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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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CCXLVIII
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cerlbiij Von manch erley wunderbaren Sachen/loͤchlein/ wie der Conchen vnd Perlenſchnecken ſchaalen/ welche ſo viel groͤſſer/ je wei-ter ſie von der mitte vnd dẽ Nabel ſtehen. Die andere art iſt deren/ ſo zwirbelechtig ſeind.Vnder dieſen verſteht man auch die Schnecken/ doch dieſelben/ welche ein duͤnnereſchalen haben.% N 0Dieſer aber ſeind ſechs vnderſcheidꝛnemlich die Schiffkuttel/ Krumſchnecken/ Con-chen/ Gebogẽ Schnecken/ Straubſchneckẽ vnd Schnecke. Die Turbines vnd Krum-ſchnecken ſeind vaſt wol geſpitzet/ alſo daß man ſie leichtlich ſtecken oder hefften mag: ha-bẽ auch allein dieſen vnderſcheid von anderen/ wie alle geſpitzte ding. In dieſem ſeind ſieanderen gleich/ daß ſie ſich von dem bꝛeiten in die enge zu rings herumb eynziehen: dochſeind die Schnecken ſtuͤmpffer. Deshalbẽ ſeind etliche Turbines die aller groͤſtẽ/ ettli-che gar klein /d mehꝛertheil mittelmeſſig. Man koͤndte auch die geſtaltẽ artẽ nicht alleerzehlen/ weil ſie ſchier vnzahlbar ſeind. Dañ weil es ein vnachtbar ſchlecht Thier/ſowird es auß einer jedẽ materie/ enderet ſich die geſtalt an jhnẽ/ wie auch an dẽ Thierẽ/ſo auß feulũg der bletterẽ fürkomen. Vnder dieſen ſeind fuͤrnemlichen drey arten/ nẽlichdie Topffen/ ſo auß gleichheit dieſes Inſtruments genenet ſeind/ weil ſie von oben herbiß zu vndereſt geſpitzet/ vnd ſich allenthalben gleichfoͤꝛmig zuſam̃en ziehen. NDemnach ſeind die Dackilici oder Gejgleten die vier oder fuͤnff ſpitzen haben/ vnder-weilen mehꝛ/ vnderweilẽ minder/ gantz ſteiff lang/ wie ein Finger:darnach ohꝛechtig/die an gewiſſen oꝛten bleterlein habẽ: vnd weil ſie auch groß/ habẽ ſie ein kleine ſpitz /ſonſtſeind ſie dẽ Veneriſchẽ ſchneckẽ gleich. Die Veneriſchẽ Schnecken ſeind glatt hert/ werden nicht bald durch gefreſſen. Man gebꝛauchet dieſe das Papier damit zu glettẽ/vnd habẽ nicht einerley groͤſſe/ dañ man findet der kleinen ein groſſe anzahl/ ich hab derenauch ſelbs ettliche. Sie ſeind foꝛmieret wie ein Ey/ vnd haben zu beyden ſeiten zeen wieein Segen/ dañ das ein theil iſt hineyn gebogen. Sie ſeind auch nit geſpitzet/ alſo daß ſievoꝛnen her ſcharpff aber doch zu beyden ſeiten breit/ vnnd zu obereſt etwas enger ſeind.Wañ man auch den Fablen glauben ſoll/ vermeynet man ſie haben darumb den namenVeneris empfangẽ/ daß ſie an de Schiff gehangẽ/ welches auß Befehl Perianders ditKnaben fuͤhꝛet/ denen man außhawen ſolte/ vnnd haben ſolliches ſtill geſtellet/ darumbhabe man die in dem Tempel Veneris auffgehencket. Es iſt die aller ſteiffeſte zuſamen -1 Schnecken/ welche am gletteſten/ die auch inwendig weiß/ vnd zur Purpur-arb geneiget iſt. 3; b 1Die Turbinatẽ oder gebogen? Schnecke/ ſo etwas geſpitzet/ ſeind vmb ſo viel ſtuͤmpf-fer deñ die recht geſpitztẽ ſchneckẽ ſo viel die ſchneckẽ ſtuͤmpffer deñ dieſe ſeind. Doch ha-ben ſie ein edlere Natur an ſynẽ/ dañ die Purpurſchneckẽ vn Buceinen: das iſt/ die tho -nenden/ ſeind auch auß dieſer art. Es bewegen ſich auch alle dieſe Thier/ welche zugeſpi-tet ſind/ wie die Schnecke/ die den Kopff herauß ſtreckẽ/ vnd mit den Hoͤrneren/ weil ſiekeine Augen habẽ/ den weg außſpehẽ. Dieweil ſich nun dieſe krumme hoͤle von der rechtenHand gegen der lincken zeucht/ bewegen ſie ſich gegen der rechten. Sie leben ſechs oderſieben jar: man vermeynet ſie zeigen ſhꝛe jarzahl mit den ringlinen an/ aber es iſt nichtsdaran/ weil ſie von anfang gekruͤmbt vnd ſpitzig ſeind. Welche vnden auß geſpitzet ſeinddie haben jhꝛe ſchaalen mit Neglen vberzogen. 5 iEs haben alle geſpitzte vnd kruͤmbte in gemein etwas iñwendig der ſehaalen/ das manein ſaamen oder zaͤhen ſchleim nennet: vnd das iſt allen ſchaalechtigen Thieren gemein:dieſes iſt der Wuſt an jnen/ darvon ſie ſich reinigẽ/ welcher ſonſt Mutis geneñet wirdt.In denen ligt auch etwas /das man ein Ey neñet/ doch iſt ſolliches kein vnraht/ weilean dem anders theil des Eyngeweids ſteht. Alſo ligt dieſer Milehſaamen zu vndereſt beydenen Thieren/ die zwo ſchaalen haben/ da ſie zuſammen gefuͤget ſeind. 2.Künte be Es haben die Purpur vnnd Bueeinen ſchnecken ein blumen/ die Purpur ein ſe chö-ne blůende: die Buceinen aber laſſet etwas nach vnnd behaltet jhꝛ farb nicht: dieſe ligtzwiſchen dem Papauer oder Magſamen vnnd dem halß. Es iſt ein anhangender at

Schneckenart.