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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CCXLVI
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cerloj Von mancherley wunderbaren Sachen/

Man glaubet auch daß ſie ein Ehe vnder einander anrichte vnd daß eines an de andern

hange. Man ſagt auch dieſe haben anzeigung der Geſelſchafft vnd der erbermbd genng-ſam gebẽ. Sie lebẽ vaſt beh xxx. jaren. Dan ettlichen ſeind die Schwentz abgehawen/ vl

nach xx. jaren wider gefangen/ vnd erkeñet woꝛden. Ob wol dieſe keine Naßloͤcher habẽ-vermeynet man doch ſie empfindẽ der koͤſtlichẽ Salben/ vnd anderer wolriechendẽ din-gen krafft vnd guten Geruch. Alß zur zeit Plinij einer zam gemachet/ von Flauiano/ſo an ſtatt eines Burgermeiſters in Atrica geweſen/ auß gnadẽ gunſt mit wolriechẽ-den dingẽ geſalbet/ hat er ſich in de Meer lang hin vnd her geweltzet/ alß ob er todt were-nachdd er aber widerumb zu ſeinẽ krefften komen/ hat er vermeynet er habe kein gutthat/ſondern ein ſchmach empfangen/ ſich viel Monat verboꝛgẽ/ zu letſt iſt er wider nachgewonheit komen/ vnd zam geweſen. Solliches zeiget Plinius an. Auß wellichem manabnimmt/ daß er gentzlichen des Geruchs empfinde/ oder der Salben krafft vermercke:dañ wir verenderẽ vns auch ab dẽ Salbẽ/ ob ſie wol nicht ſtarckes geruches ſeind. Waßman jhnen den athem verhebt/ ſterben ſie bald/ vnd ehe in dẽ Garn vnder dem Waſſerdeñ im Lufft: dañ man bringet ſie etwan lebendig von dem Meer gen Leon Deshalbenzu verwunderẽ/ wie ſie ſich in den Hundstagen bey xxx. tagen verbergen moͤgen:vieleichk

wird ſolliches vnder den Felſen geſchehen: dann daſelbſten moͤchten ſie den athem holen.

Wann ſie erzoͤrnet/ oder dem Raub gar zubegierig naehſtellen/ ſtuͤrtzen ſie ſich ſelbs auff

das Land/ an wellichem oꝛt/ weil ſie des Waſſers der Speiß beraubet/ aueh des falls

wegen/ bald ſterben muͤſſen. In gleicher eyl vnd ernſt⸗ ſpꝛingen ſie auch zu zeiten in dem

Meer vber die Segelbaͤum der Schiffen. Weil er auch eines guten verſtands vnnd

ein liſtig Thier iſt/ wañ ein Wetter angehn will/ ſpꝛinget er ſprelende zum off teren malauß der tieffe des Meers herfür/ vnnd ſchlecht das waſſer mit dem Schwantz: dann ervermercket den warmen Dampff vnnd mag ſich nicht wol erkuͤlen/ wann er den Lufftan ſich zeucht/ darumb begibt er ſich gar gegen dem Wind. Er hat ein auffgeloſete vndfleiſchige Zungen/ ſo beweglich/ vnnd zu rings vmb etwas ſegichtig vnnd geſpalten iſt-auß welchem erfolget daß ſein ſtim̃ nicht iſt wie des Meerbrachßmens⸗ Rotbartens-fliegenden Rotfiſches/ Schollens/ oder Schneckens/ die allein ein pfeyſen von ihnenlaſſen. Er hat groſſe Augen/ aber alſo mit der haut vberzogen/ daß man hmm allein denAugoͤpffel ficht: hinder den Augen hat er auch ettliche loͤchlein die man kaum ſehenmag/ durch dieſes hoͤꝛet er. Er hat ein hogerechtigen Rugken/ doch nicht ſo gar wuͤſt vndkrum̃/ wie man jhn malet. Zu oͤbereſt auff dem Kopff hat er ein rhoͤꝛen/ die ein geſtalt

wie der buch ſtab E hat/ doch iſt ſie innwendig zweyfach. Auff dem Rugken hat er ein ge-

beinen vnnd kroͤſpelechtiges gefider/ ſo kein ſcharpffe ſpitz hat dieweil er ohne das durſein behendigkeit vnd der zeenen halb genugſam verwahꝛet. Sein ſchnabel iſt alſo lang-daß er bey viertzig zeenen in den kinbacken auff einer jeden ſetten hat/ die fein in einandevnd gegen einander gehnider ſchnabel ſicht wie der Genſen⸗ eben /breit/geſtrackt/ vndnider: dann er hat kein dicken haben moͤgen/ ſonſt hette er auch eines groſſen Haubtbedoͤrffen/ wer alſo faul vnnd treg worden zum ſehwimmen. Wann er aber eng were -muͤßte er ſehwach geweſen ſeyn: vnnd je viel ſchwecher/ je lenger er hette ſeyn muͤſſelWann er aber kurz vnnd nider/ hette er die groſſen Fiſch nicht fahen moͤgen. Alſo halſubtile vnnd ſpitzige zeen haben muͤſſen/ ſonſt hetten ſie nicht ſteiff noch zum Raub fi

liich ſeyn moͤgen: darumb ſeind zu beyden ſeiten viertzig/ vnnd in beyden kinbacken/ dann

dieſe zahl kommet auß fuͤnff mal acht vnnd viermal zehen. Es muß aber(wie angezeig

von der minderen zahl an ein jedes ding ſeinen vꝛſpꝛung haben. Es betten wol del!zwentzig moͤgen ſeyn/ weren aber zu der lenge vnd duͤñe vnkonilich geweſen/ darumb har

ben ſh müſſen vierzig ſeyn. Das fleiſeh iſtſchwartlehtig die haue dick vnd feiernwelcher ein feißte oder ſpeck iſt/ wie in den Sew en: er hat kein Gall: den Schnee 15

birget er vnder den voꝛderen theil des Kopffs:dieſen hab ieh zu zeiten mit ſampt de Keſehen für deren Leuten Haube hingeben/ die da ſolleu Hundskopff haben/ nd Cyne an