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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCCVII
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alß die feißten ding. Wann ſie aber ſchimlet werden/ ſeind ſie bitter. Dann die feulendeWerme wird zu einer bitterkeit/ vnnd dieſes auß einem ſuͤſſen oder feißten Geſchmack.Des halben faulen die vngeſchmackten ding nicht alſo/ ſondern die geſaltzenen/ feißten⸗ 8bitteren/ vnd ſcharffen. Dañ dieſes entſtehet in warmen dingen. Es ſeind aber die kaltengeſchmack/ rauch /ſawr/ herb/ zuſalũien ziehende/ vnd vngeſchmackt: die vbrigen warmalß feißt/ ſuͤß/geſaltzen/ bitter/ vnd ſcharff oder raͤß/ welches der aller hitzigeſteiſt. 65 Wann man warme leinene Tuͤcher von auſſen her ymb den Leib ſchlecht/ ſehwe⸗ echen ſie die natuͤrliche Werme. Wo man aber ein Kind oder feißt hündlin auff den fare iMagen legt/ fuͤrdert es die Dewung gar bald/ vnnd mehꝛet die naturliche werme: wie-wol es nicht einerley Werme iſt: dann ſonſt wurd allwegen die naturliche Werme/ voneiner anderen naturlichen Werme gefuͤrdert. Weil mir dieſes angezeigt /woͤllen wir wi⸗ Des tufftsderumb auff die Element kommen weleher drey ſeind/ der ufft/ das Waſſer/ vnd dieErden. Es were auch nicht von noͤhten/ daß man den Lufft zu der Geburten vermi-ſchung oꝛdnete:dann die Elementen kommen wie ein Matery zuſammen/ deshalben ander Erden vnd Waſſer genug iſt. Der Lufft dienet auch nicht zu der Werme: dann die-ſe hat von dem Himmeliſchen Geſtirn kommen ſollen. Er iſt aber darumb geoꝛdnet-daß er des Geſtirns ſtriemen vnderwoꝛffen were/ vnnd derſelbigen Krafft empfienge.Deshalben er auch in ſchnellen enderungẽ nicht allein den Thieren/ ſondern auch allenf Gewechſen zimlich ſeheedlich iſt/ alſo daß im tauſendt/ fuͤnffhundert/ neun viertzigſtẽJare in dꝛeyen tagen in der gantzẽ Lombardey alle Apffel außgedoꝛret: dañ er hat die in-nerliche Werme außgeleſchet/ weil er auff die werme komen/ vnd die Leib allenthallenmit ſampt den Gewechſen offenſtehen gefunden. Dieſes hette nicht geſchehen mogen/wann er gantz warm were. Er iſt aber durch ſichtig vnnd gar kalt geoꝛdnet zu der Thie-ren nutz vnnd geſundtheit/ vnnd iſt(wie etliche darvon reden) nicht gantz warm vnndfeucht. Vnnd ob wol der Lufft/ welcher von Mittag her durch die Wind getriebenwarm/ iſt er mehꝛ von den Dempffen alſo⸗ darumb kuͤlet er alle zeit zu oberſt auff demGebirg. Solliches zeigen auch die Hagel an/ welche inn mitte des Sommers/ vonMittag her kommen: dann der Hagel iſt gar kalt.Diamit aber der Lufft erhalten/ vnnd alle frembde Qualiteten oder eigenſchafftenhinlegete/ hat er ſollen bewegt werden: wie man denn dieſes in den Elauſen vnd allen en-gen oꝛten geſpuͤren mag/ da der Lufft allwegen geht: Dann er fahꝛet alle zeit vberſich/vnd wird in der enge bey vns baß vermercket/ wie auch das waſſer in groſſen Fluͤſſen ander enge ſtrenger iſt: des halben man an ettlichen oꝛten/ voꝛab in Aegypten/ enge Kruͤff-ten/ Schwiboͤgen/ vnd Geng bereitet/ in welchen man ſich erkuͤlen mag/ weil der Lufftdardurch eyngeſchloſſen vnd getrieben wirdt. Vnnd ob man wol vermeynet/ wann dieFehnlein auff den Thuͤrnen ſtill ſtehen/ bey welchen man die Wind erkennet/ der Lufftwerde nicht bewegt/ iſt doch ſolliches nicht wahꝛ: dann ſein natuͤrliche Bewegung gehetvon Auffgang biß zum Niderdergang/ dahin ſich auch die Fehnlein oder Zeychen auffden Thuͤrnen richten/ wann kein Wind gehet. Darumb iſt der Wind kalt/ ſubtil/ vndennDamit ich ein kuͤnſtlichen Fund der Menſchen anzeige/ ſo von dẽ Lufft ſein vꝛſpꝛũg 5bekom̃en/ will ich ein fein Inſtrument angebẽ/ mit welchem man das Meel beutlẽ kanſo aller erſt bey dꝛey jaren her erfunden/ damit man ſehe/ wie Sinnreiche Leut/ etwandurch ſehlechte ding moͤgen reich werden. Dann weil die Becken alle dieſes mit groſſernus barkeit bꝛauchen/ vnd aber dieſer ein Freyheit von dem Keyſer erlãget/ daß niemandbn ohn des erfinders bewilligung gebꝛauchen ſolle/ ernehꝛet ſieh dieſer alſo/ vnd

hat in kurtzer zeit ein ſehoͤn Hauß gebawen. Dann es laſſen nicht allein die Becken/ ſon-

dern auch alle StifftungenCloͤſter/ vnnd Edelleut/ welche viel Geſinds haben/ auß

vielfaltigem nutz vnnd nohtwendigkeit dieſes machen: darzu viel andere ſo ſich darabe Man