ſen. Die Leber war lang vnnd zimlich dick/ doch hatt ſie keine Anheng/ vnnd deshalbenkein rechte geſtalt. Es hatt zwen Rugkgrat/ vnnd ſtund einer eines Fingers bꝛeit vondem anderen/ alſo daß ein jeder zu ſeinem Haubt dienet/ vnd biß zu dem Schenckel hin-
ab gieng/ ſo dargegen ſtunde. Zu voꝛdereſt hatt es an dem vnderen theil vier Zeen/ aberzu obereſt allein zwen die groß waren/ darzu etwas herter vnnd ſteiffer denn die vnderen.Doch der geſtalt/ daß ſte auch nicht recht hert waren /wie die Zeen ſeyn ſolten. Die Nie-ren waren zweyfach/ aber die Blaſen vnnd der Bauch nicht. In dem neundten 05
5
nat iſt es geboꝛen/ gantz vnvollkommenlich/ vnnd hatt Leibs genug. Inn der Gebut ta,der hatt die Hebamm gefehlet/ vnnd den einen Halß vmbgetrehet/ alſo daß es eben an5 85 vnnd inn der Stund/ wie es an die Welt kommen/ auch den Geiſt widerumGf e flf!lf!e!.l.l..Dies halben offenbar/ daß es gleich hie/ wie mit den Fruͤchten zugehet. Die Natur halzwey Meidtlein bingen woͤllen. Wie aber die fuͤrnemeſten Glieder ſolten herfuͤr kom 1men/ ſeind ſie zuſammen gefallen/ vnnd alleſamen an einander gewachſen⸗ ohne dasHaubt. Deshalben ſeind alle fuͤrneme Glieder zuſammen kommen/ außgenommedas Hirne: doch hat alles moͤgen zweyfach ſeyn. Was aber hernach gewach ſen/ alß derBauch/ die Arm/ vnnd die euſſereſten Glieder/ ſeind allein von einem Vꝛſpꝛung/ vnalß inn einem Heußlein vollendet. Des halben wird das Hirn voꝛ allen anderen dinge,zu erſt erſchaffen/ vnd nicht das Hertz( wie Ariſtoteles ſpꝛicht) oder zu mal mit anderenwie Galenus meynet. Dann man ſicht viel Kinder mit zweyen Heubteren: aber kaldie zwen Leib vnd ein Haubt haben. Alſo gehoͤꝛen dieſe vngluͤckliche G burtzu Wehſchen Geberden/ vnd groſſer Fuͤrſten Handlungen. Dieſes ſind zwar weiche ding/ onsaan Mennleinen grauſame: doch ſind ſie beyde vngluͤcklic g.En am, Es zeiget Volaterꝛanus an/ es ſeye von einem Hund vnnd einer Frawen ein Kiß4595 gebe geboꝛen/ ſo oben auß Menſchliche geſtalt gehabt: ae e 7ren. für den Bapſt gebꝛacht. Es iſt ein wunderbarlich ding/ weil die Geburtgliedernicht zuſammen ſtimmen/ desgleichen jhꝛ gantze geſtalt/ vnd die zeit der Geburt: detben wol zu zweifflen ob ſolliches geſchehen moͤge. Dieweil wir aber ſehen daß ſoliches auch allein auß Krafft des Geſtirns geſchehe/ was wolte hinderen-
daß es nicht auch mit Hilff frembdes Saamens geſchehenmeuoͤchte? Doch iſt von dieſem auch an einen
anderen oꝛt geredt woꝛ-