deceb/ Von Subciliteten/ das xv. Buch.zuclides. Zum vierdten volgen Euclides, Scotus, vñ Ioannes Suiſſet, welchen man gemeingklich den Galculatorem nennet. Doch ſoll von Alter vñ Brauch wegen/ Euclides die-ſen allen fuͤrgeſetzt werden. Er hat zwey ſonderliche Lob. Das erſte/ von wegen ſeiner gewiſſen Schlußreden von Elementen vnd Anfengen der Geomekrey/ welliche doch mie-mandt hat recht doͤrffen anfechten. Zum anderen iſt es ſo vollkommen/ daß ihm kein an-ders zu vergleichen iſt/ nd gibt der Warheit ein ſolchen ſchein/ daß allein die jenigen ſoEuclidem geleſen /ſich auß ſchweren verwirꝛeten Sachen richten koͤnnẽ. Er iſt auß der
Statt Megara buͤreig geweſen/ hat viel ſelzamer Subtiliteten beſehꝛieben/ vnder wel-
chen doch etliche ſind/ die wenig nutz bringen.
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8 Dieſem volget Ioannes Scotus/ein Schottlender nach/ wellicher von wegen ſeinen
ou. Gelehrte vnd Beſcheidenheit/wol ein ſubtiler Doctor mag genennet werden. Auß der-iſelbigen Inſel iſt auch lo annes Suiſſet geweſen/ ſo Calculator gent, welcherſſeineErfindungen/ in dem Alter nicht verſtanden hat/ vnd(wie man ſagt) ſich ſelbs daruͤberbeweinet. VA„5 iApel, Der ſtebendte in dieſer Vꝛdnung iſt Apollonius Pergeus/ wellicher mit Alter demeen Archimedi nicht vngleich geweſen. Er hat acht ſchoͤner Bücher von den Geometri-ſchen Elementen vñ Gruͤnden geſchniehen/ weleher wir auff den heutigen tag nicht mehꝛdenn viere haben: ſie ſind aber gar vbel transferiert vnd verdolmetſchet woꝛden.Architas Architas Tarentinus/wiewol er elter/ gehet ey doch hie dieſem nach. Er hat ein huͤl-rTalennus. terne fliegende Tauben gemacht/ vnd viel andere ſpiz findige Ding erfunden.due Nach dieſem kommet Mahometus Moiſis Sohn/ ein Araber/ der die AlgebratiſchẽRuͤnſt wunderbarlich erfunden hat. 83 i 8
Alchindus. Alchindus iſt der zehende/ auch ein Arabier. Darnach kompt Heber ein Hiſpanier/
wellicher viel ſchoͤner Ding in des Himmels lauff erfunden/ vnd in etlichen btolemæ-um oberttoffen. 5.Galenus. Der eylffte iſt der Subtilitet halben Galenus: aber der Kunſt wegen alſo beruͤmpt-daß er die anderen vaſt alle vbertroffen. e.Der letſte vnder dieſen allen iſt Vitruuius/ wann er ſein eigene vnd micht anderer Er-findung beſchꝛieben hett/ moͤchte er wol vnder die erſten gerechnet werden.Es hat aber ein jeder vnder jetzerzehlten inn einem ſonderen Stuck fuͤrgetroffen. AlßArchimedes /in der gleiche der Sphæræ oder Kugel ſo mit einem cylindro auff ſeinGrab geſchꝛieben woꝛden. Im Euclide wird die Oꝛdnung gelobt. In Ariſtotele dieZuſammenſetzung. In Galeno die Kunſt zu theylen vnd vnderſcheiden. Ettliche ob ſiegleich nicht ſubtil geweſen/ haben ſie doch andere Gaaben an ihnen/ welliche zu lobenſindt: dann wer wolte ſich nicht ab des Homeri Bewegungen vnd Begierden verwun-deren/ desgleichen Vergilij herꝛlich keit zu Reden vnd zu Schꝛeiben/ vnd ab Ciceroniserbarmung vnd zuflieſſung der Red halben. Alſo lobt man in Quintiliano die zierlich-heit zu Reden. 3% 5 a iEs werden ſiebnerley Subtiliteten in den Seribenten vnd Lehꝛeren gerhuͤmet: Ari-ſtoteles von wegen ſeiner Sinureiche/ wellichem Theophraſtus vnd Scotus nachse-volget ſindt. Von Sinnreiche vnd Eynbildungen Archimedes. Von Eynbildun-
gen allein der Calculator. Von Sinnen/ Gedancken vnnd Eynbildungen/ Eucli-
des. Ptolemæus der Vernunfft halben. Algebra konndte viel judicieren vnd vrthey-len. Vitruuius iſt von wegen ſeiner Sinnen vnd Gedancken/ vnd der Erfah-
5 nuß halben/ vaſt beruͤmet woꝛden: dann er hat die Stund-5 5 erfun⸗*
daß.