derbiij Von mancherley wunderbaren Sachen/Feuchtigkeit wegen/ gar bald duͤrꝛ. Dieweil wir aber in den Artzneyiſchen Handlungenviel von den Beſchweerungen geſchꝛieben/ iſt nicht von noͤhten hie weitleuffiger darvonzu handlen. b f 5Euer din Vieleicht iſt dieſes auch etwas dergleichen/ ſo ich in einem fungen Hanen in meinemDahlie Hauß geſehen hab. Man ſchꝛeibet dieſe Woꝛt: Gibel gott gabel/ vß thut ſie dem Vo-bebe. e gel auff den Schnabel: alßdenn ſticht man ihn mit einem ſcharffen Griffel oder Nadelgerad mitten durch den Kopff/ ſo ſpꝛinget das Huͤnlein vmb einander vnnd lebet/voꝛabim Sommer... öDeſſen Vꝛſach iſt/ daß des Huͤnleins Kopff vnd Hirne in zwey Gebein zertheylet:das Gebein iſt in der mitte zweyfach/ vnnd gehet die Spitz hindurch/ da ſie am fuͤglich-ſten mag: darumb lebet dieſes mit vnverletztem Hirne. Es vermeynet denn auch der vn-verſtandene Poͤfel/ es ſeye dieſe Krafft in den Woꝛten. 1 5Wann aber die Krafft an den Woꝛten were/ warumb geſchicht es nicht auch an ei-nes Boͤcklins/ Menſchen/ oder Hundskopff/ ſo durchboꝛet iſt? oder/ wann man dem8 den Kopff vberzwerch durchſteche. Alſo iſt die Vernunfft ein Meiſterin al-er dingen.?. 0 a q fAlß ich newlich dieſes geſchꝛieben/ nemlich an dem vierdten tag Chꝛiſtmonats/ ſagtman/ es wer ein Teufel in Hieronymi Litæ vnſers Burgers Hauß/ wellicher Ziegel
Wollen/ ond anders dergleichen/ auff die offene Straß wuͤrffe. Da gieng ich zu einen
Nachbawꝛen/ wol wiſſende daß ein Geiſt weder Fleiſch noch Blut hette/ vnnd ſpꝛach-Dieſes iſt kein Teufel/ ſondern ein Menſch. Alß ich dieſen nicht bereden mochte/ wender vnverſtanden Poͤfel nicht gutes verſtehet/ vnd welches zu verwunderen/ betreugt vñbetrogen wird/ ſpꝛach ich: Wann dieſes ein Teufel/ vnd vnſichtbar iſt/ warumb thut ereben dieſes nicht in der Straß o mag er die Ziegel aufheben vnd werffen/ die Stein abernicht/ welche doch leichter ſindtewarumb thut er dieſes allein zu gewiſſen Stund/ nem-lich zu Abendt e ſchlafet er zu anderer zeit? warumb wirffet er auch nicht wann eherzu kommen/ vnnd wirfft allein wann ſie hinweg kommen es ſind genugſame nzei-gungen einer Buͤberey/ wann jemandt darauff acht hat. eSuden Ettliche Abergleubiſche München /hiengen den Leuten ein Geſchꝛifft für das Febetan/ vñ hieſſen ſie zu gewiſſen Stunden/ wann das Feber kommen ſolt/ etliche Gebelt-lin ſpꝛechen/ wann dieſes zum drittenmal geſchehe/ alßdenn ein gute Hoffnung haben.Wer ſicht nicht daß ein Betrug darhinder iſt? Erſtlichen thut der Glaub gar viel: dem-nach iſt kaum muͤglich/ daß die ſehwere Kranckheit/ ſo jetz zugenommen/ dergeſtalt ſicenderen mag. Wann es Gott oder der Teufel thut/ warumb thut er dieſes nicht vontſtundane Zwar er thut dieſes(wie an anderen oꝛten geſagt) aber O du Schalck/ nit aueiner Geſcheifft/ ſondern auß dem Herten vnd Gemüt/ darzu auch in denen Zufellenda Menſchliche Hilff gar kein Weg vnd Rhat ſchlag erfinden mag. 1Es ſagt einer/ wie er erfahꝛen/ was geſtalt das viertegig Kaltwee zu vertreiben/ ganwunder barlicher geſtalt/ vnd Abergleubiſeh. Dann er name den Harn⸗ welchen eren.ein mal in der Stund/ wann jhn das Feber ankommen ſolte/ empffenge/ vnd therte Meedarunder/ vnnd nachdem es gebacken/ gab er dieſes alles einem hungerigen Hund zueſ-ſen. Wann man dieſes zum drittenmalgethan/ wurde der Menſch erlediget/ vnd oberkeme der Hund das Kaltwee. Ich will nicht darwider ſeyn/ daß ein Hund welches ſonein trocken Thier/ dardurch verletzet werde/ vnd daß gleiches von gleichem herkommevon wegen des vermiſcheten Harns. Daß aber darumb der Kranck geſundt weevitleicht ein mal ohngefehꝛ geſchehen/ oder daß etwan einer daran glaubet/ od auß he 65lichem Pact/ ſo er mit dem Teufel hat/ oder von wegen der Sympathia/ oder gleichfmigen Mitleydunge/ denn auß anderer Hilff. e„dae ¶ Dieſes iſt auch gemein bey den Alexandrineren(ich verſtande das Volck in Nettwerde. pnd nicht in Egypten) mit welchem ſie den Koꝛnkauff erfahꝛen/ vñ wird 1 ahr.