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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCCLX
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dechr Von den Subclliceten/Welche Ziegelſtein vber die maſſen gebꝛennet/ ſind ſchier Eyſenfarb/ darumb hat dieFarb vnd ſchwere ein gleiche Vꝛſa cg..perlen. Dieſes ſeind die koͤſtlicheſten Perlen/ welliche runde Schelffen haben. Die edleſtenvnd beſten wachſen auß den runden Muſchelen/ vnd ſind aber nicht gar rund: die ande-ren/ welliche nicht edel/ doch rund wachſen auß langen/ gleich das widerſpiel. DieſeMuſchelen ſo mit Holkelen vnderſcheiden/ wachſen vnnd halten ſich vnden inn demMʒeer: darumb iſt es Fabelwerck/ daß ſie von des Himmels Taw empfahen. Die vn-edlen vnd ſchlechten Perlen wachſen auß Nacaron(dann alſo nennet man die langenOſtreen oder Muſchelen) darumb daß ſie mit Holkelen vnderſcheiden ſindt.Die Perlen werden bald alt/ vnd ſind darumb den Edelgeſteinen nit zu vergleichen.Sie wachſen bey dem Indianiſchen Meer/ gegen Mitternacht gelegen/ bey der InſelCubagua/auch in dem Mittaͤgigen bey Terarequi/ vnd in viel anderen oꝛten. Die-ſe haltet man für die beſten/ wann ſie weiß/ glitzerend/ vnd rund ſeindt. In einem Ge-halt ſeind viel Perlen/ doch der kleineſten/ daher iſt deren ein vnſegliche zahl. Der groſ-ſen find man wenig: die aber kein mangel haben/ vnnd darzu groß/ ſeind am aller ſeltza-Man findet ſie inn den Oſtreen oder Muſchelen bey Engellandt/ aber gemeingkli-cher inn dem Indianiſchen Meer. Sie reinigen das Geblůt/ vnnd ſind einer duͤnnenSubſtantz. Sie haben ein Farb wie der falſch Opalus/ wellicher nur von dem anſehengeenderet wirdt. Die Vꝛſach iſt ſehon geſagt/ dann die Perlen haben ein Schelffen-f an einem theil glatt/ am anderen rauez. 8. 58 D Der Magnet oder Herculeus /iſt dreyerley geſchlecht/ Eyſenfarb/ Weiß/ vnd weißliens klafft. mit Eyſenfarben Aderen/ wellicher gar e Der Eyſenfarb hat zwo Krefft vnndTugendten die niemandt vnbekanndt Er zelicht das Eyſen an ſich/ wie auch das Ey-ſen ein ander Eyſen/ ſo es mit dem Magnet oder Sigelſtein beſtrichen/ an ſich ziehettal-ſo daß etwan ein Magnet fuͤnff oder mehꝛ Ring nach einander ziehe. 5Sofnſt hat er noch andere Tugendt vnd Krefft. Wanner vnder ein Tafel gelegt/ o-der gehalten/ vnd auff die Tafel ein Eyſen/ in einem gleichen Gewieht gelegt wird/ obgleieh die Tafel darzwiſchen/ ſo laufft es doch alſo geſchwind vmb/ daß man ſich ver-

ber ein klein Schiff lein/ mit kleinen duͤnnen Brettlinen zuſammen gemachet/ kein Ey-ſen darbey/ ſondern allein Leym: zu voꝛderſt inn dem Schifflein iſt ein ſehoͤns gebogensWeiblein/ die treibet das Schifflein mit dem Ruder/ alſo daß durch Bewegung desSchiffs das Ruder auch bewegt wird/ vnd des Weiblins Bildenuß auch. Vnder demletſten Fuß des Weiblins/ iſt ein Negelein mit einem breiten Kopff/ welliches Nege-leins breiter theill man nennet es dz Huͤtlein auß der Tafel herfuͤr gehet/ der ſoll alſo ge-ſteckt werden/ daß er verboꝛgen ſeye vnder dem voꝛderen theil des Schiffs/ vnd doch dasWaſſer nicht beruͤre. Demnach ein ſtuͤcklein von einem guten Magnet/ ſoll zu oberſtin ein Huͤltzerne Gerten oder Ruten von einer Weiß dannen/ oder Koꝛnel/ Thierlin o-der Welſchkirſchenbaum gethan werden/ mit wellicher der Stein vmbgeben werde vn-der der Tafel. Vnnd ſo man alſo den Magnet vnder den Kopff des Nagels thut /fuͤh-ret man das Schiff mit der Beweglicheit des Steins wohin man will. Es vermey-nen auch dieſe/ ſo die Ruder nicht ſehen moͤgen/ die Bild tnuß ſey lebendig/ daß ſie dasSchiff koͤnne fuͤhꝛen vnnd leiten wohin ſie will/ auch alß wann ſie hoͤꝛete vnd ſelbs ru-derte. Darumb muß die Matery nicht hindurch gehen/ ſondern etwas gleich wie ein

Wind oder Blaſt/ ſonſt wurde es die Tafel verhinderen/ dann es mag kein Coꝛpus 0.

der leiblich Ding durch das ander gehen vnd tringen.

Zan an, Eben auff ſolliche weiß wind auch zu wegen gebracht daß der Teufel wunderbarlichwoil gebe. kan Antwort geben. Man macht ein kleine Seul auß Orichalco oder Meſſing einesö gekroͤnten

wunderen muß. Darumb thut man ein Zuber mit Waſſer auff die Tafel/ in den Zu-

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