2 enſur vothanden, daß die Sibyllen/ wa ſie geweyſſaget/ hernach aller deren dingenvergeſſen die ſie geredt hatten/ vnd daß die Notarien vnd Schꝛeiber von wegen jhꝛet vn5 wiſſenheit die Verß nicht recht beſchnieben.„ Plato der Sibyllen Weyſ-5 nagungen eigentlich beſehen /ſoll er dieſes von jhnen geredt haben/ Ob dieſe wol viel vnd5 ö groſſe ding weyſſagen/ wiſſen ſie doch nicht was ſie ſaè en.
Aſoo iſt auch dieſes/ das er am ſeldigen oꝛt von dem Koͤnig Pto
emæo/ welcher Phi-
5 i ken/ vnd nun mit groſſem Gut treffenlich viel Buͤcher allenthalben zuſamm geſam̃let-
3 chöpffung vñ Anfang aller dingen/ viel anderſt denn alle andere hielte. Wie er nun daſ-lelbig Exemplar bekommen/ hat er ſiebentzig Juden beruͤffet/ die der Hebꝛeiſchen vnndViechiſchen Spꝛach wol erfahꝛen/ vñ ſie in dem Thurn Pharo/ welcher an dem Meeri der enge bey Egypten ſtehet/ veroꝛdnet. Alß er aber bey jhm ſelbs gedachte/ es moͤchtewas darinnen verboꝛgen ſe eyn/ welches die Hebꝛeer wurden außlaſſen oder verenderen/8 dieaber nutzlich vnd gantz wunderbarlich weren: wie denn noch ſolche Meynung in ett-f lichen ſtecket/alß in dem groſſen vnd kleinen Nammen Gottes/ in den Gewichten vndJahlen/ von welehen in dem Thalmut diſputieret/ hat er die Dolmetſchen alle von ein-ander in dem Thurn abgeſoͤnderet/ damit ſie nicht mit einander reden vnnd zuſammenSmmen moͤchten. Wie denn Juſtinus(wie geſagt) ſolliches noch bezeuget/ ſpꝛechende:Namit ſie aber vngeſrꝛet an einem beſonderen bꝛt weren/ vnd deſter ehe alles verdolmet-ſchen moͤchten/hat er befohlen man ſolle jhnen nicht in der Statt/ ſondern ſieben Stadien daruon inn dem Thurn Pharen/ kleine Heußlein bawen⸗ ſo viel alß der Dolmet-5 chen weren⸗ einem jeden das ſeyn/ damit ein jeder für ſieh ſelbs das Ampt/ ſo jhme be-Fehlen außrichtete. Den Dieneren aber/ ſo vmb dieſe waren/ hat er geboten/ ie ſoltenngen fleiſſig warten/ vnnd nicht zulaſſen daß ſi uſammen kemen/ dani die olmer-chung eigentlicher vollbꝛacht/ vnnd man hiemit vermercken moͤchte/wie ſie zuſammenbunmeten. Nachdem er aber vermercket daß dieſe ſiebentig Mann mit allein ein Mey-zung/ ſondern auch gleiche Woͤꝛter darzu gebꝛaucht/ vnd gantz vnd gar kein Woꝛt vondem anderen mißhellet⸗ſ vndern eigentlich ein ding allenthalben geſchꝛieben/ itt er erſtaunet/ vnd eigentlich glaube daß dieſe Verdolmetſchung auß Goͤttlieher Krafft geſche-den /vnd verſtanden daß auch die Außleger aller Ehꝛen wert/ alß Freund Gottes zu hal-ten: deshalben hat er ſie reichlich begabet/ vnnd jhnen widerumb vergunnet in jhr Vat-zulandt zu ziehen. Er hat auch dieſe ür Goͤttliche Bucher geachtet(wie ſich denn ge-3 elbſten behalten. Dieſes hab ich euch Heyden angezeigt/ damit ſhꝛ es
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ette/ dieweil ſie auffgeweſen. Sondern er har
gaweſem e daruenb zuſammen getan d en bwdetN i deſter beſſer verdolmetſcheten. Es zeiget auch S. Hieronymus an/ daß er an. von den arten derſiehengig Dolme ehnung nicht zuſtimme. Wann nun dieſe1 bern an halten/ ſondern auch Gottloß. Man ſagt auch/es haben die Dolmetſehen in ſie-
einem Verſtand/ was ſchwer
in geschick egen dieſes vernichtet/ nnd von ſtundan Reichlich begabet widerumb heiman acer oden. Es ſelnd auch etliche die vermeynen/ daß hr viel minder inn ei-ir i ſeden Stammen Iſtaels ſeyen/ welliches denn auch der Wahrheit 9
5 5; Es
ladelphus genennet/ anzeigt. Dann wie dieser em ereffenliche Lüberey begert an zu rieh⸗ Solna
Von den
olmeiſchẽ.
dat er vernommen/ daß die Jüͤden ein Buch hinder ihnen hetten/ welliches von der E,