Das Pünffßehende Buch. drelß
ann ein gelener. Wann mich aber bedunckete/ ich ritte auff dem Zeltner/ gieng ich/ vndſicher/ wie billich/ fuhꝛ auch ring darvon. Das Schaf trug mich au ch/ aber gar ſchwer-lich/ vnd mochte mich zu letſt nicht mehꝛ tragen. Wie ich nun alſo auff einem weiſſen
Schaf reit/ bin ich auß dem Schlaf erwachet/ da aber ſonſt das Pferdt dunckelrot oder
eberfarb geweſen. 5
Deshalben bedeutet das Pferdt etwas wabtſ ges wei ich es hab/ vñ ein Pferdeiſt/ vnd das Schaf auch etwas/ wiewol ich deren keins hab. Weil auch jhꝛ verenderung
wider die Natur/ wird durch eines bedeutet was zukuͤnfftig ſkt tete.Wo her aber kommet dieſes Das Schaf bedeutet ein gut Gluͤck/ vnd voꝛab weil esveiß/ einen Edlen vnnd Gewaltigen. Dieſes Pferdt war mir geſchenckt woꝛden vondem Hochwirdigen Ertzbiſchoff inn Schotten zu S. Andres/ darumb zeiget es an/ daßdieſer meine Sachen fuͤrderen ſolte/ dieweil die Bildtnuß ſeiner Schenckung zu einemgroſſen Nutz kommen. Dann es ſeind inn zweyen Tagen zwen Botten von dieſem zu
mir kommen/ alſo daß ich genugſam verſtendiget/ was der Traum bedeutet habe/ vnnd
was der Anfang geweſen. Warumb hab ich denn nicht viel mehꝛ die Botten/ gott gebwas für Gluͤck darauff ervolget were/ geſehen/ denn das Pferdt an ſtatt ſeines Herꝛene
Wann man dieſen Zweiffel für dieſe beingt/ ſo vermeynen wir. haben Geyſter die vber
ons herꝛſchen/ werden ſie leichtlich antwoꝛten/ dieſes werde inn kurtzem mehr bedeuten:
denn mit dem Pferdt vmbgehen: darzu ein zweiffelhafftigen Weg/ weil jetz ein Schaf-deñ ein Pferdt geſehen woꝛdẽ/ vnd zu letſt widerum̃ ein S chaf/ alſo daß es bedeutet/ ichurde zů letſt nicht reiten/ aber ein kleineren Gerin denn voꝛ zeyten haben: dann manſchetzet ein Schaf nicht ſo hoch alß ein Pferdt. Es iſt auch ein Schaf ohn alle Boß-beit Betrug vnd Zanck: vieleicht bedeutet es aueh des Sommers zeit/ dann ein Schafwird denn zumal beſchoꝛen. Darzu daß meinem Gemüt nicht ſolte genug geſchehen-vnnd mir nicht gezimmen/ weil ich auff einem Schaf reit/ daß mich ſchwerlich tra-gen mochte. 3 83 Mech geg es den Krieg an/ wie denn deſſen Vꝛſach das nachvolgend endt in-nerthalben dreyen Tagen genugſamlich bewieſen/ alß Vercell von den FrantzöͤſiſchenHaubtleuten durch Verꝛetherey eyngenommen/ dahin ich denn viel kom̃licher hektereyſen moͤgen. Alſo daß mir zu beyden theylen die Wahl geben/ weil ich auch die Ruhawehlet/ zeiget es mir an/ daß mich dieſe Erwehlung gerewen wurde. Wie hat abetdurch ſo wenig ding/ alß das Schaf vnnd das Perdt geweſen/ welliches mir etwan ge-chencket woꝛden/ ſo viel mogen bedeutet werden vnnd vieleicht noch viel mehꝛ/ welli-che hernach das End anzeigen/ vnnd aud mal nicht wol moͤgen erzehlt werden.Darzu wollen die Geyſter nicht/ daß man alles vollkommenlich ſehe/ darmit man derDerhengknuß Gottes nicht entrinnen moͤge/ oder daß vieleicht nicht alles bekaͤnndt.eshalben wann die Sach vollbꝛacht/ verſtehen wir erſt/ daß durch dieſe heimlicheachen ettliche ſolliches voꝛ geſehen/ wellichem man nicht entrinnen mag. Wasnch, geſchicht/ mag man hernach viel beſſer nach dem Geſicht oder Wehſſagung
„ Wellicheaber nicht wollen daß die Geyſtet ein Brach dieſer dingen ſeyen/ die ge-den viel ein ſchwechere Antwoꝛt. Dann au ſtatt der Teufeln oder Geyſteren/ muͤſ-onſie das Gemüt nemmen/ welliches die Geſtalten/ ſo von dem hgehſten Berſtandeommenalß in groſſen vnd wuͤſten Spieglen/ vngeſtaltet machen/ alſo daß ſie hernach
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be ie Erkanndtnuß aber ſo von Artzeten Kriegsleuten/ Bawren/ vnd Schiffleuten
berkommet Viſt nicht ſo ſeht zu verwunderen/ iſt auch des Nammens der Weyſſagungmucht wert. Man ſoll auch der wey ſen Leuten Voꝛwiſſen oder Mutmaſſung kein
N oſſagung nennen/ witwol deren Erkanndtnuß etwas gewiſſer vnnd 5 55
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Alß nemlich dz Schaf ein rüwigen Gewin: dann man kan leichtlicher mit dem Schaf