen/ dann ſie iſt ſehꝛ ſcharpff das Blut bricht die Stein/ſo inn den Nieren gewachſen/ zu voꝛab wann man ein jungen Bock lang mit Peterſil?gen/ Steinbrech/ Ephew, Neſſeln/ Judenſtein/ vnnd Rettich geſpeiſet hat: wann erauch Wein/ Lauren/ vnd Safft von Amonen getruncken. Des Eſels Bein thoͤnen gathaͤll/ dann ſie ſeind am troͤckneſten. Man ſagt/ es ſeye deſſen Leber denen ſehꝛ nutzlich-ſo die fallende Sucht haben: wie auch deren Klewlein gebrennet/ vnd mit gewalt in ei-nem Tranck eyngegeben. Man ſagt auch/wann man dieſes auff die Kroͤpff legt/ nemmes ſie hinweg. Deſſen Harn iſt den Nieren gar gut: darumb iſt er gut gediſtilliert zudem Bad: dann auff ſolliche weiß vergehet jhm der Geſtanck vnnd Grewel. Die Eſelvnd Mauleſel ſeichen an das oꝛt/ da voꝛhin ein anderer geſeicht hat/ oder auff e -nen Miſt/ dann der ſtarck Geruch von dem Kot reitzt ſie darzu⸗ 5welliche ſonſt von Natur faul vnd eleg ſindt. N