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[Grundw.] (1831)
Entstehung
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Vorwort.

JVachdem man in der letzten Hälfte des vorigen Jahrhunderts beydem Betriebe des Sächsischen Bergbaues begonnen hatte, der Gruben-Mauerung diejenige Beachtung zu widmen, welche dieselbe bey einemso ausgebreiteten, seit einer Reihe von Jahrhunderten bestehenden undnoch lange, in grösstentheils nichts weniger als holzreichen Gegendenfortzuführenden Bergbaue verdiente, als man angefangen hatte sich zu be-mühen, dieselbe nicht mehr, wie früher wohl oft der Fall gewesen war,von undeutlichen Begriffen und missverstandenen Ansichten ausgehend,aufs Geradewohl, sondern unter zu Grundelegung wohl überdachter, vonden Gesetzen der Statik und Physik abgeleiteter Regeln anzulegen, somusste es denen, welche mit der Leitung des technischen Betriebes desBergbaues beschäftigt waren, oder sich für denselben bildeten, sehr will-kommen seyn, in Erlers Versuch einer Anleitung zur Strecken- undSchacht-Mauerung einen Inbegriff dieser Regeln, so weit dieselben damalsnoch festgestellt waren, und eine allgemeine Uebersicht der Verfahrungs-arten zu erhalten, welche man in den verschiednen Fällen zur Verwah-rung von Strecken und Schächten anwendete; es musste diess umsomehrder Fall seyn, da die einzelnen Zweige der für den Bergwerksbetrieberforderten Kenntnisse erst seit noch nicht langer Zeit einer wissenschaft-lichen Behandlung unterworfen worden waren.

Der allgemeine Beyfall, mit welchem jene Abhandlung aufgenommenwurde, war ein gnügender Beweis für die Gemeinnützigkeit des Unter-nehmens. So wie jedoch jeder auf practischer Ausübung beruhende, oderwenigstens mit derselben in Verbindung stehende Zweig des Wissens,jede Art technischer Thätigkeit, welche bis dahin nur empirisch betriebenwurden, von dem Augenblicke an, wo dieselben zugleich wissenschaftlichbehandelt werden, schnellere Fortschritte machen als vorher, so war diessauch mit der Grubenmauerung der Fall.

Seit der Zeit, zu welcher jene Abhandlung erschien, haben Ausfüh-rungen mannichfacher Art, unter den verschiedensten Umständen und Ver-hältnissen unternommen, Gelegenheit gegeben, eine Reihe wichtiger undinteressanter Erfahrungen zu machen, welche um so grösseren Einflussauf die theilweise Abänderung, wohl auch gänzliche Verwerfung jener an-fänglich richtig scheinenden Regeln hatten, da sie eben alle fast aus-schliesslich nur auf Erfahrungssätze begründet, oder wenigstens nur durchdiese bestätigt werden konnten und noch jetzt können.