Buch 
Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
Entstehung
Seite
DCLXV
JPEG-Download
 

Bas Sieben zehende Buch. delktzDer Rhein lauffet nicht weit voꝛ der Statt fuͤr/ vnnd theylet ſich an viel oꝛten von tinDemnach bin ich in die lobliche /ſchoͤne/ vnd namhafftige Statt Baſel kommen/ vñj vadaſelbſten gantz freundtlich empfangen woꝛden.. eIn Italia vbertriffet Floꝛentz alle andere Stett an jhꝛer ſchoͤne. Ferꝛar iſt kom̃licher. Fleurs.Es iſt auch Felſina durch jh: Hoheſchul/ Gelegenheit vnd Reich thumb ſehꝛ beruͤmbt/ alfavnd alters halben Edler denn die anderen. Doch iſt nicht wol muͤglich daß man bey ei-ner alles finden moͤge. So viel beſonderer Perſonen Hauß vnd Paleſt belanget/ hab ichkein ſchoͤners vnd koͤſtlichers geſehen/ denn Iacobi Caſtellionei/ welliches ein Stein-wurff weit von Chur in Etſchlandt gelegen. Vnder anderen ſichſt du daſelbſt ein gantzkoͤſtliches Geteffel/ vnd wunderbarlich Eemel mit ſchoͤnen Farben vnderſcheiden/ alſodaß viel ding/ ſo mit Worten nicht moͤgen angezeiget werden/ durch jhꝛe natůrliche Farben beſchꝛieben ſindt. N VVV e iVnder den alten Heuſeren iſt Key ers Neronis Palaſt/ vnd der Koͤnigen Porſen/ Alte palin. Simandij Grab ſehꝛ beruͤmbt geweſen. Ich will aber dieſes Grab auß DiodoroSiculo erzehlen/ ſeine eigene Woꝛt/ dieweil er dz ſelbs geſehẽ/hieher ſetzen/ welche al-ſo lauten: In dem Eyngang war ein ſchoͤner Schwibogen vnd Thoꝛ/ auß mancherleyteinen gezieret/ welches lenge bey zweyen Jucherten/ vnd die hoͤhe bey fuͤnff vnd vier-tzig Ellen geweſen. Wann man dareyn kommen/ war ein ſchoner Steinerer viereckech-tiger Palaſt/ wellicher an jetlicher ſeiten vier Jucherten groß geweſen. Im ſelbigen wa-ren an ſtatt der Seulen außgehawene Thier/ von einem Stein ſechszehen Ellen hochnach der Alten weyß bereitet. Das gantz ober Dach war mit Steine bedecket/ ſo zweyerSchꝛitt bꝛeit/ vnd mit mancherley Himmelblawen Sternen gezieret. Nach dieſem vol-get ein anderer Eyngang/ ſo dem erſten gleich/ doch mit meh: Bildtnuſſen gezieret. Zuvoꝛdereſt waren drey Seulen von einem Stein gehawen /ſo der Memnon gemachethatt. Vnder dieſen ware eine/ welch e ſitzende an einem Fuß mehꝛ den ſieben Ellen großgeweſen/ die vberigen waren den Egyptiſchen Seulen gleieh. Es waren auch zwo an-dere Bildtnuſſen/ den erſten biß zu den Knien reichende/ die eine zu der rechten/ die an-dere zu der lincken Hand/ ſo der Mutter vnd der Tochter zu Ehren geſetzet/ vnd etwasleiner waren. 5 V ö eDieſes Werck war nicht allein an der groͤſſe/ſondn auch mit wunderbarlicher Kunſtanſichtig/ vnd an der Steinen natur gantz herꝛlich⸗ dieweil an ſolchem Laſt weder ſpaltnoch mackel oder flecken geweſen. Es war daran geſchꝛiebenrt: 5 5Ich bin Simandius der Roͤnigen Koͤnig/ wann jemandt wiſſenwill wie ich geweſen bin/ vnnd wo ich lig/ der vbertreff mich inndem einigen Werck ſo ich hab laſſen zubereiten. 8Man ſagt auch /es ſeye noch ein ander Zeichen der Mutter/ von einem Stein ſo xxEllen hoch geweſen/welliche ob dem Haubt drey Koͤnigin gehabt/ ſo angezeiget/ daß ſieeines Koͤnigs Tochter/ Haußfraw/ vnd Mutter geweſen. Hinder dieſem Thoꝛ warem anderer Palaſt/ viel koͤſtlicher denn der erſte/ mit manchen außgeſtochenen Figuren/in wellichen der Krieg beſchꝛieben/ wider die Bactrianer/ ſo von dem Koͤnig abgefallen/v er welliche des Koͤnigs Sohn geher ſchet. Dieſen hatt er vollfuͤhꝛet mit vier mal hun-ert tauſendt zu Fuß/ vnd zwentzig tauſendt Reyſigen: es ware auch der Heerzeug imnzug in vier Hauffen getheylet. An dem erſten theil der Mauren ſtund der Statt Be-ö gerung gemaalet/ an dem oꝛt da das Waſſer an der Mauren infloß. Wie nun derKonig den Feindt angriffen/ ſtreitt ein Lew bey jhme auff ſeiner ſeiten/ wellicher denFeindt in die Flucht gebꝛacht. e f0 Etliche Seſchichtſchretber zeigen an/ daß dieſes ein wahꝛe Hiſtoꝛien geweſen/ vnnd der Konig durch dieſes Lewen Hilff/ wellichen er an ſeinem Hof erzogen/ vnnd ge-eingklich in Streiten gebꝛaucht/ den Sieg erlanget habe. Die anderen melden/ daßa ij man