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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCCLXIII
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ben/ darumb ſie au

nen oder

Das achte Buß. deckkiffLaſer vnd Saffran. Ob wol der pfeffer vnd Ingber hitzig/ nechen ſie doch nicht garſtarck. Die Beum ſind gemeingklied dicker denn die Kreuter/ aber doch einer důnnerenSubſtantz: dann die lange zeit hilffet der Sonnen Krafft/ daher was gekochet iſt/ wirdduͤnner vnd dicker: dann die Kreuter vergehen geſehwind/ die Beum aber bleiben lang.Welliche Kreuter auch wolriechen/ moͤgen den guten Geruch oder Geſchmack von we-gen der dünne micht wol behalten wederallem in den Wurtzlen: die aber ſollichen behal-ten /alß der Nardus/ ſollen viel mehꝛ vnder die Beum/ denn Kreuter gerechnet werden.

Der Zimmetrindenbaum iſt dem Loꝛberbaum nieht vngleich/ die Bletter ſeind den immerletter undder Stomm vm Skamnam dlelch ellen daß amdertechtig ft vnndwird wie die Weyden oder Felberbeum zerſpꝛeitet. Es ſind auch die Beer der Zimmet-rinden wie der Loꝛberbeer/ doch kleiner vnd weiſſer: auß wellich em abzunem men es ſeean Baum⸗aber des Landes palben iſt es zweyerley: dann die Werme in India mag die

Feuchtigkeit der Rinden woſvberwinden vnnd verzehren /welliches Euro pa nicht thun

mag. Es iſt Züſtet ein Rinden ſo von den vnnuͤtzen Zweygẽ abgezogen: dañ den Stam-men verlegt man nicht/ damit der Baum nicht verdor e vnd abſterbe.N Die Muſcacnuß wachſen in der Inſel Bandan/ gleich wie die Zimmet in der ande⸗ MNuſcatnußren Inſel mit Namen Zallon/ beyde in India. Der Baum iſt gantz vnd gar mit Stam-

men vnd Eſten/ auch wit Bletteren dem Pferſigbaum gleich allein daß er groſer/vndſchmelere letter hat. Die Muſcatnuß wird mik einer Blumen vmbgeben/ alß wañ ſieein Rinden oder Schelffen herteſ ie haben auch ein andere Rinden/ nicht anderſt dennwie die Baumnuß: die inner Rinden iſt dunn/ alß wann ſie geſtrickt were/ welliche manMacis nennek zu Latein Pacer hat ein lieblichen Geruch/ iſt bey vns ſehr breuchlich/ vaZB))»Die Garyophyllen oder Negelein wachſen in den Inſeln Moluchen/ welcher fuͤnff Negele.vnder dem Aequinoctialiſchen Eirckel ligen/ darzu auch in der Inſel Gilolo(welche bil-

lich die groͤſſer Sicilia iſt/ darzu in einer anderen kleinen Inſel anſſerhalben den Tido-

ren gelegen/ die eine auß den fuͤnff Moluchis iſt: dann es ſind Moluehen/ Tarenen/Tidoꝛ/Muttir/ Macchian vnd Baechian/welliche inn der kleinen Inſel werden. BeyMoluchen findt man nit die guten Negelein/ oder die rechten Garyophyllen. Die Rin-den oder Schelffen/ das Holtz vnd Bletter der Negelein ſind eben ſo ſcharff vnd reß wiedie Frucht: ſie 8 auff den Buͤheln vnd Reinen/ werden mit Nebel alle zeit vmbge

eh wol zeitigen. Wann man dieſen Baum anders wohin tregt/ wird

er důrꝛ/ darauß abzunemmen/ daß er das edelſte vnder den Gewuͤrtzen iſt/ wie auch derlerſtevnder den Thymiamaren vnd wolriechenden dingen. Sie haben ein Stafiten wieder Vurdaum Dleter wie der Lorberbaum doch en wenggründa werden dick wie unmerantzẽ/ die Spitz des Negeleins iſt auff dem Stafen erſtlicht rot/ darnach ſchwartz.Es iſt auch Ingber in den Moluchis/ vnd wachſet allenthalben: er iſt auch wolfeiler Zsbe⸗-dieweil er ein Kraut iſt: hat ein Wurtzel wie Blawlilien oder Violwurtz: ich achte ſieſche auß demſelbigen Geſcblecht: er iſtvielfeltig vnd groß /alſo daß etliche ztwoͤlſf Vn-J%V%0V0V0%nit ſtehen/ ſondern hencket ſich an andere Beum/ hat viel Eſte/ ſo drey oder vier zwerchHand lang/ auß jetlichem Schoß hangen je ſeehs Eſtlin/ oder Traubenzweig/ nit groſ-ſer denn ein zwereh Hand/ ſind den Kammen vnd Beeren/ auß welchen man die Roſy-

Meertreubel macht/ nit vngleich/ haben aber groͤſſere mehꝛ Kerner/ welliche

man in dem Weinmonat oder Wintermonat noch alſo grůn abliſet/ an die Sonnen

legt/ ſo werden ſie in dreyen tagen ſchwartz. Die Bletter des Baums ſind wie Wege-kichbletter. Der lang Pfeffer wachßt an einem hoͤßeren Baum/ vnd hat groͤſſere Blet⸗ 5ter denn der Runde/ doch ſchier alſo. Wie nun der Zimmetrindenbaum ein art des Loꝛ⸗*

Ses ij benbaums-