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Offenbarung der Natur vnd natürlicher Dingen, auch mancherley wunderbarlichen vnd subtilen Würckungen / durch Hieronymum Cardanum. In die ... teutsche Zungen gebracht durch Hulderichum Frölich
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DCCCXXVI
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decereb/ Von den Suballiteten/nicht zuſammen getriebender Lufft aber iſt dick/ dann er iſt kalt. Wann er nun nicht zu-ſafien getribẽ wird/ verwãdlet er ſich in Shnee: dañ der Schnee iſt ein zuſam̃en gefroꝛ-ner nicht zuſammẽ getribner Dunſt/ von wegen der duͤnne vnd eignen Subſtantzdes Luffts dicke. Daruſm wird der Schnee in einem hoͤherẽ oꝛt/ auch auß einem duͤnnereDampff gemachet denn der Reiff/ vnnd auß der vꝛſach iſt der Reiff viel kelter denn derSchnee/ vnd ſehadet den Beumen auch viel mehꝛ deñ der Schnee. Zu dem kommen dieReiff en auch ſpeter/ dañ der Schnee fallet nur im Winter/ darumb daß die duͤnne ſub-ſtantz nicht leichtlich zuſaſñien gefreurt. Aber der Taw gefreurt leichtlich/ darumb daßer ſrdiſch/ vnd alſo kommen die Reiffen ſpeter weder der Schnee. 5 3agel Der Hagel wird in einem hoheren oꝛt gemachet weder der Schnee: daun im Soſſiermuß ein hoͤher oꝛt ſeyn daß es kalt ſeye/ wed im Winter. Desgleichẽ werde die Dempffvon wegen des Luffts duͤnne vnd jhꝛer Subtilitet vnd Werme/ auch von der Sonnenhitz hoher auffgezogẽ. Es muß aber hie ein compreſſion vnd zuſaſſien truckung ſeyn/ da-mit es Eiß werde. Es fallen etwan ſo groſſe Stein/ daß ſie die Ochſen toͤdẽ/ vnd Heu-ſer niderſ chlagen. Es iſt gemein daß er die Fruͤcht vnd Saamen zerſchlage vnnd nider-weiffe. Es mag aber kein Hagel ohne groſſen Wind werden: dañ wann der Lufft duͤnn-ſo iſt er nicht kalt/ vnnd mag der Sunſt nicht zuſalſien gefrieren. Iſt er aber dick/ ſo kanes ohn Wind nicht zugehn. Daß es aber hagle/ muß der Dunſt zuſammen getriebengezwungen werdẽ/ damit es nicht Schnee oder Reiff werde:er muß auch zuſammen ge-frieren/ daß es nieht Waſſer oder Regen werde..

Sager Diuſprichſt/ wie geber es aber zu/ daß inden hohen Gipfflen der Bergen Schnee li-get/ vnd am aller kelteſten ſeind/ dieweil doch die Sof neher/ vnd die Striemẽ wideruſſi

gebogen werden? Das iſt nieht zu verwunderen dann der Lufft iſt von Natur kalt/ vnddas oꝛt auß ae wideruſ gebogen werden/ vnglei ch vnd vneben/ da-rum̃ werden ſie nicht zu einem oꝛt gebogẽ. Es iſt auch eng/ gibt deshalben ein kleinen wi-derſchein/ darnach auch von Natur kalt von wegen der Steinen. Zu dem iſt ein 5 desBergs am ſchattẽ gelegẽ/ vnd welches das groͤſte/ iſt die Gelegenheit ſo bey dẽ gipfelweit von dem vnderſten theil vnd der ebne der Erden/ darum iſt es auch daſelbſt gar kalt.Wal nun die Wind wehen der Lufft dureh gleich weite ort getragẽ wird/ muͤſſen dieGypffel der Betzen mechtig erkalten Dieweil aber die Nebel hoch vber de Gpffel desBergs ſeind/ ob ſie gleich d Erdẽ nicht vber zwey tauſendt Schꝛitt hoch ſeind/ werdẽſie doch gegẽ der Erdegae ne ede ſeyn/ alß wañ der Berg fuͤnfftauſendtScheit hoch were/ ſo ſeind die Nebel etwan ſiebẽ tauſendt Schꝛitt hoch von der Erde:alß deñ werden die Schnee/ von wegẽ der mechtigẽ hoͤhe der Nebel oder zu Soſſters zey-ten Hagel: Dan der Schnee Hagel Platzrege/ werde auff zweyerley weyß: nemlichan eint oꝛt wañ der Dampff daſelbſten auffgezogen wird: oder an eind anderen/ wañ ſievon den Winden dahin gefuͤhꝛet werde. Es entſtande aber der Hagel wo er woͤlle/ ſo kan

es nicht ohne Wind ugehen/ vnd gemeingklich wañ deren viel wider einander ſtreitten.Dieweil aber die Nebel/ welche Schnee habẽ/ nicht vaſt dick ſeind/werdẽ ſie nicht

gewalt zerniſſen:darum̃ hoͤꝛet man im Winter wed Doñer noch Blitz wann es ſehneyet.Wann es aber Winters zeit donneret oder Blitzet/ ſo regnet es/ ſchneyet nicht: aberofft haglet es auch/ wie im vergangenẽ jar im Chꝛiſtmonat zweymal geſchehen iſt. Da-rumb gibt es zu Winters zeyten nicht viel Regen/ in Sommer aber ſelten vnd kleine.Im Lentz aber dieweil der nach volgende tag meh: verzehꝛet deñ der voꝛgehende auff-gezogen hat/(dañ der ander tag im Lentzen iſt allweg wermer/ hat ein kuͤrtzere nacht)regnet es minder deñ im Herbſt. Darauß nun ab zu nem̃en/ wañ es im Winter viel reg-net/ gibt es ein warmen/ ſchedlichen/ vnnd vaſt vngeſunden Winter. Wann es aber imSo er viel regnet/ iſt es ein anzeigung eines feuchte vnd boͤſen Luffts. Geſchicht es imLentzen/ ſo wird der Lentz kalt. Im Herbſt werdẽ groſſe vnd lange Regen. Daruſſ habenvermeynet/ es geſchehe des Geſtirns Rrekuri wegẽ/ ſo zu dieſer zeit auffſteiget:N. e aber es

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