Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
Entstehung
Seite
CCCCLXXVIII
JPEG-Download
 

Iwo vꝛſachẽMeſchlichesTods.

Pantofflenſind nichtgut,

cceclrxbih Von mancherley wunderbaren Sachen/

ein ſchlechten Handel darzu ſetzen/ welcher doch etlichen/ die ſhn verachtet/ jhꝛ Leben gekoſtet hat: vnnd ob wol dieſkr etlichen/ ſo Hohes ſtands ſind/ nicht nutzlich⸗ iſt doch galviel daran gelegen/ wann man die Vꝛſach weißt/ voꝛab weil dieſer Schaden ſo gemein toͤdtlich iſtſo hat auch Galenus/ welcher ſonſt in allen geringſten dingen nur zu fleiſ-ſig/ inn den Buͤcheren von Erhaltung der Geſundtheit kein Woꝛt darvon angezeigeEs ſind zwen Schaden/ welche den groͤſſeren theil der Menſchen hinneſm̃en/ vnd me 92denn Krieg vnd Fuͤllerey: nemlich/ wann einem heiß iſt/ vnd in kalten Lufft gehet: zumanderen/ wann man lang feuchte vnd naſſe Fuß tregt: das iſt/ etliche Stund lang ovoꝛab wann man ſich mit Speyß darauff fuͤllet. Das aber dieſem alſo ſeye/ zeigt die Erfahꝛũg an/ dieweil in dem Fruͤling ſo viel Bawꝛen bey vns ſterben/ aber in den Stet-ten kaum einer oder zwen/ ohn ſt olliche vrſach abgehen. Es iſt nicht zeit auff diß ma 1von den Vꝛſachen zu reden/ dieweil wir ſolliches an ſeinem oꝛt eroͤffnet. Doch ſollen 5hitzigen ſo ſich geuͤbet haben ybergnuͤget ſeyn in einem beſchloſſenen Gemach zu ſpacl-ren/ oder wo das nicht ſeyn kan/ ſollen ſie das Kleid vmb ſich ſchlahen/ biß die Hit allgemach nachlaſſet. Damit aber die Fuͤß nicht naſſz werden/ dieweil man ſie nicht bald 1der troͤcknen mag/ thut man Eichene Rinden vnder die Fuͤßſolen: die Rinden ob ſie weduͤnn/ laſſet ſie ſich ſchier biegen wie das Leder. Wann der Kot tieff iſt/ leget man einckere zwiſchen die Solen. Daß ſich aber ettliche der Pantofflen gebꝛauchen/ lob ich niob ſie ſchon gar gemein ſindt. Dann ſie ſind nicht ſteiff/ alſo daß man bald entſchli ffen mochte: machen auch die Fuß gar ſehwer alſo daß ſie offt in denen ſo dar zu bereitetdas Podagra erwecken. Wann aber der Weg ſteinechtig vnnd wuͤſt/ iſt nichts beſſe⸗.denn wann man auff huͤltzernen S chuhen gehet: welches in Franckreich gar gebren 5lich. Dann ſie werden nicht bald feucht/ vnnd ob ſie ſchon feucht/ werden ſie bald wide 5trocken. Weil ſie aber hert/ vnd die Fuͤß leichtlich verletzen/ auch nicht bald moͤgen anglegt werden/ fuͤllet man ſie mit Werck oder Kauder. 5 e fWa man aber vber die Felſen gehen muß/ ſo ſchlecht man duͤnne Eyſen vnden aun

die Solen/ wie die Tuͤrcken im Brauch haben⸗ welches auch den Kriegsleuten ein 5 4

ſamer Rhat/ die dreyſpitzigen Eyſen/ von den Feinden off termals außgeworffen af,

ein Spalt Waſſer hineyn kommet/ oder(wie denn offt geſchicht) von dem lang

che Geſchirꝛzu tragen.

meyden. Wann man aber auff dem trockenen oꝛt ein kurtzen Weg hat/ ſind die Pantlen nutz/ dann ſie wermen die Fuͤß: deshalben bꝛauchen wir dieſe/ wañ wir in dem 1bleiben/ dieweil ſie troͤcknen vnnd wermen. Siiffel/ Struͤmpff/ vnnd Socken 1hoͤꝛen den Reuteren zu/ vnnd ſind den Fußgengeren nicht nutzlich. Dann wann 155den vnd ſchnellen gang die Fuͤß naſſz woꝛden/ mag man ſie nicht troͤcknen/ man 0denn alles voꝛhin ab. Wann man ſie auch abgezogen/ ſo erfrieren die Schenckel v 521gen ſchaden. Man mas ſie auch nicht ſo bald abziehen/ wann man will. Alſo ſicheſt endaß die Fuͤrſten der kleinen dingen auch bedoͤꝛffen vnnd notwendig ſind/ dieweil 5auch die Handtwercksleut in ſo geringen/ moͤgen nutzlich ſenn. 2 ſon-Wir muͤſſen vns aber nit allein befleiſſen/ daß wir wolbedachtlich hereyn gehen flendern auch der koͤſtlichen dingen acht haben. Man ſoll Cryſtalline Geſchirꝛ/die Ta alvon Jaſpis/ Onyx/ vnd anders dergleichen/ welliches allein mit Gefahr zu kra.ſo zu handen nemmen: dann es vielen die ſolches nicht gewußt zu groſſen⸗ f. cabreichet iſt. Man ſoll dieſe in ein Buͤchſſen beſehlieſſen/ ſo voll Baumwullen gef einvnd alſo innwendig anhencken/ daß ſie allenthalben ledig ſeyen: oder noch ſicherer, chingeder wicklen/ Scheer oder Baumwullen darzwiſchen thun/ vnd in ein en en Gage zet-daß voll Hel iſt/ thun. Dann dieweil alles das da bricht voneinem bewegten ding einbꝛochen wind/ geſchicht daß alle herte ding durch ein einige Bewegung/ ja au ſolendurch ſhꝛen Laſt bꝛechen moͤgen. Oder wann ſie zuſammen gebunden ſind do 0 rden/ſiehert bey einander ſeyn oder wann der Lufft getmieben/ vnd dieſe nicht berůret 90 vollmogen ſie auch nicht zerbꝛechen. Dann wann du dein Hand in ein Geſchir:/ da el

*