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[Grundw.] (1831)
Entstehung
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Zweiter Abschnitt.

Eintheilung der Grubenmauerung.

§• 1 .

Die Grabenmauerung läfst sich zuvörderst, nach der Art ihres Verbandes unter sich,in zwey Hauptabtheilungen bringen: in

A) die trockne, und

B) die nasse.

Erstere Mauerung ist diejenige, bey welcher die Steine, nach einer genauen Bear-beitung , ohne Kalk oder Mörtel, entweder unmittelbar auf und neben einander gesetzt,oder nur etwa mit Moos ausgefiittert werden.

Letztere ist diejenige, bey welcher man sich eines Zwischen - oder Binde-Mittels,vorzüglich in Kalk und Mörtel bestehend, bedient.

§. 2 .

Die trockne Mauerung, Welche man ehemals und noch bis in die letzte Hälfte desvorigen Jahrhunderts für die in der Grube allein anwendbare hielt, kommt jetzt nurwenig mehr in Gebrauch, weil sie wegen der Zurichtung der Steine zu kostbar ist.Auf den Stölln und in alten Banen findet man sie in der Freyberger Bergamtsrevier nochhäufig. Jetzt wird sie auf Stölln und in Fundgrübner Bauen nur noch da angewendet,wo es mehr auf eine Art von Bergversatz abgesehen und keinem grofsen Druck zu be-gegnen ist, so z. B. in Roll-Löchern und Schächten; auch in ganz besonderen Fällen,z. ß. wenn durch keinerley Vorkehrung die von allen Seiten stark zudringenden Gru-benwasser abgefangen werden können, und der anzuwendende Mörtel während der Ar-beit selbst ausgespült werden würde, möchte vielleicht noch die Anwendung der trock-nen Mauerung in der Grube anzurathen seyn; doch dürfte wo hl auch dieser Fall nurhöchst selten eintreten, da gewifs unter den meisten Umständeu die Wasser wenigstensauf kurze Zeit abgehalten rverden können, und man sich auch in diesen Umständen künf-tig vielleicht eines besonderen Wassermörtels bedienen wird, wie diefs zum Theil schonjetzt bey bedeutenderen Bauen über Tage geschieht.

Ueber Tage, bey Graben- und Halden-Mauer, Unterschlagung von Fluthern unddergl. kann man sich, vornehmlich wenn die Steine keiner sehr sorgfältigen Zurichtungbedürfen, der trocknen Mauerung mit Vortheil bedienen.

§• 3 .

Die jetzt gewöhnlichste und beym Grubenausbau am meisten angewendete, ist da-her : die nasse Grubenmanenmg. Ich werde defshalb, und w eil sich aus den für die-selbe gegebnen Regeln auch alle für die trockne Mauerung entnehmen lassen, mich indem Folgenden stets auf die erstere beziehen.

Dritter Abschnitt.

Von den Mauerungs-Materialien.

§• 1 .

Die vorzüglichsten und am meisten angewendeten Materialien für die nasse Gra-benmauerung sind Steine und Mörtel , welcher gewöhnlich aus Kalk und Sand berei-tet wird.

Von den Steinen.

§• 2 .

Die zu r Grubenmauerung anzuwendenden Steine müssen nicht nur gleich nach demBrechen und vor ihrer Verarbeitung hinlängliche Festigkeit und Härte haben, sondern