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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCXI
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dichtet/ ſo die Welt verſpottet haben.

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ſche nammen ſeyen. Vnnd ob es ſchon weren/ was wolten ſie mehꝛ für krafft denn die

Lateiniſchen haben? darumb muß es eytel erdichtet ding ſeyn/ ſo kein rafft hat. Wanndu aber wilt/ es habe ein krafft/ muß dieſes mit dem Teufel zugehen. Dann wer hat die-

ſe ding erfinden moͤgen/ er were denn von dem Teufel alſo beredt? es iſt aber gewiß daßdie Teufel nichts lehꝛen/ wie hernach in einem beſonderen E apitel ſoll angezeiget wer-den. Hie ſpꝛechen ſie/ Es ſeind ettliche geſtalten in dem neundten Himmel/ ſo in Indiageſehen werdẽs dañ ſolliches hat d boͤß Apponenſis erdichtet. Ich laß das zu. Wer hataber hernach gelehꝛet/ daß dieſer Character der Sonnen/ der ander dem Saturn zuge-

Das Sechezehende Buch. dexDieſes ſeind die Characteren/ ſo mit betrogenem Gemuͤt erdichtet: welche gewiß lichgar kein krafft haben. Dann was iſt doch an dieſen C haracteren den runden Planetengleiche du ſolt auch nicht meynen daß dieſes Arabiſche/ oder haldeiſche/ oder Griechi-

dong deehalben iſt auh dieſem genugſamlich bekanndt/ daß dieſes allein von denen er-

Zum anderẽ hat er der Voͤglen bewegung alſo beſchꝛiebd/ ſprechender Wañ ein Krae-voꝛ dir her fleugt/ bedeutet es die zukuͤnfftige zeit: an der rechten ſeiten/ die gegenwertige:an dem Rugken/ die verloffene/ vnnd iſt alle zeit boͤß. Wann die an der lincken ſeiten

fleugt/ iſt wol böͤß/ aber dieſes mag durch ein guten rhat abgewendet werden. Wann ſie

vb dir iſt/ bedeutet ſie ein nahen todt/ voꝛab wann ſie ſehꝛeyet. Dañ wann ſie ſtill ſchwei-get darff man nichts darauff halten. Wann ſie aber von einem hohen oꝛt an ein niders

fleuget/ vnd ruhet/ zeigt ſie nieht die zeit/ ſondern Perſon an. Wann ſie nun voꝛ dir ru-

het/ werden ſich in kurtzer zeit deine Feind mit dir widerumb verſůnen. Wann ſie im ab-

wegung.

fahꝛen ob dir fleugt/ wirſt du deinen Feinden obligen. Wann ſie aber in der hohe ruhet/

werden ſie dir zu mechtig ſeyn. Wañ ſie daſelbſten ein weil vetharꝛet/ wirſt du in jhꝛemgewalt ſeyn. Wañ ſie nicht da ruhet/ ſo bedenck das oꝛt an welches ſie herab fleugt: dannwañ es voꝛ dir iſt/ ſoll es dir gut ſeyn: wann es aber hinder dir/ iſt es deinen Feinden gut.Wann aber dieſes geſchehen/ vnnd ſie auff der rechten ſeiten ſitzet/ frewet ſie ſich/ daßſieſhꝛen Geſpan betrogen/ vnd geht dich niehts an: Alſo auch wann ſie auff der lincken

zeiget der Vogel jh me ſelbs den todt an. Du ſolt aber ſehen/ daß ſie nicht von der Speiß

wegen/ oder wañ ſie von einem getrieben ſolliches thue:dañ alſo zeiget ſie gar nichts an.

Demnach nimmet er ʒwen viereckete Stein wie die Wuͤrffel ſeind. Auff den einẽ thut

er etwas von Schmaragdt⸗ Beyfuß wurtzel/ vnnd Mandragoꝛa/ denn verguͤldel er

dieſen/ vnnd bezeichnet alle ſechs ſeyten mit dieſen Buchſtaben AB CD F/ aſſo daß

anderen aber verzeichnet er 1.2. 3.4.5. 6. wie auff den?

ſe einer von dem anderen ſtande:nemlich an der erſten ſeiten A/ an der anderen B/ vnnd

ſeiten: dañ alſo bedeutet ſie/ daß deſſen tod nahe/ ſo bey dir iſt. Wann du aber allein biſt

auch bey einem eden das zeichen Redieſen nennet er den erſten Stein oder Looß. An dem

ur die Puncten/ darzu den E haracter/ nennet dieſen den anderen Steir:alßdeñ ſa-get er: Bedenck deine Gedancken/ vnd dein Reyß/ vnnd des Vogels eigenſchafft/ vnnd

daß er nicht ſchꝛeyet oder ſchwetzet von eines anderen wegen/ denn wirff das Looß/ vndnachdem eines jeden fallet/ bedenck etliche eigenſchafften. Dann wann die Stimm

ͤͤrfflen/ doch ſetet er die zahl

von dem Lufft kommet/ wird deren eigenſehafft auch vom Lufft angenommen: dann

dle Calculi oder das Looß wird in den Lufft gewoꝛffen/ darumb wird es von dem Looß

angezeigt. Des halben ſetzet er zu erſt ein Meerzeichen/ darnach ein Nateren/ denn ettli-

de andere vnbekañdte Thier/ denn ein Greiffen/ welches ſtimm er in einem Bleyen ge-ſchir/ ſo voll Waſſers iſt/ heiſſet empfahen/ alſo daß man das Ohꝛ darzu hebe:alßdenn

ie Kraen ein weleher will daß man Pech zu den ſteinlinen thue: darnach die Schwa-nen/ da will er man ſolle Erden zu den Steinen thun. In den Pfawẽ ſoll man ein Sa-phier in de Mund halten/ in dẽ heimiſchẽ Genſen die Wurtzel der Dreyfaltigkeit/ in dẽwildẽ aber des krauts wurtzel/ ſo vier bletter hat/ in de Sperling od Spatzẽ dz kraut ſo xx

letter hat. Dieſe ſolt du zu der ſteinen Looſen lege/ ein eyſenẽ Ring an dem Goldfin-

ger haben.