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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCCCXVIII
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en/ welliches ich in dẽ voꝛderigen jar geſehen/ etwas anzeige ·

vnd von ein? Wunderzeich

Gupdabae Es sar ein Weid eines guten fuͤrnemen Geſchlech ts/ welche mit der Harnſtren

f ge beladen/ vnd alß vnſer viel Artzet vnd Wundartzet zuſamten berůffet waren/ mo chtẽwir der kranckheit halben micht eins werden: einer meynet es were ein Stein/ der anderein entzuͤndung/ der dꝛitte ein Geſehwuͤr/ Krebs/ oder ſonſt ein Blateren voꝛhanden. Alß

aber ein jeder ſein muͤglichen fleiß anwendete/ moch es alles nichts helffen: da man jhꝛmit warmen Artz neyen Blateren auffzoge/ dieſelbigen darnach auffſch nitte/ hat ſie keinen Harn des auffſchneidens wegen behalten moͤgen/ zu dem wurd ſie mit wachen vnndanderem Sehmertzen wol gemarteret. Iſt alſo mit kranckheit vnd Artzneyẽ ſteben gan-

tzer Monat gepeiniget/ vnd zu letſt von allen verla ſſen woꝛdẽ. Es war auch kein Gefahꝛ

alß ob es ein erdichtete Kranckheit were/ dieweil ſie ſo vielſcharffer Artzney getruncken-

viel vberſchlahungen vnd bereuchungen erlitten: desgleichen hat ſie ſhꝛ das heimlich bꝛt

durch ein Spiegel von ſo vielen Medicis laſſen beſehen⸗ ſie hat ſo viel Hungers/ Ader-

laſſens Auffſchneidens/ vnnd der gleiehen Arznep erlitten aft kaeJJJ)JJJVVVVVVVVVV%õ%bĩꝶ

Alß wir nun alle můd vnd der kranck heit vnbewußt waren/ iſt es dahin kommen/ daßman ſagt die kranckheit wurde durch viel Artz ney je lenger je groͤſſer: ſo war der ſchmertzẽſchon an dem oꝛt da der Halß der Bermutter vnnd der Blaſen zuſamen gehet/ ſie wargantz vnd gar abkommen/ vnd ſahe dem todt gleich:ſie kondte kein Harn behalten auchgar nicht ſehlaafen. Sie hat viel Geſt chwer vmb das oꝛt/ welche zum theil von Hitz vndſcherffe der Artzneyen/ zum theil auch von wegen des auffſchneidens ent ſpꝛungen ward.

Nicchts deſto minder bleib die alte kranckheit/ vnd mehꝛet ſich der Harn je lenger ſe mehꝛ-alſo daß ettliche vermeynetẽ/ es were ein Stein. Aber auß dẽ cathetera inſtrument-

mit wellichem man den Stein ſuchte/ befande es ſich nicht.Derhalben alß das Weib gar verſchꝛeyet vnnd von federman verlaſſen/ iſt darzu be-růffet woꝛden Joſephus Niger/ ſo der Griechiſchen Spꝛaach vberauß wol erfahꝛẽ/ al-ſo daß er dieſe off entlich laſſe: aber der Artznen war er nicht bericht. Dieſen hat man fürein Zauberer vnd geſchwinden Schwartzkünſtler geachtet. Die krancke Fraw hat ein ze-hen erigen Sohn/ wellicht Joſephus auff gewiſen/ daß er ſagẽ ſolte/er ſehe drey ſcheutz-licher Teufel in einem dreyeckigen Eryſtall⸗/ lichen er mit me gebꝛacht/ bey ſeinerMutter Fuͤſſen ſtehen. Darnach hat er dem en ander ding eyngebla ſen/ daß er ſa-gen ſolte⸗ er ſehe ein reutenden Teufel/ viel lenger denn die anderen mit einem Spieß/der dieſe dꝛey alle nach einander vberwůͤnde/ vnd ſie mit ketten auff die Settelbuͤnde vndhinweg fuͤhꝛete: darnach hieß er den Cryſtall behalten. Was ſoll ich viel ſagen? alß das

Weib mit ſolchẽ Betrug vberꝛedt/ entſchlieff ſie/ der Schmertzẽ/ mit ſampt der Harn-

ſtrenge lieſſe nach/ ſie vberkame widerumb ein lebliche Farb/ name zu am Leib warden

darnach ſchwanger/ vnd gar geſundt. Deſſen hab ich ſo viel zeugen/ alß viel mir Merner vnnd Weyber bekanndt ſeind/ desgleichen alle Artzet ſo zu jhe berüffet warentzu leiſtauch die Fraw/ welliche gar kranck/ jetzunder aber gar geſund/ von ſederman geſewirdt. Darumb iſt ſie entweders von dem Teufel/ oder von dem Glaube vnd Gyme-en nech ef,

Das iſt zu verwunderen/ ſo es init Betrug geſchehen/ daß er kei

5 deret hat. Dañ ob es ihm gleich glückt oder nicht glůckt hette/ ſo hett er deſſ n weder Nutznoch Ehꝛ gehabt Darumb wird ſie von dem Teufel geſund woꝛdet ſeyn/ vnd werdenGase 2, gewißlich die Teufel herumb ſchweben. dd.Fin Hen Ich will hie ein Hiſtoꝛy anzeigẽ/ welliche ich ni cht nur ein mal/ ſondern offt vnd dickvon meinem Vatter Facio Cardano gehoͤꝛet hab. Der ſagt/ e hette einen heimlichen

oder fliegendẽ Teufel auff dꝛeiſſig jar bey ſhm gehabt. Alß ich aber zu letſt ſeine Bucher

erſucht/ hab ich es nicht anders/ alß wie er mir es zu voꝛ erze let/ auch Schꝛiff tlichena 88 ö gefunden8

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