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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DXCVII
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1 2 34 22Das Muͤnffzehende Buch. dxcbijdem Traum inn vielen Templen Weyſſagung/ alß in Amphiarai Tempel: in Sera-hen bey Canopo: in Eſculapien bey Pergamo: inn der Kirchen Paſiphaẽs: in ArdaliAltar: in Narbaca bey den H rcaneren: in Ilidis Tempel bey den Egyptieren⸗ vnndin Melopide in Bubaſten. A gen een theil von Natur/ zum theil durchAnblaſung/ oder von dem Teufel/ oder durch zuſammenfůͤgung des Gemuͤts/ nach-dem einer die Goͤtter mit reinerem Gemuͤt verehꝛet/ ob er wol betrogen ward/ weil erdie Knecht für den Herꝛen verehꝛet. Es ſeind auch viel ding durch der PꝛieſterſchafftBetrug erdichtet. Doch ſeind vns dieſe ding nicht von noͤhten zu wiſſen/ ſondern vielmehꝛ an e e Es hat aber hie eben die geſtalt/ wie inanderen Opfferen/ wann man mit reinem Gemuͤt Gott verehꝛen will. Man ſoll a-

ber nicht mehꝛ fragen/ denn ſich gebuͤret. Die vberigen ding alle ſeind voll Schmer-hen/ Gefahꝛ/ Lugen/ Aberglauben/ Abgoͤtterey/ Stinckend/ Trawrig/ Schandtlichvnd Eytelkeit/ welches ein gewiſſe Anzeigung der Heydenſchaff t.

Die Natürlichen aber/ entſtehen auß Speyß/ Tranck⸗ Huͤle/ Waſſeren/ Reu⸗ Wetdung Kranckbeiten Steinen, Geſtirnen vnd auffmerckung der Geſichten. Wann

9 8 verehꝛung der Teufeln vnnd alles Aberglaubens geſchehen/ ſeind ſie nutzlich.Inn Speyſen/ wann ſich einer voꝛ allen Thieren enthaltet. Inn Tranck/ wann ei-ger des Weins oder Milchs muͤſſig gehet. Inn Huͤlenen/ von wegen des Luffts derrden. In Waſſeren/ die von ſhnen ſelbs entſpꝛingen/ welliche durch die Erfahꝛungbekanndt werden/ wie bey der Hule Trophonio/vnd voꝛ zeyten in Helicona. In Reu-chung/ alß inn dem Weyrauch. Inn Krenckheten, alß nder Melancholey(das ge-mein Volck vermeynet/ es ſeye der Teufel/ da es doch ein offenbare Vꝛſach alles boͤſen. Ettliche vermeynen/ dieſe dig geſchehen von dem Teufel⸗ ſo doch die Kranckheitnicht von Gott/ ſondern die Geſundtheit kommet. Es iſt aber vieleicht etwas darhin-der/ damit die Seel/ alß inn dem Schlaf von dem jrdiſchen Band gelediget wird) dar-inn Steinen/ von wellichen wir/ wie auch von Auffmerckung des Geſtirns etwasden wollen. Es iſt aber nicht ſo krefftig/ alß die Geſiehten/ vnnd Geſpenſten/ welli-che die Griechen Phænomena nennen. Wann auch ettliche C ometen auffgehen/werden viel Wahꝛſager: die Vꝛſach ſolle an ſeinem oꝛt angezogen werden. 5

Das IXXXVIII. Capitel.8 5 wWeyſſagung des Vngewitters.

Ads Garner vorhin zu wiſſen vnnd uerkennen/ iſt nicht allin lustigunnd heblich/ ſondern auch vberauß nutzlich: vnnd dieſes nicht allein

den Feldthaw/ ſondern zu viel anderen Geſehefften außzurieh-en. Deshalben auch viel beruͤmpte Authores von ſollichem gantzklarlich vnnd heiter geſchꝛieben/ vnnd gar nichts das zu dieſem Han-N 2 del zu wiſſen von noͤhten/ auch nutzlich vnnd dienſtlich ſeyn moͤchte-nan vnderlaſſen worden. Weil ſie aber die Form vnnd Geſtalt weyß zua Wen nicht gantz eigentlich erfunden/ achte ich dieſe Vꝛſach zu ſeyn/ daß gleich wie dieder Ad ettlichen ein ſchoͤn Wetter/ den anderen ein Regen bedeuten/ nach gelegenhettubs Plesen vnd Orten: Alſo gehet es auch mit anderen Zeychen zu/ welliche aleabt ein ding bedeuten: dann die oͤrter haben auch ſhꝛe Vnderſcheid/ weil etlicheat gegen Mitternacht/ die anderen gegen Mittag gelegen ſeindt. Ettliche ſeind ge-Enter die anderen ligen nahe bey dem Meer oder Seen/ die anderen weit daruon.D liche ligen in der ebene/ die anderen auff dem Gebirg/ andere in den Theleren.eſo an den Bergen ligen/ haben etwan dat Gebirg von Oꝛient/ oder von Oleident/ö oder