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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCCXCVIII
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Subailiteten/

decrebüñ Von den

notaurus ſoll auch/ wo es anderſt kein Fabel iſt/ auff ettliche jar gelebt haben. 5Sebaſtianus Munſterus ſagt/ daß zu Mentz zwey Weber/ vnder welchen die einſchwanger geweſen/ mit einander geredt haben/ in dem ſeye ein andere darzu kommen -

vnnd hab dieſer beyder Koͤpff zuſammen geſtoſſen. Alß die Schwangere geneſen/ hat

ſie zwey Meidlin gebꝛaeht/ welche von der Stirnen an biß auff die Naſen zuſammen

gewachſen waren/ alſo daß ſie nur VVV; Wunderzeichen hatbiß auff zehen jar gelebt. Wie das eine geſtoꝛben/ vnnd von dem anderen abgeſchnittenwoꝛdk/ ſeye dz ander auch bald herna ch verſcheidẽ ob es nun auß foꝛcht/ oder voꝛ ſcham-oder auß kratvrigkeit/ oder auß erbermd/ welche es von des anderen wegen/ dieweil eskranck geweſen/ außgeſtanden vnd erlitten/ iſt mir nicht zu wiſſen.*

Schwange⸗ Es iſt gewiß daß die Schwangeren Wey ber leichtlich moͤgen erſchꝛecket werden b

ben begierdẽ.

werck bedeu

nichts Der Hochgelehꝛte Mann Philippus Melanchthon ſagt im anderen Buch der

tu ng ·

natuͤrliche Beyſchlaafung/ wuͤſte Eynbildungẽ/ vnd boͤſe Complerionen-

vnnd die frueht ſo noch im Leib iſt/ mag verletzet vnd alle ein Anmal an die Welt brin-gen. Alſo hat dieſe gethan vnnd ſeind der zweyer Kinder Kopff aneinander gewahſen:wlewol ich nicht glauben kan /daß ſolliches allein von der zuſammen ſtoſſung geſchehenſeye: dañ die Wepberſtoſſen off ohngefehr die Beuch zuſammen/ vnd wachſen aber dieKinder darumb nicht zuſammen CIch hab ein Wunderzeichen geſehen welehes den halben theil eines Kneblins/ vondem Nabelan biß zu vnderſt in ihm hatt /alſo daß es nit des Kneblins rhoꝛlin harnete.Man trug dieſes Wunderzeichen vmbeinander/ es war auff die xxo jar alt: der heil desKneblins der in im gewachſen war/ ſahe wie ein zehen jerig Kind/ wie man an ß den Fuͤſ-ſen vnd Henden vermercken vnd abnemmen mogen.))Die Mopſtra vnd Wunderzeichen leben in Mutterleib/ vnnd werden außgemacht/damit ſie geboꝛen werden: welche aber an die Welt kommen/ die werden von den jenigen

erhalten/ von welchen ſie entſtanden. Dieweil ſie aber von der eigenen vnd rechten Na-

tur ein groſſen vnderſcheid haben/ desgleichen ſchwach vnnd vngeſund ſeind/ leben ſienicht lang. Welche an einan der geboꝛen werden/ die leben auch nicht miteinander: danndas ein gibt dem anderen auch ein theil ſeines Lebens. Wie viel die Wunderzeichen vonder Menſchlichen foꝛm vnd Natur abtretten vnnd den Thieren gleieh ſehen/ v viel we-niger leben ſie. Es geſchicht auch in den Wunderzeichen kein Miß geburt:dañ die Miß-geburten geſchehen ſelten die Wunderzeichen aber noch viel ſeltener/ darumb geſchehen4110 N e N

e G e en Frag/ Hb die Wunder zeichen alle zeit etwas bedeuten oder

Nalürlichen Olkom daß or dieſan ehe Keyſer Carolus mil den Teutſehen gekrieget/ſeye in einem Dorff in Franckenlandt ein Kind geboꝛen woꝛden/ vnd gleich darnach ein

Sch werdt auß der Kinde betterin Bauch herflür gangen/ welches man mit keiner kunſt

hat koͤnnen herauß ziehen⸗ voꝛ vnd ehe die Bermutter erſchwoꝛen iſt. Dieſes Schwerdtſolle den Krieg gemeiner Teutſch er Nation bedeutet haben. Es wird aber vieleicht kein

eyſenes Schwerdt/ ſondern ein herte maDie ringe Geberung iſt ein vꝛſach der Wunderteichen darumb geſchieht es in den

tery/ welche ſich einem Schwertdt verglichen -

N

Erdgewechſen gar offt/ darnach in ſchlechten Thieren demnach in den edleren vnnd

fruchtbaren: zu letſt in vollkommenen/ vnnd ettlich er maſſen vnfruchtbaren. Alß in denMenſchen vnd Elefandten geſchicht es gar ſelten. Hie zu dienen auch ſeltzame vnd vn-vnd darumb

wird ſolliches dem zoꝛn Gottes nicht vergebenlich zugerechnet. e eEs werden auch ſelßzamme treffenliche beruͤmpke Leut geboꝛẽ/ es ſeyen dieſe gleich i

Propheten oder Weyſe genennet/ von der Elteren herꝛliehen natur/ oder der Come⸗ 45

ten vnd des Himmels lauff wegen/ oder auß voꝛgehendem Geſtirn /oder weil die Naturvieler Gliedern krafft in ein art geſchickt hat. VI3 3

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