duden. Die eine art in wercken iſt/ daß man ſagt/ es ſolle die Kertzen/ welehe auß Menſche 5
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* ö i ideb ¶ Von mancherley wunderbaren Sachen/
Himmels. Wir ſollen Beum vnnd Kreuter/ vnd ein Bach dareyn graben. Auß dieſemvolget nun/ daß kein Stein ſo fleiſſig zubereitet/ vnd mit edlen Figurẽ gezieret/ eines Si-gels krafft/ ſo des Himmels wirekung bekommen/ haben mag. Dann ehe dieſe Figurenmoͤgen auß bereitet werden/ zertheylet ſich des Geſtirns oꝛdnung. Man muß auch dieſesalſo tragen/ daß es das Hertz beruͤre. Dann der Stein ſo allein durch ein kleines loͤchlinden Finger beruͤret/ wird ſchwerlich etwas in großwichtigen vꝛſachen/ ſo auſſerhalbenvns ſeind/ vermoͤgen. Wann aber alles oꝛdenlich zubereitet iſt nicht ein kleiner nutz/ vndgar kein falſeher Wohn bey den Sigeln: dann ſie haben alſo groſſe Krafft in vns⸗ daßſie vns kein groſſen Schmertzen empfinden laſſen. Ettliche bekommen Reichthumb-die anderen groß Ehꝛ dardurch/ auch in deren zubereitung/ wie deñ in allen anderen din-gen geſchicht/ wañ ſich das Gluͤck enderet. Was aber anders von dieſem/ vnd verende-rung der Siglen geſagt wirdt/ iſt gantz vngereumpt vnd Abergleubiſch. f
Das x C. Capitel.
Von der naturlichen v vnd Wahꝛſagung.
Sd ſeind zweyerley werck in dieſer Kunſt: dann etwan werden die dingſelbs verenderet/ durch ein verboꝛgene natuͤrliche vꝛſach/ etwan aut
die Sinn. Es ſagt menigklich daß in Orientallſchẽ Indien ein krautſeye/ welches Coho ba heiſſet/ vnd in dieſen Europiſchẽ Landen nich
gefunden wirdt. Wann dieſes geeſſen/ oder der Safft durch die Naß-oͤcher gezogen wird/ bꝛingt es die Menſchen von Sinnen: alſo daßman vermeynet/ dieſe ſagen wahꝛ auß des Teufels eyngeben: doch ſa-gen ſie nicht wahꝛhafftige ding/ ſondern dunckele/ vnnd vngewiſſe/ oder liebkoſen dilſem/ von dem ſie gefragt werden. Auß welchen denn bekanndt/ daß dieſes nicht von de-Teufels wirckung herkommet/ dieweil dieſe Artzney muß darbey ſeyn/ vnnd allwegenfalſche oder zweiffelhafftige Antwoꝛt geben. Dann es ſeind viel Artzney bey vns/ ſo da.ſelbig auch thun moͤgen/ welche in voꝛgehendem Buch angezeiget. Darumb iſt ein na-türliche krafft in der Artzney/ nicht daß ſie lehꝛe/ ſondern daß ſie die Menſchen von hienSinnen bunge⸗ i ö 5 35
nvnſchlet gemachet vnnd angezůndet/ wann ſie an dieſes oꝛt gebꝛacht/ da Schetz vergeben ligen/ durch ein gereuſch oder getoß dieſelbigen anzeigen wann die auch nahe darbeniſt/gar außloͤſchen. Wann dieſes wahꝛ iſt/ geſchicht es auß einer ympathia vnd nitleidenden Natur. Dann das vnſchlet iſt auß dem Geblůͤt/ vnnd iſt aber das Blut einSitz der Seel vnd leblichen Geyſteren/ welche beyde/ weil der Menſch lebt/ ein begterdzu Gold vnnd Silber haben/ vnnd deshalben auch das Gebluͤt betrüben. Darumb wiin des Widers vnd Wolffs haut die Antipathia vnd wider wertige Natur voꝛhanden⸗ fob ſie wol tod ſeind/ alſo iſt hie die sympathia. Doch hat ein Hiſpanier ohn dieſe Keiviel kolnlicher ein verboꝛgenen Schatz gefunden/ alß wir in heimlichen Kuͤnſten ange-zeiget haben. Derhalben iſt kein gewiſſere rechnung bey allen dingen/ denn die auß ge-wiſſen Fundamenten vnd Grunden der Weyßheit kommen. Sie iſt auch zu nechſt 5den natuͤrlichen/ ſo von weitnuß genom̃en ſeind. Die vberigen ſo auß einer eigens. chagenommen/ ſeind entweders gar falſch oder gar ſeltzam: Alß dieſes ſeyn ſoll wann 420„ 5ein ſtuck Brot in das waſſer wirffet/ ſtehet es gleich ob eines todten Menſchẽ toꝛper filwann dieſer vnder dem waſſer verboꝛgen. N 5 eWir wollen aber wider auff die erſte. Hiſtoꝛien kommen doch muß man durch ein gameine rechnung die Warheit erfoꝛſchen. Wann nun dieſe Kertzen von wegenGolds/ Silbers vnnd Edelgeſteins ſo vergraben ſeind/ betruͤbet wird/ iſt billich⸗ 15 100 5